Digitalisierung leistet entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit

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Digitalisierung leistet entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit

Natürlich verbrauchen Computer, Smartphones und Internet Strom. Aber sie helfen auch, unseren Ressourcenverbrauch an anderer Stelle entscheidend zu senken. Richtig gemacht, trägt die Digitalisierung entscheidend zum nachhaltigen Leben und Wirtschaften bei.

Prof. Tilman Santarius, Pauline Brünger, Rainer Kohns, Markus Haas, Rita Schwarzelühr-Sutter, Ali Aslan

Die Laufzeit von Smartphones führt uns wie kein anderes Thema klar vor Augen, was moderne Kommunikation und IT brauchen: Strom. Längst hat jeder seine eigene Strategie entwickelt, über den Tag zu kommen, ohne dass der Bildschirm mangels Energie schwarz bleibt. Doch was für jede Verbraucherin und jeden Verbrauchern zur täglichen Herausforderung gehört, ist auf die gesamte Informationstechnik bezogen zu einer gewaltigen Aufgabe geworden: Die meisten Informationen und Services auf dem Smartphone werden nur möglich, weil sie per Mobilfunk und Internet auf Server rund um den Globus zugreifen können. Allein die mehr als 50.000 Rechenzentren in Deutschland verbrauchten 2018 14 Milliarden Kilowattstunden Strom – 2,7 Prozent des gesamten Strombedarfs hierzulande. Das haben Wissenschaftler im Projekt TEMPRO (Total Energy Management for Professional Data Centers) errechnet. Sie gehen davon aus, das bis 2030 der Strom- und Ressourcenbedarf von Rechenzentren um mehr als 50 Prozent steigt – trotz aller Effizienzgewinne neuer Technologien.

Doch dem scheinbar unstillbaren Hunger nach Energie stehen auch nachhaltige Nutzen gegenüber. So sagte Margrethe Verstager, Vizepräsidentin der EU-Kommission, zur Vorstellung des Programms zur klimaneutralen EU, dass der Kampf gegen den Klimawandel wohl nur mit der Digitalisierung zu gewinnen sei. Big Data und künstliche Intelligenz liefern vielfach erst die Entscheidungsgrundlage, wie Klima und Umwelt nachhaltig geschützt werden können. Und Telefonate, Chats, Videokonferenzen und Datenaustausch ersetzen viele Reisen und Transporte – und die physische Fortbewegung erfordert immer mehr Energie als der elektronische Transport von Bits und Bytes.

Effizienzmaschine ersten Ranges

Das unterstreicht auch der Nachhaltigkeitsforscher Tilman Santarius. Auf einer Diskussionsveranstaltung im Basecamp von Telefónica Deutschland in Berlin bezeichnete er die Digitalisierung als „Effizienzmaschine ersten Ranges“. Optimierte Logistik, konstante Verkehrsflüsse und Smart Home-Lösungen würden helfen, Energie zu sparen. Mehr Effizienz dürfe jedoch nicht zu einer höheren Nachfrage nach Energie oder bestimmten Gütern führen, mahnte Santarius. Dieser „Rebound Effekt“ müsse verhindert werden.
Deshalb tragen Anbieter und Anwender der Informations- und Telekommunikationstechnologien Verantwortung dafür, ihre Nachhaltigkeit zu verbessern. Das fordert auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die dafür rund 70 Maßnahmen in einer „umweltpolitischen Digitalagenda“ zusammengestellt hat.

Tilman Santarius, Professor für Sozial-Ökonomische Transformation an der TU Berlin

Telefónica nimmt auf vielen Ebene seine Verantwortung dafür wahr, die Digitalisierung nachhaltig zu machen. So sagte der Chef von Telefónica Deutschland, Markus Haas auf der Digitalkonferenz DLD Anfang des Jahres, dass sein Unternehmen bereits seit 2016 nur Grünstrom nutze. Und er unterstrich, dass neue Technologien es künftig möglich machen würden, den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich zu reduzieren. Dazu gehöre auch der neue Mobilfunkstandard 5G.

Niedrigenergietechniken für das IoT

Im Internet der Dinge gibt es auch bereits aus Anwendersicht einen wichtigen Antrieb, den Stromhunger zu senken: Viele Sensoren können nicht direkt mit dem Stromnetz verbunden werden. Sie sind auf Batterien, Akkus oder andere begrenzte Energiequellen angewiesen. Damit sie möglichst lange ohne manuellen Eingriff arbeiten können, brauchen sie Kommunikationstechnologien, die mit wenig Strom auskommen. Dafür hat Telefónica in seinem Mobilfunknetz die beiden Niedrigenergietechniken (LPWAN, Low Power Wide Area Network) Narrowband-IoT und LTE-M gestartet. Sie ermöglichen den Batteriebetrieb von IoT-Geräten von mehreren Jahren.

Telefónicas Podcast zu 5G: „M5G – Mein 5G“

Weitere Informationen und spannende Diskussionen, gibt es auch in unserem Podcast zu 5G. Mit Gesprächspartnern aus den unterschiedlichsten Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft, werden die neuen Möglichkeiten von 5G eingehend beleuchtet.

Folge 1
Ist 5G der Wegbereiter für eine „grüne“ Digitalisierung? Oder resultieren aus der Technologie neue Herausforderungen? Dazu spricht Joachim Sandt, Umweltbeauftragter bei Telefónica Deutschland, mit Pauline Brünger von Fridays for Future und dem Klimaexperten Prof. Dr. Tilman Santarius.

So sehen die Vorteile von 5G aus

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So sehen die Vorteile von 5G aus

Der neueste Mobilfunkstandard 5G ist in aller Munde. Große Hoffnung werden auf die Technik gesetzt. Sie soll nicht nur etwa den Download von Videos beschleunigen, sondern gilt auch als Grundlage für autonomes Fahren und die massive Verbreitung des Internets der Dinge. Aber wie kommt es zu den besonderen Vorteilen, die 5G bringt? Unsere Infografik erklärt’s.

Wichtige Größen für Mobilfunkanwendungen sind Bandbreite und Latenz. Die Bandbreite zeigt an, wie viele Daten innerhalb einer Zeiteinheit übertragen können. Diese Größe kennen Sie von Ihrem DSL- oder Mobilfunkvertrag – 25 oder 50 Megabit pro Sekunde sind im DSL-Bereich nicht unüblich, im Mobilfunk werden derzeit auch schon bis zu 225 Megabit pro Sekunde im 4G-Netz (LTE) erreicht. Die Latenz benennt die Verzögerung, die durch die eigentliche Datenübertragung entsteht. Sie ist also eher eine Größe für die Geschwindigkeit, mit der einzelne Bits und Bytes transportiert werden. Die Latenz im 4G-Netz liegt typischerweise zwischen 35 und 50 Millisekunden. Es vergeht also knapp eine zwanzigstel Sekunde, bis man eine Reaktion auf eine Eingabe am Smartphone zurückerhält.

Bei beiden Größen ermöglicht der neue Mobilfunkstandard 5G Verbesserungen. In einem Feldtest hat Telefónica mit Projektpartner Spitzendatenraten von 16 Gigabit pro Sekunde erreicht. Und die Latenzzeit kann 5G bis auf eine tausendstel Sekunde drücken.

Die wenigsten Anwendungen benötigen nicht wirklich diese Spitzenwerte. Um das 5G-Netz optimal nutzen zu können, lassen sich durch „Network-Slicing“ eine Vielzahl von Netzebenen separieren, in denen unterschiedliche Anwendungen laufen. So können die Anforderungen an die Datenübertragung an die Nutzung angepasst werden.

Dritte wichtige Größe im Mobilfunk ist die Frequenz. Sie entscheidet über mögliche Bandbreite und Reichweite: Hohe Frequenzen können viele Daten gleichzeitig übertragen, sie reichen jedoch nicht soweit, niedrige Frequenz hingegen ermöglichen eine große Reichweite.

Telefónica hat mit dem Aufbau seines 5G-Netze begonnen. Bis Ende 2021 sollen große Teile von Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt mit 5G von Telefónica versorgt sein, bis Ende 2022 sollen 30 Großstädte mit insgesamt 16 Millionen Einwohnern erreicht werden.

Welche Elektroautos passen zu meiner Firma?

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Welche Elektroautos passen zu meiner Firma?

Die Umstellung eines Firmenfuhrparks auf Elektromobilität erfordert gute Planung, damit Ladeinfrastruktur, Reichweite und Kosten passen. Telefónica-Partner Geotab, weltweiter Marktführer im Bereich Telematik, hat ein Tool entwickelt, das die Nutzung eines bestehenden Fuhrparks analysiert und passende Vorschläge für den Umstieg auf die Mobilität der Zukunft macht.

Wird über Elektromobilität diskutiert, geht es schnell vor allem um die Reichweite aktueller Fahrzeugmodelle. Dabei ist das Thema eigentlich etwas überbewertet: Einer aktuellen repräsentativen Befragung zufolge, die der Energieversorger E.on bei Statista in Auftrag gegeben hat, fahren mehr als 70 Prozent der Autofahrer maximal 50 Kilometer am Tag. Weitere 17 Prozent kommen auf eine tägliche Fahrleistung von 50 bis 100 Kilometern. Das ist weit weniger als die typische Reichweite vieler E-Autos. Die liegt so etwa bei 150 bis 300 Kilometer, einige Modelle knacken sogar die 500-Kilometer-Marke.

Doch alle Spekulationen über die benötigte Reichweite eines neuen Batterie-Autos helfen nicht, wenn man dann doch einmal wegen zu geringer Ladekapazität liegen bleibt oder mehr Zeit fürs Nachladen einplanen muss. Was im Privatleben vielleicht noch akzeptabel sein kann, ist für die meisten Unternehmen wohl inakzeptabel: Wer unterwegs zu Kunden ist, will die sensible Beziehung nicht gefährden, sondern zuverlässig und pünktlich ankommen.

Trotzdem wollen viele Unternehmen in die neue Art der Mobilität einsteigen. Ihr Ziel: den Kohlendioxidaustausch durch ihre Geschäftstätigkeit senken und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. „Die Umstellung einer Flotte auf Elektromobilität ist jedoch keine leichte Aufgabe. In einem wachsenden Markt für Elektrofahrzeuge müssen Flottenmanager herausfinden, welche Modelle am besten zu ihren Anforderungen passen. Dabei geht es sowohl um die Reichweite, um lokale Wetter- und Straßenverhältnisse, Änderungen im Fahrverhalten als auch um Budgetfragen“, sagt Klaus Boeckers, Director Central & Eastern Europe bei Geotab, weltweiter Marktführer im Bereich Telematik.

Geotab hat deshalb EVSA (Electric Vehicle Suitability Assessment, Eignungsbewertung für Elektrofahrzeuge) entwickelt. Das Tool setzt auf die Telematikplattform von Geotab auf, für die Telefónica sein Mobilfunknetz bereitstellt und als Smart Mobility vertreibt: EVSA analysiert Fahrzeug- und Nutzungsdaten, die über den Geotab-Dongle an der OBD2-Schnittstelle des Fahrzeugs erfasst und per Mobilfunk an die Geotab-Software fürs Flottenmanagement weitergegeben werden. Damit kombiniert werden externe Daten von Fahrzeugmodellen mit Elektroantrieb. EVSA schlägt dann geeignete E-Autos vor, berechnet das Einsparpotenzial und bewertet die mögliche Reduktion des CO2-Ausstoßes. Das Tool empfiehlt ausschließlich Elektrofahrzeuge, die alle Anforderungen eines Unternehmens erfüllen und finanziell tragfähig sind – so erhalten Unternehmen eine solide Entscheidungsgrundlage für die Elektrifizierung ihrer Fahrzeugflotten.

Eine weitere Herausforderung bei der Elektrifizierung von Unternehmensfuhrparks adressiert das Münchner Unternehmen eeMobility: Es übernimmt für Unternehmenskunden Installation, Stromversorgung und Betrieb von Ladesäulen, sowohl am Unternehmensstandort als auch bei Mitarbeitern mit Dienstwagen an deren Zuhause. Um Ladevorgang und günstige Grünstrompreise an der Leipziger Strombörse zu synchronisieren, steuert eeMobility seine Anlagen über das Mobilfunkangebot von Telefónica. So wird E-Mobilität grün und wirtschaftlich.

Erfahren Sie mehr zur Smart Mobility Komplettlösung von Telefónica.