„Fifth Screen“ – Wie autonomes Fahren unseren Medienkonsum verändern wird

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Fifth Screen
Wie autonomes Fahren unseren Medienkonsum verändern wird

Die 5G-Lizenzen sind in Deutschland noch gar nicht final versteigert. Im Hintergrund jedoch wird schon länger an vielen Fronten rund um die neue Mobilfunktechnologie geforscht und entwickelt. Ein Projekt von Telefónica zeigt nun warum und wie 5G autonomes Fahren ermöglicht und zugleich unser Online-Verhalten revolutioniert.

Talavera de la Reina ist ein (bisher) eher unbekanntes und unscheinbares Örtchen im Südosten von Madrid. Wer sich jedoch für Zukunftstechnologien interessiert, sollte in den Straßen von Talavera de la Reina besonders genau hinschauen. Denn der Ort ist Teil des Projekts 5G Technological Cities, das im vergangenen Januar von Telefónica ins Leben gerufen wurde.

Das Ziel: Zusammen mit Segovia soll Talavera in ein lebendiges 5G-Labor verwandelt werden. Diverse 5G-Anwendungsfälle werden hier in der Praxis getestet, um so wichtige Erkenntnisse für internationale Einsätze zu generieren.

Telefónica testet autonomes Fahren mit Zusatz-Features

Einer dieser Anwendungsfälle ist ein elektrischer Kleinbus der französischen Firma EasyMile (Modell „EZ10“). Das Besondere in diesem Projekt: Dank 5G-Konnektivität fährt der Kleinbus nicht nur autonom, sondern ermöglicht es den Passagieren zeitgleich datenintensive Internetanwendungen ohne Verzögerungen oder lange Ladezeiten durchzuführen.

Möglich macht dies eine Zusammenarbeit der Firmen EasyMile (Pionierunternehmen für autonome Fahrzeuglösungen), CarMedia Solutions (spanisches Startup, verfolgt die Vision einer Infotainment-Plattform für neue Smart Mobility Konzepte), Ericsson (Anbieter für Kommunikationtstechnologie, stellte 5G-Terminal und -Antenne zur Verfügung) und Telefónica (ermöglichte als Netzbetreiber 5G-Abdeckung).

5G ermöglicht noch viel mehr als autonomes Fahren

Erste Tests zeigten, dass autonomes Fahren dankt 5G nicht nur möglich wird, sondern die Leistungsfähigkeit des neuen Standards zugleich weitere, neue Möglichkeiten für den Fahrgast schafft. Konkret heißt das: 5G ist schnell und leistungsstark genug, um während der Fahrt zugleich Videostreaming, Daten-Download und -Upload und andere datenintensive Anwendungen zu ermöglichen.

Aufs Erste mag diese Info vielleicht nicht erstaunen. Auf den zweiten Blick jedoch sehr wohl! Denn man muss wissen, dass autonomes Fahren über Sensoren täglich bis zu 4 TB (entspricht 4.000 Gigabyte) an Daten generiert und mobil übermittelt – und dies mit einer sehr niedrigen Latenzzeit. Währenddessen bei voller Fahrt High-Definition-Inhalte zu streamen ist somit durchaus ein großer Schritt.

So kann Smarte Mobilität unser Medienverhalten verändern

Im Fall des EasyMile-Kleinbusses in Talavera de la Reina konnten die Passagiere über die CarMedia-Plattform exklusiven, georeferenzierten Tourismus-Content von Movistar+ genießen.

Während der fahrerlosen Fahrt durch die Stadt, wurde auf einer Leinwand ein wahres Multimedia-Erlebnis geboten, das sich direkt auf die Umgebung bezog und vorbeiziehende Lokale, Sehenswürdigkeiten und Shops erklärte. Auch digitale Dienste, wie etwa Zugriff auf ein virtuelles Büro, wurden geboten, sodass remote arbeiten im Auto simuliert werden konnte.

Was bedeutet „Fifth Screen“?

Möglichkeiten wie diese sind es, die Tech-Experten und -Unternehmen wie CarMedia Solutions davon überzeugen, dass das Auto nach Fernseher, Kino, PC und Smartphone zum „Fifth Screen“ wird. Damit ist gemeint, dass vernetzte Screens in Fahrzeugen zu einem weiteren von uns alltäglich gebrauchten Device werden und so unser Lebensweise verändern.

Schätzungen zufolge wird es bis 2022 etwa 10 Millionen autonome Fahrzeuge geben. Ein Großteil von ihnen wird rund um die Uhr Passagiere abholen und könnte damit eine Gesamt-Nutzungsdauer von schätzungsweise rund 200 Millionen Stunden pro Tag generieren.

Wann das Szenario eines „Fifth Screen“ im autonomen Straßenverkehr jedoch tatsächlich zu unserem Alltag gehört, wird in erster Linie vom Ausbau des 5G-Standards abhängen. Ihn flächendeckend bereitzustellen, wird Jahre dauern. Für eine urbane Nutzung könnten jedoch Städte, Kommunen und Wirtschaft entscheidende Treiber sein und die Entwicklung beschleunigen.

Blick hinter die Kulissen: Zu Besuch im Telefónica Service Integration Center

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Blick hinter die Kulissen:
Zu Besuch im Telefónica Service Integration Center

An kaum einem anderen Ort wird einem der immense Aufwand zur Bereitstellung einer Telekommunikationsverbindung derart bewusst wie im Telefónica Service Integration Center. Werfen Sie mit uns einen Blick in dessen heiligen Hallen!

Eine Telekommunikationsinfrastruktur ist ein Gebilde, das sich nur schwer greifen und vorstellen lässt. Für den Volksmund ist es schlichtweg „das Netz“. Doch was man gerne vergisst und oder auch nie so wirklich vor Augen hat: Dahinter verbirgt sich ein riesengroßer Apparat an Hardware, verschiedene Netztechnologien und noch mehr Sicherungssysteme.

Wann immer beispielsweise ein neues Device, wie das neue Apple iPhone, das neueste Samsung Galaxy oder das Huawei Mate X, auf den Markt kommen, müssen deren Netzverbindungen ausgiebig getestet werden.

Ebenso wenn ein neuer Netz-Standard eingeführt wird. Das ist zum Beispiel dieses Jahr nach der Versteigerung der 5G-Lizenzen der Fall. Sämtliche Szenarios müssen dann durchgespielt werden.

Und natürlich nicht zu vergessen die Problembehebung. Wann immer unsere Kunden Beeinträchtigungen beklagen, wollen wir als Anbieter diese natürlich nachvollziehen. Dazu müssen wir die genauen Umstände nachkonstruieren.

Für diese drei Szenarien (und zahlreiche weitere Testvarianten) gibt es das Telefónica Service Integration Center – eines in Hamburg mit Schwerpunkt Festnetz-Tests und eines in München für Mobilfunknetz-Tests.

Bis vor drei Jahren lag zweiteres noch im Keller des Münchner o2 Downtown Gebäudes. Abgeriegelt vom restlichen Geschäftstreiben im Haus ging hier in die Praxis, was in den Stockwerken darüber geplant wurde. Doch mit den steigenden Anforderungen wurden die Räumlichkeiten zu klein und mit dem Umzug in den Tower entschieden, eine eigenständige Lokation für die Testaktivitäten aufzubauen.

Rundgang durchs Telefónica Service Integration Center

Eigentlich ist das Telefónica Service Integration Center nicht für Besucherverkehr zugänglich. Für den IoT Blog wurde jedoch eine Ausnahme gemacht und Axel Kindermann, Leiter des Münchener Labors, empfing Jürgen Pollich, Head of Business M2M/IoT bei Telefónica Deutschland, und sein Team zu einer exklusiven Führung.

Los geht’s im Besprechungsraum. Unser Blick wandert sofort aus dem Fenster und direkt auf eine riesige Rückkühler-Anlage. Ihre zwei redundanten Außenrückkühler mit einer Gesamt-Kühlleistung von 1,6 MegaWatt und einem Gewicht von je 11 Tonnen ist nötig, um die in den Rechenhallen entstehende Hitze herunterzukühlen. Links hinter dem Fenster geht die Anlage weiter.

Nicht nur für „Techies“ ist der Blick ins Telefónica Service Integration Center ein Erlebnis

Schon der erste Eindruck beantwortet die Frage, warum der Keller im o2 Downtown Gebäude zu klein wurde und das Lab vor zwei Jahren in eine ehemalige Lagerhalle umziehen musste. Von außen lässt sich nicht ansatzweise erahnen, was sich hinter der schmucklosen Lagerfassade verbirgt.

Wie eine Klinik für Telekommunikation

Auf einer Gesamtfläche so groß wie ein Fußballfeld verteilen sich vier Hauptbereiche. Das Leben findet im Erdgeschoss statt. Hier ist die Testhalle, in der Telekommunikationsexperten aus aller Welt mit Hilfe von Computern, Funkschirmboxen und diversen technischen Hilfsgeräten sämtliche Szenarien durchprüfen.

Blick in der Testerhalle. Clever: Die weißen Platten an der Decke sind an die Klimaanlage des Data Centers verbunden und dienen so als energiesparende Heizung im Winter, im Sommer hingegen kühlen sie den Raum

„Das hat definitiv Silicon Valley Flair“, stimmt Jürgen Pollich seinen Kollegen zu. Pollich ist bereits seit Jahren bei der Telefónica. Und vom Service Integrations Center war auch er sichtlich beeindruckt. Alles ist hier auf dem neuesten Stand der Technik:

Eines der wichtigsten Arbeitsgeräte der Tester ist nicht viel größer als ein Schuhkarton. Sein Name: „Schirmbox“. In dieser Box wird das zu testende Mobilfunkgerät gelegt und in kleinstem Raum exakt jene Mobilfunknetz-Bedingungen simuliert, die es zu testen gilt. Die Daten werden am Laptop ausgewertet und helfen so dabei, Gründe für Fehler oder Abweichungen zu identifizieren.

Axel Kindermann (Lead of Testing and Accreditation bei Telefónica Deutschland) zeigt, wie die effiziente Stromnutzung durch smarte Steuerung kontinuierlich optimiert wird. Auch Infos zu Strahlung und Konnektivität sind auf den digitalen Anzeigen jederzeit einsehbar.

„Etwa 40 bis 50 Tester aus circa 15 Nationen arbeiten im Testlabor“, erzählt Axel Kindermann. Für viele Telefónica-Mitarbeiter bilden sie das Rückgrat des Unternehmens. Eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit mit ihnen ist essentiell, um die neuesten Netz-Technologien permanent zu optimieren.

Klinische Ordnung und Sauberkeit in allen Ecken

Unter den Testern liegen drei Rechen-Hallen – jede in etwa so groß wie ein Handballfeld. Und egal, wohin man hier schaut: Jeder Gang, jeder Schrank, jedes Rack, jedes Kabel ist penibel ordentlich und sauber beschriftet, geordnet und sortiert. So sehr man sich auch bemüht: Im Telefónica Service Integration Center findet man nichts, was nicht einen angestammten Platz hat und einem klaren Zweck dient.

Passt nur hochkant aufs Bild und kennt man eigentlich nur von Hausdächern: eine Mobilfunk-Antenne. Diese hier dient nur den Anschauungszwecken. Die eigentlichen Funksignale (2G / 3G / 4G) werden den Testern über die Schirmboxen zur Verfügung gestellt. Mit den verfügbaren Elementen könnte eine Großstadt versorgt werden. Diese sind aber einzig und allein für die Versorgung des Telefónica Service Integration Center mit einem eigenen Mobilfunknetz im Einsatz.

Sieht aus wie eine Anlieferung, ist es aber nicht: In diesem Anhänger befindet sich eine mobile Klimaanlage.

Raum Nummer 1, den es hoffentlich nie braucht: Im Feuer-Fall haben Mitarbeiter 30 Sekunden Zeit die Serverräume zu verlassen, dann werden jene Bereiche, in denen es brennt, unter Hochdruck mit Stickstoff aus diesen Flaschen geflutet. Dadurch wird nicht nur das Feuer schnell gelöscht, sondern zugleich die noch nicht abgebrannte und im Raum befindliche Technik gerettet.

Raum Nummer 2, den es hoffentlich nie braucht: Fällt der Strom mal aus, wird das Lab mit Hilfe von 480 Batterien notstromversorgt.

Übrigens: Auch Ihr Unternehmen kann eine solche Testumgebung nutzen!

Nicht nur für Telefónica als Telekommunikationsanbieter ist ein hochmodernes Test-Labor wie das Telefónica Service Integration Center von größter Wichtigkeit, wenn es darum geht, die Marktreife und Betriebsstabilität von Verbindungstechnologien sicherzustellen.

Auch Unternehmen, die an einer eigenen IoT/M2M-Lösung arbeiten und oder sich derzeit mit dem Thema 5G beschäftigen, sind in der Planungs- und Testphase auf eine solche Infrastruktur angewiesen.

Telefónica steht hierbei seinen Geschäftskunden mit Rat und Tat zur Seite. Neugierig? Kontaktieren Sie uns hier!

Das Internet der Dinge wird sicherer

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Das Internet der Dinge wird sicherer

Das Internet der Dinge ist auf der Überholspur – und ebenso schnell entwickeln sich derzeit Sicherheitstechnologien. Wir halten Sie auf dem Laufenden und informieren Sie über zwei neue Sicherheitsstandards, welche die Zukunft des „IoT“ sichern sollen. Außerdem fassen wir spannende Neuigkeiten von der internationalen Cybersecurity-Messe „RSA Conference 2019“ in San Francisco für Sie zusammen.

Neue Technologien birgen zugleich auch neue Risiken – ganz besonders, wenn die Gefahren noch nicht umfassend bekannt oder analysiert sind. Aus diesem Grund bedarf es Normen, Standards und Vorschriften. Sie vermitteln die Risiken und informieren Designer, Hersteller und Ingenieure darüber, welche Maßnahmen sie ergreifen sollten, um Gefahren zu reduzieren.

Zwei neue IoT-Normen, die jeder Unternehmer kennen sollte

Damit diese Standards und Normen auch greifen, ist es wichtig, dass sie stets zeitgemäß sind. Das betrifft natürlich auch sämtliche Entwicklungen rund um das Internet der Dinge. Und so wurden erst kürzlich zwei neue, für Unternehmen sehr relevante Normen veröffentlicht: die erste internationale Norm ISO / IEC für das Internet der Dinge und eine technische Spezifikation von ETSI für IoT-Geräte und -Dienste für die breite Öffentlichkeit.

Was normiert ISO / IEC 30141?
Die neue ISO / IEC Norm trägt die Nummer 30141. Sie legt ein gemeinsames Vokabular für das Design von IoT-Produkten fest und soll so die Entwicklung von Systemen ermöglichen, die zuverlässiger, sicherer, geschützter, datenschutzfreundlicher potentiellen Cyberangriffen gegenüberstehen. Es schließt sich den mehr als 600 internationalen Standards an, die darauf warten, überprüft zu werden und die Industrie 4.0 zu regulieren.

Was regelt ETSI TS 103 645?
Was die technischen Spezifikationen von ETSI (ETSI TS 103 645) betrifft, so handelt es sich um eine Norm, die eine Reihe von Sicherheitsanforderungen für IoT-Produkte für die breite Öffentlichkeit festlegt, um eine Grundlage zu schaffen, auf der die zukünftige Zertifizierung aufbaut.

Zu den wichtigsten enthaltenen Anforderungen gehört das Verbot von Standardkennwörtern für alle Geräte (z. B. admin / admin). Eine weitere Anforderung ist, dass es einen offiziellen Kanal geben muss, über den Benutzer Schwachstellen an Hersteller melden können.

Wo die Welt über Sicherheit spricht: RSA Conference 2019

Die wichtigsten Akteure der Technologiebranche sind sich der Bedeutung von Sicherheit bewusst. Im März dieses Jahres fand daher in San Francisco wieder eine der wichtigsten Cybersecurity-Events statt: die „RSA Conference 2019“ – eine Fachmesse, an der jährlich Technologieunternehmen aus aller Welt teilnehmen. Über 600 Aussteller und über 500 Speaker teilten hier mit rund 50.000 Besuchern Meinungen, Fortschritte und Ideen zu Themen rund um Tech-Security.

Auch Telefónica war – bereits zum vierten Mal in Folge – vor Ort und stellte eine Vielzahl seiner neuesten und innovativsten IoT-Produkte, wie etwa CapaciCard, Stela FileTrack und Dinoflux, vor. Ihnen sollen diese nicht vorenthalten bleiben:

CapaciCard bietet Schutz gegen Datenmissbrauch durch Dritte

CapaciCard ist eine Plastikkarte, mit der sich Einkäufe (online wie offline) um einiges sicherer durchführen lassen. Mit ihr lassen sich die Käufer eindeutig authentifizieren, identifizieren und autorisieren, um so den Missbrauch durch Dritte zu verhindern. Für die Authentifizierung bei verschiedenen Providern braucht es dabei nur diese eine Karte. Darüber hinaus können CapaciCard-Besitzer ihre Sicherheit optimieren, indem sie die Karte mit ihren am häufigsten verwendeten Devices abgleichen.

Die Technologie basiert auf Multitouch-Bildschirmen. Diese sind bereits für fast alle Mobiltelefone und Laptops verfügbar und erlauben Verifizierungen ohne zusätzliche Hardware, Bluetooth, NFC oder andere Verbindungsarten.

Stela FileTrack verschafft Überblick über sensible und vertrauliche Daten

Viele Unternehmen haben Probleme mit der Verwaltung ihrer tausenden an gespeicherten Dokumenten. FileTrack ist die perfekte Lösung, um Dokumente zu finden und zu klassifizieren, die vertrauliche, sensible und/oder persönliche Informationen enthalten. In einer eigenen Ebene zur Rückverfolgung lässt FileTrack online die gesamte Historie der sensibelsten Unternehmens-Dokumente nachverfolgen.

Dinoflux erkennt Cyberangriffe und lernt aus ihren Vorgehensweisen

Auch eine „Honeypot IoT“ Lösung zählt zu den von Telefónica vorgestellten Produkten! Das System von Dinoflux besteht dabei aus einer Reihe von IoT-Geräten (z. B. Router, IP-Kameras, Sensoren verschiedener Art …), die mit dem Internet verbunden und Angreifer bewusst auf eine falsche Fährte locken (Experten bezeichnen diese als „Honeypot“).

Bei Cyberangriffen sammeln die Systeme automatisch Informationen über Angriffstechniken und -verfahren. Auf diese Weise sind sie in der Lage, Cyber Intelligence zu generieren, welche in der Folge ähnliche Aktionen erkennt.

Normen und Sicherheitstechnologie werden für uns alle immer wichtiger

Ganz besonders durch den Wachstum des Internet der Dinge nimmt unsere Technologie-Nutzung rasant zu. Auch die Anzahl der von Anwendern genutzten Dienste steigt rasant.

Dabei sind es in erster Linie implementierte Standards und die stetige (Weiter-)Entwicklung neuer Datenschutz-Technologien, die es uns ermöglichen, Sicherheit zu gewährleisten und uns in unserer Umgebung geschützt zu fühlen.

So lassen sich mittels M2M-Technologie Kühlketten aufrechterhalten

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So lassen sich mittels M2M-Technologie Kühlketten aufrechterhalten

Verzögerungen sind für jedes Speditionsunternehmen ein No-Go. Doch in einem Segment der Speditionsbranche ganz besonders: Kühltransporte. Lückenlose Kontrolle und Optimierung sind für ihr Speditionsgut überlebenswichtig. M2M-Technologie ist für die Branche fast schon ein Segen. Lesen Sie hier wie eines der größten spanischen Unternehmen die Technologie nutzt.

Comotrans gehört zu den wichtigsten spanischen Speditionsverbänden, die sowohl national als auch international operieren. Ihre Flotten gehören zu den modernsten und sind mit den besten technologischen Tools ausgestattet, die auf dem Markt zu finden sind.

Kunden fordern Serviceoptimierung, Spediteure Kostenoptimierung

Doch auch für Comotrans, einem prestigeträchtige Akteur in einem hartumkämpften Markt, ist Kostenoptimierung eine drängende unternehmerische Aufgabe. Dem gegenüber steht die Kundenanforderung höchste Sicherheit für das Speditionsgut zu gewährleisten und jederzeit Auskunft darüber erhalten, wo sich die Ladung aktuell befindet.

Transport-Spezialisten wie Comotrans wissen, dass sie das Vertrauen Ihrer Kunden nur dann gewinnen bzw. aufrecht erhalten, wenn sie dieser Anforderung nachkommen. Denn nicht hochauflösende Screens und funkelnde Karosserien schaffen Vertrauen, sondern Service und Transparenz.

Deutsche Speditionsunternehmen sind noch zurückhaltend. Nur 8% nutzen bereits M2M/IoT-Technologie. Im Rest Europas sieht es anders aus. Da hat bereits jedes fünfte europäische Speditionsunternehmen in smarte Telematik investiert. Und Comotrans ist eines von ihnen. Als die Spanier nach einem geeigneten Anbieter suchten, waren ihre Anforderungen klar formuliert.

Sie lassen sich auf folgende drei Hauptkriterien zusammenfassen:

  1. Kosten reduzieren, indem Tankkosten optimiert werden und Wartungszeiten besser abgestimmt werden und so Ausfallzeiten zu verkürzen
  2. Fahrzeug-Tracking, das sowohl Standortinformationen als auch Routenplanung in Echtzeit übermittelt, um Reaktionszeit bei Zwischenfällen zu verkürzen
  3. Automatisches periodisches Reporting, das ohne Mehraufwand in festgelegten Zeitabständen Informationen über Fahrzeuge, Routen, Fahrzeiten und Zwischenfälle zusammenfasst, sodass auf deren Basis Prozesse verbessert werden können

Die passende M2M-Lösung fand Comotrans bei Telefónica

Zwar konnten alle drei Anforderungen erfüllt werden, jedoch profitiert Comotrans bei dem M2M-Service seither von weiteren Vorteilen. So kann Comotrans nun auch das Fahrverhalten seiner Mitarbeiter analysieren und bei Bedarf weiter schulen. Für die Bedienung steht ein übersichtliches und einfach zu bedienendes Web Portal zur Verfügung. Neue Fahrzeuge lassen sich mittels einer handlichen kleinen „Black Box“ schnell und einfach an das System anschließen. Und, vermutlich eines der wichtigsten Pluspunkte: Zusätzliche Investments in die IT-Infrastruktur waren und sind nicht nötig.

Ergebnis für die Kühlkette: sicherer, überwacht, protokolliert und flexibel

Das planbare Investment in die M2M-Technologie und die damit in der Folge mögliche Kostenoptimierung waren für Finanzplanung und Geschäftsführung von Comotrans mit Sicherheit wichtige Argumente.

Doch am meisten profitiert die Service-Qualität des Unternehmens! Wie eingangs erwähnt: Sicherheit und Zuverlässigkeit sind die wichtigsten Aspekte für Kühltransport-Kunden. Mittels M2M ist Comotrans nun im Stande, lückenlos den gesamten Transport-Prozess zu überwachen, für den Kunden zu protokollieren und bei Zwischenfällen flexibel anzupassen.

Kunden können jederzeit eine vertrauenswürdige und verbindliche Info über aktuellen Standort, Lagertermperatur, erwartete Ankunftszeit und vieles mehr erfahren.

Und auch die Variable Mensch wird zum Vertrauensfaktor. Musste man früher darauf vertrauen, dass Fahrer eine sichere Fahrweise an den Tag legten, ihre Ruhezeiten einhielten und die Fracht regelmäßig kontrollierten, lässt sich dies dank M2M-Technologie Auftraggebern nun schwarz auf weiß protokollieren und offenlegen.

Transportunternehmen ohne Trace & Track, Smarte Telematik, M2M und IoT?

LKW ohne Tracking-Technologie auf die Straße zu schicken ist in vielen Branchen nicht mehr vorstellbar. Schließlich sind auch kleinere Fuhrparks bereits vernetzt.

Sie fragen sich, wie Telefónica auch Ihr Unternehmen im Bereich Smart Mobility unterstützen kann? Dann rufen Sie uns gleich an! Wir sind werktags von 8.00 bis 17.00 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800 – 666 00 15 erreichbar.
Oder Sie schreiben uns hier eine Mail.

Weitere Informationen zu der Fuhrparkmanagement-Lösung von Telefóncia, finden Sie auch in unserer Produktbroschüre.

So lässt uns das Internet der Dinge süß träumen

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So lässt uns das Internet der Dinge süß träumen

Das Internet der Dinge (IoT) vereinfacht unser Leben in vielen Bereichen. Einer davon ist Erholen und Schlafen. Denn das IoT kann uns schon jetzt dabei helfen, besser zu schlafen und so ein ausgeglicheneres Leben zu führen!

Im ersten Moment mag es komisch klingen, aber es stimmt: Das Internet der Dinge kann unsere Schlafqualität verbessern. Hierbei werden Sensoren in Schlafmöbeln, -Kleidung und -Masken integriert und vernetzt.

Smartes Kissen ZEEQ sendet Frequenzwellen aus

Ein Produkt, mit dem das bereits heute möglich ist, ist das ZEEQ Smart Pillow. Das „smarte Kissen“ ist mit Sensoren versehen und lässt sich so mit dem Smartphone verbinden. Zudem sind acht kleine Lautsprecher und Vibrationsmechaniken integriert.

Auf diese Weise ist das Kissen in der Lage, Schnarchen und Bewegungen zu erkennen, die Informationen an das Smartphone zu übertragen und zugleich auf das Schlafverhalten zu reagieren. Registriert das Kissen etwa Schnarchen, beginnt es leicht zu vibrieren, um die Person – ohne sie aufzuwecken – zum Wechsel der Schlafposition zu bewegen. Der/die Partner/in dankt.

Außerdem sendet das Kissen langsame Frequenzwellen aus – nur sehr schwach während Tiefschlafphasen, in denen kaum Bewegung registriert wird bis stark kurz vor der Aufwachphase, um diese zu unterstützen.

Alle gesammelten Informationen und Daten wie Schlafdauer, Schlafunterbrechungen, Schnarchintervalle und -arten, Schlafphasen stehen natürlich in erster Linie dem Benutzer zur Verfügung. Er sieht nun, welche Uhrzeit die für ihn effektivste ist, um sich schlafen zu legen und wann es am effizientesten ist, den Tag zu beginnen.

Doch ebenso sind die gewonnen Daten eine außergewöhnliche Informationsquelle für Ärzte und Schlafexperten. Ihre Diagnosen und Behandlungsmethoden könnten mit fundiertem Input dieser Art ein neues Level erreichen.

Vernetzte Matratze „Smart Pick“ registriert sogar Herzfrequenz

Doch die Entwicklung des Internets der Dinge endet im Bereich Erholung keineswegs an unseren Kopfkissen. Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es bereits weitere Innovationen und vernetzte Produkte. So etwa die vernetzte Matratze Smart Pick. Sie funktioniert in Kombination mit integrierten Sensoren, einem Armband und dem Smartphone. Die Vernetzung der drei Devices ermöglicht es, Informationen wie Herzfrequenz, Raumtemperatur, Bewegungen, Schlafphasen und Unruhe-Phasen zu erkennen und miteinander in Korrelation zu setzen.

Auch hier kann der Benutzer am Smartphone seine Schlafgewohnheiten einsehen und analysieren. Auf diese Weise wird es ihm leicht gemacht, Muster zu erkennen und Schlafgewohnheiten adäquat zu ändern, um die bestmögliche Erholung zu erzielen.

Smartes Bett „Sleep Number 360“ passt Temperatur an

Ein drittes Produkt, das wir Ihnen vorstellen möchten, ist Sleep Number 360. Dieses geht sogar noch etwas weiter als die smarte Matratze, denn in diesem Fall handelt es sich um ein smartes Bett. Statt „nur“ das Schlafverhalten zu registrieren und analysieren, ist dieses Device imstande, direkt darauf zu reagieren. So verändert es automatisch seine Position, regelt die Zimmertemperatur oder auch nur die Temperatur im Fußbereich, wenn dies einem – gemäß Datenerhebung – einen besseren Schlaf verspricht.

Und natürlich weckt auch dieses Device den Benutzer schonend in genau dem Moment, in dem die Schlafphase es am schonendsten erlaubt.

Intelligente Schlafmaske „Neuroon“ ermöglicht auch auf Reisen smartes Schlaftracking

Last but not least, gibt es noch das wohl handlichste und mobilste smarte Schlaf-Device: die vernetzte Schlafmaske. Diese wertet die Schlafqualität auf Basis der Augenbewegungen aus und weckt mit Licht an Stelle nerviger Alarmtöne. Auch sie überträgt die Informationen direkt an das Smartphone und ermöglicht Anwender damit ähnliche Analysemöglichkeiten wie die vorangegangenen Beispiele.

Smarte Schlaf-Devices sind keine Spielerei

All dies mag nach Spielerei klingen, doch Fakt ist: Die Schlafqualität ist ein fundamentaler Faktor unserer Lebensqualität – von jedem von uns, in jeder Lebenslage und in jedem Alter. Schlafdefizit hat negative Auswirkungen auf unser aller Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Aus diesem Grund ist die Bedeutung von IoT-Schlafanwendungen, die unseren Schlaf und unsere Erholung verbessern, nicht zu unterschätzen! Wir sind uns sicher, dass die Entwicklungen in diesem Bereich in den nächsten Jahren rasant zunehmen und einen massiven Impact auf unseren Alltag haben werden.

Wenn auch Sie an smarten, vernetzten IoT-Lösungen zur besseren Erholung arbeiten und nach einer passenden Verbindungstechnologie suchen, melden Sie sich gerne hier bei uns! Egal, ob Fragen zu 5G, NB-IoT und LTE-M oder smarte Konnektivitätslösungen allgemein – unsere Experten helfen Ihnen gerne weiter und haben eine Reihe an Produkten und Services, die Ihrem Projekt zur Realisierung verhelfen können!

Smart Farming: Vom Pflug zur Drohne

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Smart Farming: Vom Pflug zur Drohne

Die Weltbevölkerung wächst seit Mitte des letzten Jahrhunderts unaufhaltsam. Bis 2050 soll die 9,5 Milliarden-Marke geknackt werden. Hinzu kommt, dass der Verbrauch nicht nachwachsender, natürlicher Rohstoffe reduziert werden muss. Der Landwirtschaft bleibt keine andere Wahl als nach neuen innovativen Lösungen zu suchen, die eine effektive Antwort auf beide Entwicklungen liefern. Lesen Sie hier, was Smart Farming bedeutet und warum der Einsatz technologischer Werkzeuge und Internet-Technologie zukunftssichernd ist.

Wir müssen nicht nur mehr produzieren, wir müssen zugleich besser produzieren. Wir müssen es rationaler und effizienter tun – mit adäquatem Einsatz von Ressourcen und sowohl mittel- als auch langfristig weitaus nachhaltiger als bisher.

In weniger kultivierten Regionen steht unsere Gesellschaft sogar vor der großen Herausforderung doppelt so viele Lebensmittel produzieren zu müssen – mit weniger Arbeitseinsatz und mit einer Wasserknappheit, die sich in den kommenden Jahren weiter verschlimmern wird.

Im Kontext all dieser Sorgen um Nachhaltigkeit, Qualität und Quantität von agrarwirtschaftlichen Lebensmittelproduktionen, ist es das oberste Ziel der Branche neue Lösungen zu finden wie sich der Verbrauch von natürlichen Ressourcen und Agrarflächen weiter optimieren lässt.

Die Branche setzt hierbei auf eine Kombination von IoT-Technologien und Big Data, um auf der einen Seite große Datenmengen erheben und auf der anderen schnell verarbeiten zu können.

Das ist Präzisionslandwirtschaft

Bekannt ist diese Entwicklung als „Präzisionslandwirtschaft“. Darunter werden sämtliche Maßnahmen verstanden, die gesammelte Daten analysieren (hauptsächlich via intelligenter Sensoren), um die Bewirtschaftung von kultiviertem Land sowohl agrarwirtschaftlich als auch ökologisch zu optimieren. Dies natürlich immer mit dem Ziel, Ressourcen effizienter und präziser einzusetzen.

Die wichtigste Maßnahme der Präzisionslandwirtschaft ist es, die notwendigen Ressourcen zum exakt richtigen Zeitpunkt, an der exakt richtigen Stelle und in der exakt notwendigen Menge einzusetzen. Hierfür kommen GPS und Technologien wie Drohnen zum Einsatz, um auf der einen Seite Daten von großen Flächen generieren zu können und auf Basis derer handeln zu können.

Das Sammeln von Daten ist dabei deswegen so wichtig, da es Landwirten ermöglicht, den Einsatz von Ressourcen wie Wasser, Düngemittel und Pestiziden in der mindestnotwendigen Menge einzusetzen. Auf diese Weise werden nicht nur Kosten gespart, sondern auch die Produktqualität und die Umweltbelastung profitieren maßgeblich!

Agrarautomatisierung und Robotik spielen in der Landwirtschaft eine führende Rolle

Im Einsatz: ein Spritzroboter von Innok Robotics

Des Weiteren halten landwirtschaftliche Automatisierung und Robotik immer mehr Einzug in der Agrarwirtschaft. Überall auf der Welt findet man Landwirte, welche ihre Böden vom Smartphone aus bewässern oder ihre Erntemaschinen über ein Virtual Reality System steuern.

Dank Künstlicher Intelligenz ist es zudem möglich, sämtliche Prozesse des Agrarbetriebs nicht nur zu verbessern, sondern nahezu komplett „abzugeben“. Automatisierung ist bereits vielerorts Alltag und übernimmt immer mehr Aufgaben. Künstliche Intelligenz ermöglicht es uns Menschen zudem, auch komplexe Aufgaben an Computer zu übertragen. Computer lassen sich dabei so programmieren, dass sie Erfahrungen sammeln, auf Basis derer sie lernen und Prozesse optimieren – so wie auch wir Menschen es tun würden.

Die technologische Revolution, die im Agrar-Sektor ins Rollen kam, lässt keine Ermüdungserscheinungen erkennen – im Gegenteil! Überall in der Welt poppen neue Projekte auf, ohne dabei im Zentrum des Medieninteresses zu stehen.

Ein aktuelles Beispiel ist „Smart Agro“. Telefónica und die Organisation der Vereinten Nationen für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) verfolgen mit diesem in Bucayá (Kolumbien) gemeinsam das Ziel, die Landwirtschaft zu transformieren und die Ernährungssicherheit zu erhöhen. Allein von diesem Projekt werden 38 Familien in der Region direkt profitieren.

Smart Farming ist mehr als nur ein Trend in der Landwirtschaft

Smart Farming ist letztendlich keine für sich stehende Technologie, sondern der Zusammenfluss einer ganzen Reihe an Technologien, die zusammen eine wahre Revolution auslösen. Bereits mit der aktuellen Technologie, verbessern Landwirte Qualität und Quantität ihrer Produkte auf nachhaltige Weise und liefern damit einen wichtigen Beitrag zur Lösung unserer gesellschaftichen Herausforderungen. Daten und Technologien sind ein Teil der Landwirtschaft geworden – und zeigen auch weiterhin den Weg in die Zukunft.

Use Case: Innok Robotics

Die Innok Robotics GmbH nutzt in ihren Service-Robotern alle Vorteile der Managed Connectivity von Telefónica und ermöglicht so Konnektivität auch in ländlichen Gebieten, sowie eine optimale Skalierung ihres Geschäftsmodells.

„Neue Netze?“ – In Kürze auf den Punkt gebracht – die neuen IoT Maschinennetze

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„Neue Netze?“ – In Kürze auf den Punkt gebracht – die neuen IoT Maschinennetze

Wenn vom „Internet der Dinge“ die Rede ist, bedeutet dies nicht, dass immer mehr Geräte mit einem bestehenden 2G-, 3G- oder 4G-Netz verbunden werden. Stattdessen entstehen stetig neue Netze, welche spezifische Anforderungen erfüllen. Unternehmen profitieren davon in puncto Sicherheit, Stabilität und Schnelligkeit. Mit einer Neuerung ist Telefónica in Deutschland besonders schnell…

Netz ist nicht einfach Netz. Je nach Aufenthaltsort, Anbieter, Device und Nutzungsart greifen Anwender auf eine andere Netz-Infrastruktur zu. Das rasant wachsende „Internet der Dinge“ bedarf daher neuer Strukturen und Technologien, um neue Formen von Netzverbindungen zu ermöglichen und unterschiedlichsten Anforderungen an diese zu entsprechen.

Die Anforderungen des „IoT“ sind speziell. Die Netzverbindungen müssen nicht nur besonders sicher und stabil sein, sondern – je nach Anwendungsfall – größere Reichweite haben, stärkere Penetration, geringeren Stromverbrauch oder eine höhere Latenz haben.

Unternehmen, die Arbeitsgeräte, Maschinen, Fahrzeuge oder andere Dinge „vernetzen“ und smart vom Bildschirm aus analysieren und steuern wollen, stolpern daher derzeit über diverse „neue Netze“.

Zum besseren Verständnis sollten Sie zunächst folgende, bestehende Mobilfunkstandards kennen:

LTE und 4G

LTE ist der bisher schnellste in Deutschland verfügbare Mobilfunk-Standard. Die Abkürzung steht für Long Term Evolution und die Technologie ist die vierte Generation an Mobilfunkstandards.

Die Weiterentwickelung des Standards ist „LTE-Advanced“ – besser bekannt als 4G. Was LTE-Advanced, oder 4G, auszeichnet, sind vor allem sehr schnelle Empfangs-Datenraten bis zu 600 MBit/s sowie die Kompatibilität mit älteren Standards. Aufgrund seiner hohen Übertragungsraten ermöglicht der Standard ruckelfreien Empfang datenintensiver, hochwertiger Inhalte wie beispielsweise HD-Videos.

Doch der Standard hat auch Schwächen: So hat er einen hohen Energieverbrauch und eine für zahlreiche IoT-Anwendungen zu lange Latenzzeit (= Dauer der Verzögerungen) von durchschnittlich 10 Millisekunden.

5G

Die Weiterentwicklung von LTE-Advanced bzw. 4G ist 5G – und sie ist enorm. Denn 5G ist nicht nur um ein Vielfaches schneller (Datenraten von bis zu 10 GBit/s), sondern hat auch eine deutlich kürzere Latenzzeit (bis zu 1 Millisekunde) und ist deutlich energiesparender (um bis zu 90% weniger Stromverbrauch {LINKTO: https://praxistipps.chip.de/5-g-alle-infos-zum-lte-nachfolger_102844} als 4G).

Gut zu wissen: Der Aufbau eines 5G-Netzes in Deutschland wird einige Jahre dauern. Aber: 5G wird 4G nicht 1:1 ersetzen. Es wird zusätzlich aufgebaut. Denn Geräte und Maschinen, die mit 5G kompatibel sind, sind es auch mit 4G. Daher können bereits heute viele Anwendungsfälle realisiert werden – und später mit 5G erweitert werden.

5G auf dem Vormarsch, z.B. bei dem 5G TechCity-Projekt von Telefónica, Foto: Jörg Borm

Da vernetzte Dinge im „IoT“ möglichst stromsparend, sicher, stabil und mit reduziertem Datenverkehr vernetzt werden sollten, gibt es das so genannte Low Power Wide Area Network (LPWAN):

Low Power Wide Area Network (LPWAN)

Der Name verrät es: Low Power Wide Area deckt mit besonders niedrigem Stromverbrauch große Reichweiten ab. Doch was genau ist es? LPWAN ist letztendlich ein Oberbegriff für alle Netzwerke, die drahtlose Kommunikation ermöglichen und dabei weniger Energie verbrauchen als „klassische“ Mobilfunk-, Satelliten- oder WiFi-Netzwerke.

Neben dem geringen Energieverbrauch zeichnen sie sich durch größere Reichweiten, hervorragende Gebäudedurchdringung und hohe Zuverlässigkeit aus. Außerdem verlängern sie durch ihren niedrigen Energieverbrauch die Batterielebensdauer von Sensoren und Aktoren auf mehrere Jahre.

Wichtig zu wissen: Es gibt eine Vielzahl an Low Power Wide Area Networks – mit einer nahezu ebenso großen Vielzahl an spezifischen Vor- und Nachteilen. Um Standards zu schaffen, die über Länder und Kontinente hinweg Kompatibilität gewährleistet, wurde die Initiative 3GPP (Third Generation Partnership Project) gegründet. Ihr Ziel: die technischen Spezifikationen für Mobilfunknetze der 3. Generation in Europa, USA und Asien weiterzuentwickeln und zu konsolidieren.

Als erster Telekommunikationsanbieter Deutschlands bietet Telefónica Deutschland zwei dieser von der 3GPP standardisierten LPWAN-Standards an. Der Vorteil für Business-Kunden: Ihnen eröffnet sich dadurch schon jetzt ein deutlich größeres IoT-Anwendungsfeld. Denn beide Standards haben starke Vor- und Nachteile:

Perfekt für bewegliche Anwendungen: LTE-M (Cat-M1)

Wie der Name bereits verrät, basiert LTE-M auf dem LTE-Mobilfunknetz – also 4G. Es ist eine Parallelentwicklung zu Narrowband-IoT und erfüllt alle Anforderungen an ein hochperformantes LPWAN. Vorteile gegenüber Narrowband-IoT liegen in erster Linie in einer größeren übertragbaren Datenmenge und einer kürzeren Latenzzeit (Verzögerung). Die Nachteile hingegen in etwas höherem Energieverbrauch.

Einsatz findet die Technologie daher vor allem bei datenintensiven IoT-Anwendungen aus den Bereichen Home Security oder Wearable Devices. Auch Anwendungen, die Sprachübermittlung benötigen, sind mit LTE-M realisierbar und nicht mit Narrowband-IoT.

Ideal für stationäre Niedrigenergie-Anwendungen: Narrowband-IoT (Cat-M2)

Was spricht also für die zweite LPWAN-Alternative? Die Antwort ist einfach: Es gibt eine schier endlose Anzahl an IoT-Anwendungen, bei denen nur periodisch kleine Datenmengen/Informationen übertragen werden. Bei diesen sind eine höhere Penetration und noch geringerer Energiebedarf die wichtigsten Entscheidungskriterien.

So kommt etwa bei Smart Meter Anwendungen Narrowband-IoT häufig zum Einsatz. Füllstände, Belegungsinformationen oder Lagerbestände werden hierbei in kurzen Zeitabständen und mit geringstem Energieaufwand aus der Ferne überwacht.

Um ein möglichst breit gefächertes IoT-Anwendungsfeld abzudecken, setzt Telefónica sowohl auf LTE-M als auch NB-IoT. Der Einsatz von Sensoren, Messdatenerfassung, Überwachung, Tracking, Bewirtschaftungssystemen und vieles mehr ist damit wirtschaftlich, stabil und über große Entfernungen und längere Batterielaufzeiten hinweg realisierbar.

Unser IoT-Experte Jürgen Pollich empfiehlt IT-Entscheidern:

„Sie sollten besonderen Wert auf eine möglichst langfristige Investitionssicherheit legen. Diversifikation kann zu einer finanziell schwer kalkulierbaren Belastung werden. In diesem Fall bedeutet das: Bei der Wahl zwischen LTE-M und NB-IoT sollten vor einer finalen Entscheidung die Vor- und Nachteile der einzelnen Übertragungsmethoden sehr genau gegeneinander abgewogen werden. Außerdem sollten Sie auf Technologie setzen, deren Anwendungen von einer breit aufgestellten Nutzer- und Entwickler-Community vorangetrieben wird oder für die bereits eine breite Marktdurchdringung vorhanden ist.“

Jürgen Pollich (Head of Business IoT/M2M & Fixnet Connectivity, Telefónica Deutschland)

PRAXIS-TIPP

In Administration und Management der IoT-Anwendung ist zum Beispiel die IoT-Plattform KITE eine breit aufgestellte und langfristig wie vielseitig einsetzbare Softwarelösung. Sie deckt das gesamte Mobilfunk-Technologiespektrum (2G, 3G, 4G, NB-IoT und LTE-M) ab und lässt so die gesamte IoT-Lösung inklusiver aller Geräte, Datenübermittlungen und Anwenderrollen zentral konfigurieren, verwalten und analysieren.

M2M versus IoT – Direktvergleich zeigt: IoT-Wachstum geht erst richtig los

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M2M versus IoT – Direktvergleich zeigt: IoT-Wachstum geht erst richtig los

Machine-to-machine (M2M) oder Internet of Things (IoT)? Die Antwort lautet: beide! Unsere Infografik zeigt: Beide Technologien wachsen in den nächsten Jahren weltweit nicht nur rasant, sondern könnten im Wachstum einen wahren Sprung (Statistiken hierzu finden Sie hier) machen!

Machine-to-Machine Kommunikation, kurz M2M, blickt bereits auf so etwas wie eine „Tradition“ zurück. Früher war die Technologie als „Telemetrie“ bekannt. Die Grundzüge der Funktionsweise sind bis heute geblieben: Micro-Controller sind in Geräten/Maschinen eingebettet und senden so Signale über Mobilfunk (oder auch Kabel) an andere Geräte oder eine Leitstelle. Wichtig hierbei: Die Kommunikation erfolgt in einer proprietären, sprich: eigenen, Protokollsprache.

Dem gegenüber steht das Internet der Dinge, kurz IoT. Signale, oder Daten, werden hierbei nicht innerhalb eines propietären Systems übertragen, sondern sind Internet- und damit IP-basiert. Via Cloud Computing ist es so möglich, zentral alle vernetzten Geräte/Maschinen zu überwachen, zu analysieren und zu steuern.

Für beide Technologien ist Telefónica ein wichtiger Partner für Geschäftskunden, der für sichere und stabile Vernetzung sorgt. Einige aktuelle Anwendungsfälle deutscher Unternehmen finden Sie hier.

Und so steht es um die Zukunft beider Technologien

Wie groß ist der Markt für M2M- und IoT-Technologie? Wie hoch sind die zu erwartenden Investitionen? Und von wie vielen Geräte und Maschinen sprechen wir eigentlich? Wir haben die wichtigsten Zahlen aufbereitet und stellen fest: Ganz besonders die erwartete Anzahl via IoT vernetzter Geräte liest sich beeindruckend.

5 Gründe, warum Energieunternehmen auf Telefónica setzen

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5 Gründe, warum Energieunternehmen auf Telefónica setzen

Die Energiebranche ist unter Druck. Energiewende, Digitalisierung und Preiskampf drängen die Strom-Anbieter zu Innovationen. Es braucht smarte, dynamische und skalierbare Lösungen. Die Kommunikationstechnologie liefert sie. Gleich mehrere Energieunternehmen arbeiten mit Telefónica zusammen. Ein Blick auf ihre Gründe.

Dass unsere Stromversorgung in erster Linie (ge)sicher(t) sein muss, ist klar. Doch im Gegensatz zu konventioneller Energie sind nachhaltige Energien weniger planbar. Die Lösung: Die Stromgewinnung muss in Echtzeit dem Bedarf angepasst werden.

„Smart Energy“ ist das Buzzword der Stunde. Einige der fortschrittlichsten Energieanbieter auf dem Markt arbeiten im Bereich „Smart Energy“ eng mit Telefónica zusammen. Wir haben nachgefragt, was die entscheidenden Argumente für ihr Vertrauen sind:

  • 1. Ein eigener APN erhöht die Sicherheit

„Bei Telefónica konnten wir einen eigenen APN bekommen, und zwar zu guten Konditionen. Das bringt ein großes Plus an Sicherheit. Bei anderen Anbietern wird ein solches Angebot höchst bepreist.“

Robin Geisler, Geschäftsführer der Münchner Firma eeMobility

eeMobility betreibt Ladepunkte für Elektroautos und bietet eine Grünstromgarantie. Hierfür muss das Unternehmen die Ladepunkte verlässlich und schnell schalten können. Und Sicherheit und Zuverlässigkeit spielen ebenso eine große Rolle, um namhafte Kunden wie Siemens langfristig an das eeMobility-Angebot binden zu können.

  • 2. Fundierte Erfahrung mit Gateway-Herstellern

„Telefónica Deutschland verfügt nicht nur über fundierte Erfahrungen im Energiemarkt, sondern arbeitet bereits seit längerem mit den wichtigen Gateway-Herstellern an einer optimalen Gestaltung des Rollout-Prozesses.“

Dr. Ralfdieter Füller, Geschäftsführer der GWAdriga GmbH & Co. KG

In Deutschland arbeitet Telefónica nicht nur mit allen namhaften Gateway-Herstellern zusammen, vielmehr wird die IoT SIM-Karte Global SIM Vivo Movistar o2 zugleich bereits bei der Produktion integriert. Und auch in der Abdeckung großer Flächen sowie vieler Datenpunkte blickt Telefónica im Bereich IoT schon heute auf fundierte Erfahrung zurück. Allein in Großbritannien betreibt Telefónica über 24 Millionen SIM-Karten. Angebot und Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos: Mit Global SIM Vivo Movistar o2 sind weltweite Erreichbarkeit und Datenübertragung möglich.

  • 3. Praxiserprobte und ausfallsiche M2M-Netzinfrastruktur

„Wir haben uns aus wirtschaftlichen Gründen für Telefónica entschieden – aber auch, weil das webbasierte Managementsystem Smart M2M (Neu: Telefónica Kite Plattform) einen robusten Eindruck macht. Andere M2M-Plattformen erschienen uns nicht ganz so ausgereift wie das von Telefónica.“

Norman Gentges, stellvertretender Leiter des Virtuellen Kraftwerks von Next Kraftwerke, Köln

Mit Next Kraftwerke vertraut eines der größten virtuellen Kraftwerke Europas auf die Konnektivitätslösungen von Telefónica.
Das vielfach prämierte Unternehmen vernetzt intelligent rund 6.500 Stromproduzenten, -verbraucher und -speicher. Für das Geschäftsmodell ist eine ausfallsichere Funktionalität essentiell. Next legte daraufhin bestehende GPRS-Verbindung redundant aus und baute für die Steuerung der Anlagen vor Ort eine zweite Daten-SIM in seine „Next Boxen“ ein. Die Entscheidung fiel auf Global SIM Vivo Movistar o2. Diese erfüllte nicht nur die wirtschaftlichen und qualitätssichernden Anforderungen, sondern ist zugleich weltweit verfügbar und unterstützt nationales sowie internationales Roaming.

  • 4. Hoher Individualisierungsgrad

„Die hohe Konnektivität, einfache Skalierbarkeit und der attraktive Preis eröffnen unserem Unternehmen tolle Möglichkeiten, die den verschiedensten Abteilungen der Mainzer Netze – und damit den Verbrauchern – zugutekommen können“

Bastian Merz, Fachbereichsleiter Zähler-/ Messmanagement, Mainzer Netze GmbH

Gemäß der Vorgaben des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende sind Energieversorger, wie etwa die Mainzer Netze, verpflichtet, steuerbare Verbraucher und intelligente Messsysteme einzusetzen. Damit stellte sich dem Unternehmen eine Reihe neuer Herausforderungen.

Attraktive Konditionen mit flexiblen, passgenauen Tarifmodellen, Daten-Pooling (unbenutztes Datenvolumen wird automatisch an stärker beanspruchte Verbrauchsstellen übertragen), Netz-Roaming (zur bestmöglichen Netzabdeckung und Erreichbarkeit wird nicht ein Netz, sondern alle genutzt), Skalierbarkeit der Verbrauchsstellen, individualisierte Rechnungsstellung und volle Prozess- und Kostenkontrolle boten eine schnelle Lösung mit zugleich großem Gestaltungsspielraum.

Hinzu kommt: Die Individualisierung soll weiter vorangetrieben werden. Individuell definierbare Datenlimits als Kostenschutz für Kunden, aber auch eine automatische Deaktivierung von SIM-Karten bei Nichtbenutzung (bspw. wenn aufgrund längrerer Abwesenheit kein Strom benötigt wird) sind angedacht.

  • 5. Alle vernetzten Verbrauchsstellen lassen sich zentral analysieren und verwalten

Last but not least, gibt es ein Tool, das alle Energie-Kunden von Telefónica nutzen: die IoT Online-Plattform KITE. Über sie lassen sich alle vernetzten Verbrauchsstellen überwachen, steuern und auswerten. Auch automatisierte Benachrichtigungen und Diagnosen sind individualisiert einstellbar.

So lassen sich nicht nur Stromverteilung und Kosten in Echtzeit steuern, sondern auch SIM-Karten können je nach Bedarf nach oben oder unten skaliert werden. Und auch Hardware-Änderungen im großen Ausmaß lassen sich über Kite schnell abwickeln.

Übrigens: Nicht nur die Energiebranche arbeitet auf ihrem Weg ins Internet der Dinge eng mit Telefónica zusammen! Auch in den Branchen Mobilität, Einzelhandel, Stadtplanung, Logistik, Event und vielem mehr tut sich derzeit einiges. Weitere Berichte finden Sie hier in unserem IoT Blog.

MWC beweist: 5G macht vernetzte Autos alltagstauglich

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MWC beweist: 5G macht vernetzte Autos alltagstauglich

Es ist ein Szenario, das die Autowelt seit Jahren beschäftigt: In einem Gemeinschaftsprojekt schickten spanische Unternehmen nun auf dem MWC Barcelona zwei PKW auf eine öffentliche Straße, die sich via 5G mit ihrer Umgebung austauschten. Das Ziel: Fahrer sollen Risiken schneller erkennen und Unfälle leichter verhindern können.

L’Hospitalet de Llobregat ist mit einer Viertelmillion Einwohnern die zweitgrößte Stadt der spanischen Region Kataloniens und – was die Lage betrifft – so etwas wie ein Vorort Barcelonas. Die Stadt liegt verkehrsgünstig zwischen Barcelona und dem Flughafen El Prat. Darüber hinaus durchkreuzen zwei der wichtigsten Straßen der Urbanregion die Stadt. Und, wie für spanische Städte üblich, verwinkeln sich unzählige schmale Straßen und Gassen spitz und eng durch die Häuserschluchten.

Kurzum: Es ist kein Ort, an dem Fahrradfahrer, Fußgänger, Autofahrer und Linienbusse friedlich und entspannt koexistieren. An allen Ecken und Straßenzügen lauern tote Winkel, Hindernisse, Fahrbahnverengungen und andere Gefahren.

Hochhäuser in l’Hospitalet de Llobregat

Im Zuge der „5G Barcelona Initiative“ (Anm. d. Red.: Barcelona hat es sich zum Ziel gesetzt, zum europäischen 5G Hub zu werden) zeigte nun ein Verbund von Unternehmen wie Telefónica, SEAT, Mobile World Capital Barcelona, Ficosa, ETRA und i2CAT auf dem MWC Barcelona, der weltweit größten Branchenveranstaltung, wie sich diese Gefahren mithilfe modernster intelligenter Technologie minimieren lassen. In Zahlen: Unfälle sollen um bis zu 68% reduziert werden können!

So funktioniert vernetztes Fahren in der Praxis

In Barcelona gelang nun der Praxistest. Via Edge-Computing erhält das Auto ein kurzes Signal, wenn ein Fußgänger einen nahen Zebrastreifen überqueren will. Der Fahrer wird automatisch und unmittelbar akustisch und optisch gewarnt.

Auch Fahrräder, die mit einer Geolokalisierung ausgestattet sind, senden via Edge Computing Signale an das Auto. Nähert sich das Rad schnell und abrupt dem Auto, wird der Fahrer ebenfalls automatisch gewarnt. Ganz besonders, wenn die Sicht durch einen LKW o.ä. verdeckt ist, kann eine solche Warnung Leben retten!

Dieses Video zeigt die Beispiele in der Praxis:

Doch nicht nur bei verdeckter, sondern auch bei schlechter Sicht, ist vernetztes Fahren ein komplett neuer Sicherheitsgewinn: Nähert sich ein vernetztes Auto etwa einem anderen, das bei schlechter Sicht am Straßenrand steht, wird dieses automatisch „informiert“. Der Fahrer wird wieder benachrichtigt und das stehende Fahrzeug blinkt zudem auf, um sich „bemerkbar“ zu machen.

Kollaboration als Co-Pilot

Um vernetztes Fahren wie in diesem Case möglich zu machen, müssen gleich mehrere Technologie-Expertisen zusammengebracht werden. In diesem Fall waren dies:

  • SEAT stellte je eines seiner Ateca- und Arona-Modelle, welche mit der notwendigen Konnektivitätstechnologie und entsprechenden Instrumenten ausgestattet werden konnten.
  • Telefónica SA stellte die End-to-End-Konnektivität zur Verfügung und erlaubte es dabei erstmals auch Drittanbietern Edge-Anwendungen zu implementieren.
  • Ericsson und Qualcomm Technologies steuerten das neue Qualcomm 5G Chipset bei. Dieses ermöglichte nicht nur die 5G-Rechenprozesse für die Sicherheitsanwendungen. Auch das Streaming von 4K-Videoinhalten war dadurch erstmals im Auto möglich.
  • Ficosa entwickelte und produzierte, die in den Autos verbaute C-V2X Kommunikationsplattform, die Informationen von und zum Auto verarbeitete.
  • i2CAT übernahm unterdessen die Entwicklung der ultra-präzisen Lokalisierungstechnologie für Fahrräder.
  • ETRA kümmerte sich um die Vernetzung der Straßeninfrastruktur, wie etwa die Kommunikation mit den Ampeln.
  • MWC Barcelona und 5G Barcelona unterstützten beim Projektmanagement und sorgten dafür, dass das Projekt im wahrsten Sinne des Wortes „auf die Straße kam“.

Der Case zeigt: Vernetzte Technologien bedeutet zugleich Expertisen und Firmen zu vernetzen. Wenn auch Sie mit einem Projekt 5G-Netztechnologie nutzen möchten, dann „connecten“ Sie sich jetzt hier mit uns!