5G connect conference

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5G connect conference

Telefónica gibt einen Ausblick auf die Gigabit-Netze der Zukunft

Bei der diesjährigen „connect conference“ in München war Telefónica mit zahlreichen Experten vor Ort und zeigte Chancen und Herausforderungen des zukünftigen 5G-Standards auf. Cayetano Carbajo Martín, CTO – Managing Director Networks von Telefónica, gab den Konferenz-Teilnehmern in seiner Keynote mit auf den Weg, den Rollout des neuen Mobilfunkstandards bei aller Euphorie auch differenziert zu beleuchten.

Welchen Mehrwert bringt der neue Standard sowohl Betreibern als auch Nutzern gegenüber etablierten 3G und 4G-Netzwerken? Welche Rolle spielt der aktuelle Rollout von 4G für 5G? Ist 5G eine „one network fits it all“-Lösung? Diese und weitere wesentliche Fragen hat Telefónica-CTO Cayetano Carbajo Martín am 1. Juni anlässlich einer 5G Konferenz der Fachzeitschrift connect in München beantwortet:

Foto: Lukas Barth

“We at Telefónica see the revolutionary side of 5G: The network architecture will change radically! Concepts like Network Function Virtualization (NFV) and Network Slicing will allow a more efficient use of hardware components which are the base for many innovative applications. Software defined network (SDN) based on a fiber optic network will enable a smooth rollout. This means that 4G/LTE will be the last “One network fits it all”.”

Die Mobilfunkanbieter sind sich einig

Während der 5G Konferenz hat sich eines deutlich herauskristallisiert: „Race for Peak Rates“ bringt die Mobilfunkanbieter auf dem Weg zu 5G nicht weiter

– diese Meinung vertritt nicht nur Cayetano Carbajo Martín CTO – Managing Director Networks von Telefónica, sondern auchMichael Reinartz, Bereichsleiter Innovation, von Vodafone sowie Martin Bouchard, Senior Vice President Technische Planung & Rollout, der Telekom. Im Fokus steht die User Experience: Nutzer sollen ihre Dienste störungsfrei nutzen können, beispielsweise beim Streamen von Videos oder Musik. Das muss unabhängig davon möglich sein, ob die Bandbreite 10, 100 oder 500 Mbps beträgt.

Das ist die Zukunft des Netzes

Kunden profitieren mit dem zukünftigen 5G-Netz vonniedrigeren Latenzzeiten und einer hohen Zuverlässigkeitfür besonders anspruchsvolle Applikationen. Es verbindet sämtliche digitalen Devices und zwar weit über die Vernetzung, die uns M2M-Lösungen heute bieten hinaus. Selbst die Interaktion des 5G-Mobilfunknetzes mit anderen Netzwerken wie WiFi und LTE sind dann möglich. Wirtschaftlich ist das neue Gigabit-Netz ebenfalls. DerEnergieverbrauch lässt sich insbesondere bei IoT-Anwendungen massiv reduzieren. Einige Anwendungen werden in Zukunft mehr als zehn Jahre mit nur einer Batterie auskommen. Auch wenn noch niemand alle zukünftigen Use-Cases voraussagen kann, eröffnen sich mit 5G drei bedeutende neue Geschäftsfelder:

Cayetano Carbajo Martín, CTO – Managing Director Networks
Foto: Jörg Borm

Cayetano Carbajo Martín ist überzeugt, dass Telefónica maßgeblich den Wandel zu 5G vorantreiben wird:

“Telefónica is very optimistic that we as a mobile communication provider will always be able to make a difference by offering our long-term industry experience, valid client contacts and connectivity as managers of big networks. And: Telefónica as a provider with a high level competence will be part of the new ecologic system”.

Ein erstes Gefühl in Richtung 5G vermittelt das Münchener Tech City-Projekt von Telefónica: Das 4,5G-Hochgeschwindigkeits-Mobilfunknetz dient derzeit auch als Test- und Forschungsumgebung für den zukünftigen Standard.

Anwendungen, die gleichzeitig geringe Latenzzeiten und hohe Übertragungsraten benötigen, werden in dem Pilotnetz auf ihre Praxistauglichkeit getestet. Die leistungsfähige Systemtechnik stellt der langjährige Technologiepartner Huawei bereit. Bei diesem Münchener Tech City-Projekt gelang es den beiden Unternehmen Ende Februar 2017, weltweit erstmals in einem Feldversuch Massive MIMO im Frequenzbereich um 3,5GHz Ende zu Ende einzusetzen und erzielte eineDatenübertragungsgeschwindigkeit von 650 Mbps. Mit der Zusammenlegung von fünf lizensierten LTE-Frequenzbändern verzeichneten die Unternehmen Anfang März den nächsten Erfolg indem sie eine maximale Peak-Downloadrate von 1,65 GBit/s erreichten. Gemeinsam bereiten die beiden Treiber der Digitalisierung in Deutschland den Weg zu 5G.

Ein weiteres Großprojekt setzen Telefónica und Ericsson auf der A9 zwischen München und Nürnberg um. Mit 5G Connected Mobility arbeiten sie an der vernetzten Mobilität der Zukunft. Reale Anwendungsumgebungen bieten die optimale Voraussetzung für praxisnahe Tests. Damit wird die Autobahn zum digitalen Testfeld für Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation in Echtzeit.

Dimension des digitalen Wandels

Von All-IP bis Narrowband-IoT: Über Treiber und Dimensionen des digitalen Wandels.

Der digitale Wandel bündelt drei Strömungen: die Digitalisierung, die Vernetzung und die Mobilität. Jede dieser Entwicklungen verursacht erhebliche Veränderungen auf allen Ebenen von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Jetzt sind wir an einem Punkt angelangt, an dem diese drei ineinandergreifen und traditionelle Abläufe disruptiv verändern können. Das gilt insbesondere für die Wirtschaft und ihre Prozesse.

Inhalt meiner zahlreichen Gespräche mit Vertretern des Mittelstands auf der diesjährigen CeBIT war fast immer die Veränderung im Zuge der Digitalen Transformation. In den Gesprächen wurde vor allem deutlich:

Der Mittelstand hat die auf sie zukommenden Herausforderungen zum großen Teil erkannt und sucht nach neuen Vernetzungsmöglichkeiten und Ideen für die Weiterentwicklung ihrer Herstellungsprozesse, Produkte und Dienstleistungen auf Basis der Digitalisierung.

Der Herstellungsprozess in mittelständischen Betrieben wird heute meist vom Produktionsverantwortlichen selbst isoliert gehandhabt. Dabei gibt es unterschiedlichste Störfaktoren: Maschinenausfälle, fehlende Rohstoffe oder Bestellprozesse können den geplanten Produktionsablauf beeinflussen. Um hier aus einem reaktiven in einen aktiven Modus zu gelangen, ist es notwendig, realistische Daten der Produktion digital zu erfassen, auszuwerten und zukünftigen Planungen zu Grunde zu legen. Das bedeutet, dass die Digitalisierung aller Produktionsdaten und die Vernetzung aller Produktionsmaschinen, Standorte und Logistikketten nötig ist.

Der digitale Wandel und seine Dimension wird besonders im Bereich des sogenannten Internet of Things (IoT) deutlich: Die Bandbreite neuer Produktentwicklungen zeigt, dass zahlreiche Mittelständler die Transformation bereits in die Realität umsetzen. Der Markt des Internets der Dinge gewinnt immer rasanter an Größe, da beispielsweise schmalbandige Übertragungstechniken ganz neue Anwendungsfelder eröffnen, von der Frachtüberwachung in der Logistik über drahtlose Überwachungssensorik von Anlagen bis hin zu Smart Metering-Lösungen.

Welche Felder werden dieses Jahr den digitalen Wandel vorantreiben?

IoT-Evolution durch NB-IoT: Mit dem Narrowband Internet of Things (kurz: NB-IoT) stehen wir am Anfang einer Evolution im Bereich des Internets der Dinge. Nachdem die Standardisierung für diese Technologie Ende letzten Jahres abgeschlossen wurde, nimmt das Thema insgesamt an Fahrt auf. Analysten schätzen, dass bis zum Jahr 2023 rund drei Milliarden Geräte über NB-IoT verbunden sein werden. Die Narrowband-Anbindung ist eine kostengünstige Lösung mit niedrigem Energiebedarf sowie hoher Gebäudedurchdringung und Reichweite. Von Lokalisierungsanwendungen in der Logistik über digitale Sensorik an abgelegenen Orten und intelligente Infrastrukturservices in unseren Großstädten bis hin zu flächendeckenden Smart Metering-Lösungen sind nutzenorientierte Anwendungen denkbar oder bereits auf den Weg gebracht. Die Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M), wie sie gerade in der Vernetzung von Lieferanten, Produktion und Kunden immer stärker an Bedeutung gewinnt, sowie die Datenanalyse werden die digitalen Geschäftsmodelle weiter vorantreiben.

Netztechnologie verändert sich – das Ende von ISDN kommt näher: Der digitale Wandel zeigt sich aber auch in der kommunikativen Infrastruktur, von der die Unternehmen unmittelbar abhängen – dem Festnetz. Um ihre Herstellungs- und Dienstleistungsprozesse zukunftssicher zu machen, haben Mittelständler akuten Handlungsbedarf bei ihrer Festnetzanbindung. Hintergrund ist, dass bis 2018 alle ISDN-Anschlüsse durch die Deutsche Telekom gekündigt und einheitlich auf IP-Telefonie umgestellt werden. Bisher haben sich viele Mittelständler mit dem Thema wenig oder überhaupt noch nicht auseinandergesetzt. Das ist erstaunlich, da für nahezu alle Unternehmen das Festnetz eine der wichtigsten Voraussetzungen reibungsloser Geschäftsprozesse ist.

Partnerschaften: Aus meiner Sicht sind gerade Partnerschaften der zielführende Weg, um in einem durch den digitalen Wandel geprägten Umfeld langfristig erfolgreich bleiben zu können. Nur eine Bündelung unterschiedlicher Kompetenzen und verschiedener Partner führt zum Erfolg. Telefónica Deutschland bringt beispielsweise bei Mobil- und Fixnet-Lösungen, M2M-Kommunikation und Datenanalysen seine Erfahrung und seine Kompetenzen für Partnerschaften mit dem Mittelstand ein. Wir vernetzen nicht einfach nur Menschen oder Maschinen, sondern stellen zudem Kunden und Partnern das Know-how für die Veränderungen durch den digitalen Wandel bereit.