IoT Blog

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

Digitalisierung macht Mobilität smart und vereinfacht den Übergang zur Elektroflotte

Unsere Mobilität befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Das Smartphone hat neue Wege eröffnet, Fahrgelegenheiten zu organisieren. Und die Digitalisierung und Vernetzung in der Fahrzeugtechnik ermöglicht nicht nur Effizienzsteigerungen, sondern ebnet auch den Umstieg zur Elektromobilität.

Besserung tut not. Unsere Mobilität stößt in vielen Bereichen an ihre Grenzen: An den 13 Wochenende der diesjährigen Sommerferien zählt der ADAC 58.442 Staus auf Deutschlands Autobahnen. Das waren zwar knapp drei Prozent weniger als im Vorjahr, doch dieser Rückgang geht weniger auf gesunkene Reiselust als vielmehr aus Einschränkungen aufgrund der Coronapandemie zurück. In deutschen Großstädten „ruht“ der Verkehr allzu oft, statt zu fließen. Feinstaub, Stickoxid- und Kohlendioxidemissionen belasten nicht nur die Luftqualität, sondern heizen auch dem Klima ein.

Aus vielerlei Gründen muss unsere Mobilität nachhaltiger und smarter werden. Der Schlüssel dazu ist die Digitalisierung. Nach einer aktuellen Studie des Branchenverbands Bitkom kann der Verkehr in Deutschland bis 2030 durch die Digitalisierung rund 17 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

ADAC Sommer-Staubilanz 2020, Quelle iStockphoto

Wird die Digitalisierung forciert, wären im selben Zeitraum sogar 28 Megatonnen CO2-Reduktion möglich. Bedeutender Hebel ist zum einen eine intelligente Verkehrssteuerung, bei der etwa Sensoren an der Straße oder GPS-Systeme in Autos Daten liefern, mit denen Ampeln geschaltet, Verkehrsströme umgeleitet oder öffentliche Transportmittel gestärkt werden können. Zum anderen liegen große Potenziale in einer smarten Logistik, die Leerfahrten vermeidet und Frachtrouten optimiert. Auch Sharing-Angebote können für eine effizientere und ressourcenschonendere Mobilität sorgen.

Digitalisierung läßt CO2 Ausstoß der Wrtschaft sinken, Quelle Bitkom

Mobilität digital und vernetzt

„Die Mobilität der Zukunft ist digital, vernetzt und autonom. Eine Voraussetzung dafür ist es, Verkehrsdaten wo immer möglich zu sammeln und breit verfügbar zu machen. Mobilitätsdaten sind viel zu kostbar, um sie in Silos wegzuschließen. Mit einer verantwortungsvollen Datennutzung können wir Verkehr nicht nur komfortabler und sicherer gestalten, sondern auch sehr viel umweltfreundlicher“, sagt auch Bitkom-Präsident Achim Berg.
„Digitale Technologien ermöglichen heute Mobilitätsangebote, die noch vor wenigen Jahren nicht umsetzbar gewesen wären. Das Interesse an diesen Mobilitätsdiensten ist groß, obwohl viele Menschen sie aktuell noch gar nicht nutzen können, weil sie häufig erst in Ballungszentren oder einzelnen Städten angeboten werden“, erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Bis zu 50 Prozent Verbrauch und Verschleiß gesenkt

Mobilitätsdaten intelligent zu nutzen, ist keine Zukunftsmusik. Gut aufgestellte und clever organisierte Unternehmen lernen heute bereits aus den Daten ihrer Fahrzeuge, wie sie Mobilität effizienter, umweltfreundlicher, sicherer und wirtschaftlicher organisieren können. So nutzt der Logistikdienstleister Legno-Trans die Fahrzeugdaten von rund 300 Transportern, um Fahrrouten zu optimieren und den Fahrstil der Chauffeure wirtschaftlicher und sicherer zu machen. Dafür setzt das Unternehmen auf „Smart Mobility“ von Telefónica. Dazu gehört ein Telematikstecker von Geotab, dem weltweiten Marktführer im Bereich Telematik. Das Gerät erfasst alle relevanten Daten und sendet sie über die eingebaute Global SIM Vivo-o2-Movistar von Telefónica an die Server von Geotab. Diese stellen per Web-Interface und auch per API die Daten zur Analyse und weiteren Verarbeitung bereit. „Smart Mobility von Telefónica Deutschland sorgt nicht nur dafür, dass wir unseren Fuhrpark wirtschaftlicher betreiben, sondern auch unsere Fahrer sicherer unterwegs sind und seltener in Unfälle verwickelt sind“, freut sich Angelo Mandese, Geschäftsführer der Legno-Trans GmbH. „Wir konnten durch die Einführung von Smart Mobility Verbrauch und Verschleiß unserer Fahrzeuge teilweise um 50 Prozent reduzieren.“ Ein wirtschaftlicher Erfolg, der die Kosten der Digitalisierung in kürzester Zeit einspielt.

Angelo Mandese, Geschäftsführer der Legno-Trans GmbH

Zukunftsfähige Mobilität

Das Smart Mobility-Angebot kann dabei nicht nur helfen, einen bestehenden Fuhrpark effizient zu managen. Vielmehr ermöglicht es auch, die passende zukunftsfähige Mobilitätslösung zu finden: Geotab bietet mit seiner Software EVSA (Electric Vehicle Suitability Assessment, Eignungsbewertung für Elektrofahrzeuge) ein Tool, das Flottenbetreiber dabei unterstützt, ihren Fuhrpark zu elektrifizieren: Anhand reeller, historischer Fuhrparkdaten und Fahrprofile einer Flotte zeigt das EVSA, welche aktuellen Flottenfahrzeuge durch ein auf dem Markt verfügbares E-Fahrzeug ersetzt werden können. Dabei zeigt das EVSA auch auf, wie viel CO2-Emissionen eingespart werden können und wie groß das finanzielle Einsparungspotenzial in der Gesamtkostenrechnung (Total Cost of Ownership) ist.

Die Stadt Madrid hat in einem Realitäts-Check überprüft, wie bei ihr der Umstieg auf die Elektromobilität gelingen kann: Im Rahmen eines europäischen Programms zur Förderung nachhaltiger Mobilität hat sie 19 Renault ZOE Elektrofahrzeuge eingesetzt und mit der Technik von Geotab dokumentiert und analysiert. „Die Zusammenarbeit mit Geotab hat uns erkennen lassen, dass man eine Elektroflotte nicht ohne Telematik-Technologie managen kann. Die realen Daten sind der Schlüssel, um den Zustand jedes einzelnen Fahrzeugs zu analysieren und in Bezug auf Effizienz und Nachhaltigkeit zu verbessern“, sagt Enrique García, Techniker der Abteilung für Klimawandel der Stadtverwaltung von Madrid. So trägt denn auch in Madrid die Digitalisierung dazu bei, Mobilität zukunftsfähig zu machen.

Sichern Sie sich jetzt ein Test-Paket oder bestellen Sie schnell und bequem über unseren Online Shop.