Telefónica-Lösung für ArtGuardian: Wertvolle Kunst durch M2M schützen

Telefónica-Lösung für ArtGuardian: Wertvolle Kunst durch M2M schützen

16-9 JacobssegenDas Internet der Dinge breitet sich aus. Mehr als 35 Milliarden vernetzte Geräte soll es in vier Jahren weltweit geben. Drei Viertel davon werden Maschinen sein, die selbstständig miteinander kommunizieren (M2M). Auf dem Digital Innovation Day zeigte Telefónica die spannendsten Beispiele, die heute schon im Einsatz sind: Vernetzte Baumstämme, Seifenspender, Stromzähler und sogar Schuhsohlen mit Internet-Zugang wurden dort vorgeführt. Die nächste interessante Anwendung präsentiert nun der Telefónica-Kunde ArtGuardian: M2M für die Kunst.

Als 1977 ein geistig verwirrter Mann den Jacobssegen von Rembrandt mit Säure zerstören wollte, war es fast zu spät: Das über 300 Jahre alte Kunstwerk im Kasseler Schloss Wilhelmshöhe wäre beinahe in wenigen Minuten zerstört worden. Das großartige Spätwerk des bekannten Malers gilt als das wertvollste Gemälde des Landes Hessen und wird auf 100 Millionen Euro taxiert. Glücklicherweise konnten die geschickten Restauratoren des Museums den Schaden beseitigen, sodass der Jacobssegen bis heute zu den absoluten Prachtsstücken der staatlichen Sammlung in Kassel zählt.

Unschätzbar: Gemäldetransport birgt GefahrenArtguardian Smartphone

Gerade auch wegen dieses Vorfalls gilt dem Jacobssegen von Rembrandt besondere Aufmerksamkeit und Sorgfalt im Umgang. Normalerweise verlässt das Gemälde die Wilhelmshöhe nicht.
Doch als das neu renovierte Amsterdamer Rijksmuseum zu seiner großen Ausstellung „Der späte Rembrandt“ das Bild in diesem Frühjahr ausleihen wollte, machte das Kasseler Museum eine Ausnahme.

Nicht zuletzt, weil man wusste, dass die Ausstellungsbedingungen im Amsterdam aus konservatorischer Sicht sehr gut sind.

Das Anforderungsprofil: Konstantes Klima für die Kunst 

Gerade empfindliche Kunstwerke brauchen möglichst stabile mikroklimatische Bedingungen, sonst können sie Schaden nehmen. Das gilt nicht nur fürs Depot, in dem sie sachgerecht gelagert werden, sondern auch für Ausstellungen mit mehr oder weniger hohem Publikumsverkehr und ebenso für den Transport vom Besitzer zu einer Ausstellung und zurück.

Damit der Eigentümer stets darüber informiert ist, ob sein Kunstwerk unter optimalen Konditionen gehalten wird und im Bedarfsfall korrigierend eingreifen kann, muss das ArtGuardian-System immer in der Lage sein, die Umgebungsdaten des Kunstwerks an die Software-Plattform im Internet zu melden, die dann den Eigentümer benachrichtigt. Dafür braucht das Unternehmen eine global funktionierende Mobilfunkverbindung.

Doch bei einem so wertvollen Gemälde muss auch während des Transports für das optimale Klima gesorgt werden, damit es keinen Schaden nimmt. Entsprechende Klimatransportboxen gehören in der Museumslandschaft durchaus zum Standard, doch ob während des Transports auch wirklich immer die optimalen Bedingungen für das Kunstwerk eingehalten werden, wird in der Regel nicht dokumentiert.

Per Mobilfunk: Klima-Messung direkt am Kunstwerk

Portrait-Stephan-Guttowski-190px„Hier konnten wir mit unserem ArtGuardian helfen“, sagt Dr. Stephan Guttowski, Geschäftsführer der ArtGuardian GmbH, nicht ohne Stolz.  Sein Unternehmen bietet ein System zur kontinuierlichen Überwachung von Kunstwerken an. Mit den Wissenschaftlern von mehreren Fraunhofer-Instituten hat der Elektrotechnik-Ingenieur ein System entwickelt, das die Umweltkonditionen direkt am Kunstwerk misst.

Die Messdaten werden  per Funk an eine Basisstation gemeldet, die wiederum die Daten per Mobilfunk an einen Webserver sendet. Der Eigentümer kann dann über ein Webportal überprüfen, ob das Mikroklima direkt an seinem Kunstwerk optimal eingehalten wird. Ein flexibel definierbares Regelwerk kann ihn auch automatisch informieren, wenn bestimmte Grenzwerte über- oder unterschritten werden.

Leistungsprofil: Telefónica als Partner für globale M2M-Lösungen

  • Global-SIM für Konnektivität über jedes Mobilfunknetz
  • Weltweit Datenverbindung zu fixen Konditionen
  • Nationales und internationales Roaming
  • Flexibles Tarifsystem
  • Ausgewiesene M2M-Kompetenz

„Gerade Gemälde sind sehr empfindlich. Leinwand, Holz, Leim, Farbe – alles kann 20151023-ArtGuardian-offen-960x540Feuchtigkeit aufnehmen. Zusammen mit Luft und Licht reicht das, den Alterungsprozess der Kunstwerke zu beschleunigen“, erklärt Guttowski. Und das muss so weit wie möglich verhindert werden.

Deshalb wird besonders bei wertvollen Kunstwerken darauf geachtet, dass sie stets unter klimatisch optimalen Bedingungen gehalten werden. In großen Museen mit moderner Technik ist das in der Regel kein großes Problem.

Hier sorgt aufwändige Haustechnik für optimale Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Selbst wenn der Besucherandrang besonders groß wird, schafft eine Klimaanlage die richtigen Umweltkonditionen für das Kunstwerk. Doch nicht jede Ausstellungshalle verfügt über entsprechende Technik. Außerdem regelt die Haustechnik nur das Raumklima. Wie die Bedingungen am Kunstwerk aussehen, kann nur mit einer gewissen Zuverlässigkeit, nicht aber mit Sicherheit gesagt werden.

ArtGuardian: Sensor-System sorgt für Sicherheit

„Für Kunstsammler ist es deshalb immer eine schwere Entscheidung, eines ihrer Werke zu verleihen. Sie sollen etwas von hohem materiellen, kulturellen und emotionalen Wert aus ihrer Obhut geben, ohne die Gewissheit zu haben, dass ihr Kunstwerk auch unter optimalen Bedingungen gehalten wird“, so Guttowski. ArtGuardian ändert diese Situation: Das ArtGuardian-Sensorsystem wird direkt am Kunstwerk befestigt und erfasst dort konservatorisch wichtige Größen wie Temperatur, relative Luftfeuchte, Beleuchtungsstärke und Erschütterungen.

Kundennutzen: ArtGuardian durch Global-SIM weltweit einsatzbereit

  • Einsetzbarkeit von ArtGuardian in Museen rund um den Globus
  • Stationäre und mobile Überwachung der Kunstwerke möglich
  • Nationales und internationales Roaming
  • Einfache Administration der SIM-Karten über ein Web-Tool
  • Ein Telekommunikations-Provider für Kunden in aller Welt möglich

Diese Daten werden regelmäßig an eine Basisstation gefunkt, die bis zu 50 Meter entfernt sein kann. Diese Basisstation kann die Umgebungsdaten mehrere Kunstwerke sammeln und sendet diese per Mobilfunk an einen Server im Internet, der die Daten speichert, nach flexibel definierbaren Regeln verarbeitet und zur Kontrolle bereitstellt. Sollte hier eine Über- oder Unterschreitung von Grenzwerten festgestellt werden, schlägt das ArtGuardian-System Alarm, sodass schnellstmöglich eingegriffen werden kann, um wieder die optimalen Bedingungen für das Kunstwerk herzustellen.

„Kunstmuseen und Kunstsammler arbeiten international zusammen. Deshalb ist es für unser ArtGuardian-System von herausragender Bedeutung, dass es auch international funktioniert. Telefónica bietet uns dafür mit der Global-SIM eine einfache und zuverlässige Lösung.“ Dr. Stephan Guttowski, Geschäftsführer von ArtGuardian

16-9 Buecher„Für die Kommunikation der Basisstation mit unseren Servern im Internet brauchen wir eine sehr flexible Lösung. Zum einen ist der Kunstmarkt ein internationaler, sodass unser System im Idealfall in jedem Museum und jeder Ausstellungshalle auf der Welt funktionieren soll, zum anderen ist auch die Kontrolle beim Transport eines Kunstwerks wichtig. Ein einziges Mobilfunknetz kann das nicht leisten“, erklärt Guttowski.

Die passende Lösung für diese Anforderung fand er bei Telefónica mit der Global-SIM. „Telefónica bot uns als einziger Anbieter einen einzigen Tarif für die ganze Welt an, der zudem noch flexibel nach Nutzung abgerechnet werden kann“, sagt Guttowski. „Gerade am Anfang brauchen wir diese Flexibilität. Wir wollten zunächst keinen Pauschaltarif vereinbaren, weil wir als junges Unternehmen noch keine Erfahrung sammeln konnten, wie sich unsere Kosten entwickeln.“

Telefónica: Verlässlichkeit rund um den Globus

M2M-Sim-Karte-Smart-Meter-1000pxTelefónica brachte seine M2M-Kompetenz in das Projekt ein und erwies sich als verlässlicher Partner, der auch unternehmerisch mitdenkt.

So arbeitet heute das ArtGuardian-System rund um den Globus zuverlässig und schützt wertvolle Kunstwerke in Japan, Großbritannien und Deutschland.

Der Rahmenhersteller Halbe bietet mit seinen Protect-Magnetrahmen sogar eine Lösung, die das ArtGuardian-System bereits integriert hat. So wird direkt im Bilderrahmen überwacht, ob die Konditionen für das Kunstwerk auch stimmen.

Den Jacobssegen von Rembrandt begleitete ArtGuardian mittlerweile wohlbehütet und sicher nach Hause. Nach einer Zwischenstation in London hängt das Gemälde jetzt wieder im Museum Schloss Wilhelmshöhe – zur Freude der Mitarbeiter und der Besucher.

Wir geben den Nutzern die Kontrolle zurück

Sie besitzt mehr Daten als mancher Internetanbieter: Und Telefónica Deutschland will mehr daraus machen. Der Chef erklärt, warum und wie.

Der Mobilfunkanbieter hinter den Marken O2, E-Plus und Base will sich in den kommenden fünf Jahren zwei völlig neue Geschäftsfelder rund um die Nutzung von Daten erschließen – und mittelfristig ist sogar die Mitgliedschaft im Dax nicht ausgeschlossen. Aber das liegt in der Hand der heutigen Aktionäre. Sicher ist: Das Geschäft mit Partnern wie Aldi oder United Internet, mit Geschäftskunden wie Celesio und den vielen Millionen privaten Mobilfunkkunden will Telefónica Deutschland, der deutsche Marktführer im Mobilfunk, weiter vorantreiben.

Hier sollen die bestehenden Einheiten vor allem schneller und flexibler werden. Hinzu kommen im nächsten Jahr die beiden neuen Geschäftsfelder „Advanced Data Analystics“ (Datenanalyse) und „Internet of Things“ (Internet der Dinge). Damit will das Unternehmen seine Wertschöpfungstiefe erhöhen.

„Wir verfügen über mehr Daten als mancher Internetanbieter“, sagt der Vorstandsvorsitzende Thorsten Dirks im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Daraus müsse Telefónica Deutschland auf den Gebieten der Datenanalyse und des Internets der Dinge viel mehr machen, als dies bisher geschehe. Wie das gehen soll, hat Dirks seinen Mitarbeitern in den vergangenen Tagen auf sieben Mitarbeiterversammlungen in ganz Deutschland erklärt. Die damit verbundene neue Strategie mit dem Namen „Telefónica Deutschland 2020“ liegt der F.A.Z. in einer Zusammenfassung exklusiv vor.

Vernetzung von Geräten, Maschinen und Fahrzeugen

Dirks, der seit diesem Sommer auch Präsident des deutschen Digitalverbandes Bitkom ist, ist die Brisanz des Themas Datenanalyse mit Blick auf alle Fragen rund um Privatsphäre und Datenschutz bewusst: „Deshalb werden wir den Nutzern die Kontrolle über ihre Daten zurückgeben, die Hoheit über die Daten wird stets beim Kunden liegen“, verspricht Dirks. Es werde zahlreiche transparente Möglichkeiten zur Zustimmung und Verweigerung in Fragen der Datennutzung geben.

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Dies vorausgesetzt, ergäben sich aus der Analyse großer Datenmengen viele neue Ideen und Lösungen für alle Bereiche des digitalen Lebens, ist Dirks überzeugt – von der Mobilität über die Gesundheit, den privaten Konsum, bis hin zur öffentlichen Verwaltung. „Außerdem können wir die Datenmenge nutzen, um unseren Kunden immer bessere, auf sie zugeschnittene Produkte und Dienstleistungen anzubieten.“

Mit Blick auf das Internet der Dinge wiederum könne Telefónica von den Möglichkeiten profitieren, welche die Vernetzung von Geräten, Maschinen und Fahrzeugen eröffne. Denn diese Vernetzung wird in vielen Fällen mit der Hilfe der aus dem Mobilfunk bekannten SIM-Karten geschehen – und damit das Kerngeschäft von O2 und E-Plus berühren. „Diese Entwicklung wollen wir branchenübergreifend mit vorantreiben“, sagt Dirks.

Im Alltag kann das dazu führen, dass Autoherstellern anonymisiert Verkehrsdaten zur Verfügung gestellt werden. Oder dass einem Mietwagenunternehmen möglich werde, den Nutzern digitale Fahrtenbücher anzubieten – oder Hersteller von Kinderfahrzeugen wie Flugzeugen oder Elefanten, die häufig vor Supermärkten stehen, diese in Echtzeit überwachen können.

Das alles ist schon heute Realität. Aber zwischen solchen Polen gibt es noch viele weitere Anwendungsfälle. Nicht zuletzt dürften solche Vernetzungs-Angebote für Maschinen- und Roboterhersteller attraktiv sein, welche die bestehenden Datensilos in der Produktion aufbrechen wollen. So will Dirks Telefónica Deutschland mit seinen Produkten näher an das alltägliche Leben der Menschen heranführen. Ein Schlagwort dafür hat man auch schon gefunden: das „Onlife“ Telekommunikationsunternehmen, das für Internet-Konnektivität sorgt und Daten analysiert.

1600 Stellen bis 2018 abbauen

Einiges, was zu diesen beiden neuen Geschäftsfeldern passt, hat Telefónica schon heute im Angebot, mehr soll hinzukommen. Vom kommenden Jahr an wird alles in den entsprechenden Einheiten zusammengefasst, kündigt Dirks an. Die klassischen Geschäftsfelder wiederum bekommen künftig eine größere Eigenständigkeit, um in dem wettbewerbsintensiven Geschäft mit den beiden Hauptkonkurrenten Deutsche Telekom und Vodafone bestehen zu können.

Die Zusammenführung der bis vor 14 Monaten eigenständigen Unternehmen Telefónica/O2 aus München und E-Plus aus Düsseldorf funktioniere bisher jedenfalls gut, sagt Dirks. Man habe die neu gewonnene Marktführerschaft nicht nur verteidigt, sondern sogar ausgebaut. „Und das gilt sowohl für die Zahl der Nutzer als auch mit Blick auf den Umsatz, den wir mit jedem Kunden machen“, sagt Dirks.

Zudem habe das Unternehmen seine Profitabilität gesteigert, was zu einer Hälfte auf Synergien und zu einer anderen Hälfte auf Verbesserungen im operativen Geschäft zurückzuführen sei. Die Integration selbst schreite auch schneller voran als geplant – von den 1600 Stellen, die bis zum Jahr 2018 abgebaut werden sollen, ist die Hälfte geschafft, die Konsolidierung in den Filialen kommt voran (300 der ursprünglich 1800 Läden wurden inzwischen an Drillisch abgegeben), und von den 40.000 Mobilfunkmasten würden am Ende nur noch die 26.000 aus der Sicht des Unternehmens besten übrig bleiben. 7700 Masten seien an die Telekom übergeben worden, was für beide Seiten ein gutes Geschäft gewesen sei, sagt Dirks. Die Telekom könne mit ihnen die innerstädtische Versorgung verbessern – und Telefónica habe die Chance, diese Masten bei Bedarf später noch mal als Mieter zu nutzen.

Marktkapitalisierung von rund 16 Milliarden Euro

Die beiden Netze, die in verschiedenen Tests in der Qualität immer wieder schlechter abschneiden als die der Wettbewerber, sollen vom kommenden Jahr an zusammengeführt werden. Die veränderte Rolle, von der Angreiferposition auf den Rängen drei und vier des Marktes zum Marktführer mit insgesamt 48 Millionen Kundenzugängen (43 Millionen davon im Mobilfunk) geworden zu sein, habe das Unternehmen inzwischen angenommen, ist Dirks überzeugt.

Gerätesubventionen seien abgebaut worden. Neue, aus der Sicht von Dirks notwendige Tarifinnovationen wie zum Beispiel die Datenautomatik seien hinzugekommen. Bei dieser Automatik handelt es sich um die automatische Vergrößerung eines aufgebrauchten Datenpakets gegen einen Aufpreis – was unter den Kunden allerdings nicht auf einhellige Zustimmung stößt (F.A.Z. vom 8. Dezember).

Weithin unbekannt ist, dass man in die Zukunft von Mobilfunkmarken wie O2, Base, Blau oder Aldi Talk auch an der Börse investieren kann. Das entsprechende Unternehmen, das Dirks führt, also Telefónica Deutschland, ist mit seinen Aktien an der Deutschen Börse notiert und hat eine Marktkapitalisierung von rund 16 Milliarden Euro.

Damit würde die Gesellschaft ein Kandidat für den Aktienindex Dax – und zwar dann, wenn die ehemalige E-Plus-Muttergesellschaft, der niederländische Telekomkonzern KPN, sich von weiteren Anteilen trennt. Die Marken und der Konzernname würden präsenter, institutionelle Investoren müssten die Aktie kaufen, wenn sie Fonds oder andere Produkte anbieten, welche die Zusammensetzung des Dax abbilden. Dirks selbst will sich zu solchen Gedankenspielen nicht äußern.