IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

So finden Sie die perfekte Telematik-Komplettlösung für Ihren Fuhrpark

Knapp 75% deutscher Fuhrparkmitarbeiter sind laut einer Meldung des Fachmagazins Fuhrpark.de gegenüber dem Internet der Dinge „aufgeschlossen“ bis „sehr aufgeschlossen“. Jedoch gibt fast jeder vierte Unternehmer laut aktueller IDG-Studie an, Schwierigkeiten damit zu haben, eine geeignete IoT-Plattform zu finden. Noch besser wäre eine Komplettlösung. Aber was ist das? Braucht man sie wirklich? Und wie findet man die richtige? Wir haben uns die wichtigsten Fragen vorgeknöpft.

In unserer Artikel-Serie „Der smarte Fuhrpark“ nehmen wir die größten Hürden unter die Lupe, die Firmen zu nehmen haben, wenn sie ihren Fuhrpark ins „Internet der Dinge“ führen wollen. Nach Tipps zur Sicherheit in der Fuhrpark-Telematik und IoT-Anwendungsbeispielen, widmen wir uns im dritten Teil den so genannten IoT-Komplettlösungen.

Wozu braucht ein Fuhrpark eine IoT-Plattform?

Hierzu muss man zwei Fragen beantworten: Erstens, inwiefern profitiert ein Fuhrpark überhaupt vom „Internet of Things“ (IoT)? Und zweitens, welche Rolle spielt dabei die Plattform?

Nun, natürlich ist Fuhrpark nicht gleich Fuhrpark. Es gibt Mietwagenfirmen, bei denen der Fuhrpark das produktive, umsatzbringende Herzstück des Betriebs ist. Es gibt Handwerksbetriebe, bei denen der Fuhrpark Mittel zum Zweck ist, Aufträge in möglichst kurzer Zeit bedienen zu können. Oder es gibt Fuhrparks, die es Mitarbeitern erleichtern sollen, flexibel und stressfrei zu Terminen zu kommen.

Was sie alle eint, sind unter anderem Ökosteuer, Maut, hohe Treibstoffkosten, Staus, Ausfallzeiten und vor allem: hoher Wettbewerbsdruck. Letzterem kann man „manuell“ nicht mehr standhalten.

26 % der Unternehmen mit zehn bis 49 Fahrzeugen und über 45 % der Unternehmen mit einem Fuhrpark mit mehr als hundert Fahrzeugen haben bereits Telematik- und/oder Fuhrparkmanagement-Software im Einsatz (Quelle: Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Dataforce) – Tendenz stark steigend!

All diese Unternehmen wissen: Der Wettbewerb wird am Dashboard entschieden. Nur wer es schafft, Ausfallzeiten zu verringern, Einsatzzeiten produktiver zu gestalten, Verbrauch zu reduzieren, Fahrer gezielter zu schulen, Bedarf und Nachfrage genauer vorherzusehen und Risiken bestmöglich zu minimieren, hält Schritt. Und wer dem Wettbewerb voraus sein will, sucht und erschließt neue Service-Leistungen. Möglich macht dies alles die smarte Vernetzung mit dem „Internet der Dinge“.

Seit 2018 ist das Notrufsystem E-Call in Neufahrzeugen gesetzlich vorgeschrieben. Experten sind sich einig: Die Digitalisierung des Flottenmanagements wird dadurch beschleunigt.

Es spielt dabei keine Rolle, ob nur eine einfache IoT-Anwendung, ein neues smartes Geschäftsmodell oder ein Online-Portal für diverse vernetzte Anwendungen gesucht wird. Eine Plattform, also eine zentrale Verwaltungssoftware, braucht fast jedes IoT-Vorhaben als Bedienelement für den Anwender.

Die Frage ist also nicht, warum Fuhrparkverantwortliche eine IoT-Plattform brauchen. Die Frage ist vielmehr, warum sollte sie eine solche im Vergleich zum Wettbewerb nicht brauchen?

Nach welchen Kriterien wähle ich eine IoT-Plattform für meinen Fuhrpark aus?

Deutlich komplexer gestaltet sich die Frage, welche IoT-Plattform die passende für den eigenen Fuhrpark ist. Zum einen steigen fortlaufend die IT- und Sicherheitsanforderungen. Zum anderen ist die Plattform das „digitale Gehirn“ eines Fuhrparks.

Die wichtigsten Auswahl-Kriterien für eine Fuhrparkmanagement-Plattform sind demnach:

  • Benutzerfreundlichkeit
    Eine Plattform muss sich nicht nur leicht implementieren lassen. Auch das Nutzererlebnis muss so gestaltet sein, dass sich alle Anwender einfach und intuitiv zurechtfinden und die Möglichkeiten optimal ausschöpfen können.
  • Flexibilität
    Eine Plattform, die alles kann, überfordert schnell. Aber eine Plattform, die es erlaubt, je nach Bedarf flexibel einzelne smarte Anwendungen hinzuzunehmen, hilft!
  • Skalierbarkeit
    Nicht nur die Anforderungen an die Fuhrparkverwaltung steigen stetig, auch die Fuhrparkgröße wächst mit der Geschäftsentwicklung. Eine Plattform muss jeder Entwicklung mittel- und langfristig entsprechen können – und mitwachsen.
  • Individualisierung
    So wie jeder Fuhrpark speziell ist, ist es auch jede Firma. Die Plattform muss daher an betriebsspezifische Prozesse und Geschäftsmodelle angepasst werden können.

Tipp:
Nicht überall, wo „IoT-Komplettlösung“ draufsteht, ist auch selbiges drin! Leider kommt es häufig vor, dass so genannte „eingebettete Systeme“ als „IoT“ ausgewiesen werden. Der große Unterschied, auf den Sie achten sollten: Eingebettete Systeme überwachen, steuern und regeln Geräte innerhalb eines technischen Kontextes. Sie sind damit Teil des IoT. Was sie aber nicht können, ist, Informationen unterschiedlicher Geräte und Quellen über das Internet auszutauschen und automatisiert miteinander in Verbindung zu bringen.

Was muss eine IoT-Telematik-Software können, um eine „Komplettlösung“ zu sein?

Um seinen Fuhrpark mit dem „Internet der Dinge“ zu verbinden, braucht eine IoT-Komplettlösung mindestens vier Bestandteile: die Telematik-Hardware, um die Fahrzeuge mit dem Internet zu verbinden, Konnektivität wie etwa durch (Global) M2M SIM-Karten, idealerweise einen Support, der sich um Einrichtung, Weiterentwicklung, Sicherung und Problembehebung des gesamten Prozesses kümmert und eine Software, in welcher sich die in den Fahrzeugen generierten Daten analysieren und verknüpfen lassen.

Hierbei lassen sich auf dem Markt drei Arten von IoT-Softwarelösungen finden:

  • 1. IoT-Plattformen
    Die klassische und bekannteste Version sind Softwareprodukte, die Standardfunktionen von IoT-Angeboten abdecken. Dies können beispielsweise Geräte- und Datenverwaltung sein.
  • 2. Marktplatz-Plattformen
    Hierunter versteht man digitale Marktplätze, welche mehrere Anbieter von IoT-Lösungen miteinander vernetzen. Durch die Vielzahl an Parteien skaliert dieses System sehr stark. Der Mehrwert für Nutzer ist aber abhängig von den teilnehmenden Anbietern und dem Nutzungserlebnis.
  • 3. Kombimodelle
    Gewissermaßen das Beste aus beiden Welten bietet eine Kombination aus den beiden erstgenannten Arten. Kurzum: Eine IoT-Plattform, welche ein Plattform-Geschäftsmodell beinhaltet. Geotab ist eines der prominentesten Beispiele im Smart Mobility-Bereich. Denn Geotab bietet mit „MyGeotab“ sowohl seine eigene Plattform als auch mit „MyGeotab Marketplace“ einen skalierenden Marktplatz mit dynamischem Anwendungs-Angebot. Dieser umfasst innovative Anwendungen aus Geotab-eigener Entwicklung, aber auch von progressiven externen Anbietern.

Bleibt die Frage nach den konkreten Funktionen, die eine IoT-Plattform umfassen sollte.

Grundsätzlich lassen sich die Funktionen moderner IoT-Plattformen zu acht Gruppen zusammenfassen:

  • Edge
    Funktionen, die selbst offline auf vernetzten, smarten Geräten ausgeführt werden können
  • Connectivity
    Funktionen, welche Geräte („Dinge“) mit der Plattform verbinden
  • Device Management
    Funktionen, durch diese sich vernetzte Geräte („Dinge“) verwalten und konfigurieren lassen
  • Data Infrastructure
    Funktionen zur strukturierten Speicherung und Verwaltung von Daten
  • Basic Data
    Funktionen, welche Verarbeitung und Visualisierung generierter Daten ermöglichen
  • App Enablement
    Funktionen, die individuelle Anwendungen implementieren lassen und Entwickler unterstützen
  • Integration
    Funktionen, die es ermöglichen, die IoT-Plattform an unternehmenseigene Systeme (MES, BI, CRM u.a.) anzubinden
  • Sicherheit & Verwaltung
    Funktionen, durch die sich die Daten- und Netzwerksicherheit verwalten und managen lassen

Besteht eine IoT-Lösung aus den vier eingangs genannten Bestandteilen (Hardware, Konnektivität, Support, Bedien-Software), gehört sie zu einer der drei genannten Arten von Softwarelösungen (Plattform, Marktplatz-Plattform oder Kombimodell) und umfasst sie schlussendlich alle acht gelisteten Funktionsgruppen, ist es eine veritable Komplettlösung.

Unsere Empfehlung:
Ein Beispiel für eine solche IoT-Komplettlösung ist Fuhrparkmanagement Lösung von Geotab. Denn:

  1. Geotab bietet Hardware-Dongle, MyGeotab Anwender-Plattform, Telefónica bietet Support
  2. MyGeotab lässt sich über einen eigenen Marktplatz mit über 100 business-fokussierten Applikationen erweitern
  3. Geotab umfasst alle Funktionen – von A wie „App Enablement“ bis S wie „Sicherheit & Verwaltung“

Telefónica kooperiert im Bereich Smart Mobility mit Geotab. Wenn Sie wissen wollen, wie die IoT-Komplettlösung für Fuhrparkmanagement von Geotab in Ihrem Fuhrpark funktioniert, kontaktieren Sie uns hier.

Sollte ich eine IoT-Plattform selbst oder mit einem externen Partner entwickeln?

Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Jeder Fuhrpark hat seine eigene Anforderungen, Risiken, Herausforderungen und Vorzüge. Studien haben jedoch ermittelt, dass moderne IoT-Komplettlösungen bereits 70 bis 90% der unternehmerischen Anforderungen abdecken. Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Für Unternehmen ist es deutlich kosteneffektiver auf eine vorhandene IoT-Plattform-Lösung zu setzen und diese individuellen Anforderungen anzupassen als das Risiko einer langwierigen, kostenintensiven hauseigenen Entwicklung einzugehen.

Doch auch bei jenen individuellen Anpassungen vertrauen Unternehmen vorwiegend auf externe Partner. Über die Hälfte der Unternehmen, die bereits grundsätzliche eine IoT-Lösung implementiert haben, arbeiten bereits mit externen Dienstleistern zusammen.

Die 5 wichtigsten Auswahlkriterien von Unternehmen bei der Auswahl eines IoT-Dienstleisters:

  1. Techn. Know-How (35,5 %)
  2. Branchenkompetenz (33,5 %)
  3. Preis-Leistungs-Verhältnis (33,2 %)
  4. Vertrauen (31,3 %)
  5. Innovationskraft (29,7 %)

(Studie „Internet of Things 2018“ der IDG Research Services)

Was darf eine IoT-Komplettlösung für meinen Fuhrpark kosten?

Bei den Kosten sind vier Blöcke zu unterscheiden:

  1. Anschaffungskosten für Hard- und Software
  2. Installationskosten (evtl. Integrationskosten falls Integration in ein bestehendes System gewünscht wird)
  3. Kommunikationskosten (Grund- & Nutzungsgebühren)
  4. Betriebskosten (inkl. spezifische Anpassungen)

Es ist selbsterklärend, dass sich alle Kostenblöcke nach der Größe des Fuhrparks richten. Ein hilfreicher Indikator für den Betrieb ist jedoch die Zahlungsbereitschaft unter Fuhrparkbetreiber: Schon jetzt sind mehr als die Hälfte der Verantwortlichen bereit, zwischen 20 und 49 Euro pro Fahrzeug und Monat für Service, Telematikbetrieb und Datenauswertungen zu zahlen.

Lohnt sich der Invest in das „IoT“?

  • 62 % der Unternehmen sind „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ mit den Ergebnissen ihrer bisherigen IoT-Projekte
  • 0 Unternehmen gaben an, das eines ihrer IoT-Projekte scheiterte

(Studie „Internet of Things 2018“ der IDG Research Services)

Wie implementiere ich eine IoT-Komplettlösung in meinem Unternehmen?

Ein YouTube-Tutorial wird Ihnen bei einem solch weitreichenden und zukunftsweisenden Projekt nicht weiterhelfen. Stattdessen sei zu einer fachlichen, persönlichen und individuellen Beratung geraten, die zunächst ihre bestehenden Systeme und Anforderungen betrachtet und anschließend klare Handlungsempfehlungen gibt.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Geotab bietet Telefónica einen solchen Support. Holen Sie sich hier Ihre kostenlose Beratung.