Künstliche Intelligenz macht die City erst wirklich smart

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

Künstliche Intelligenz macht die City erst wirklich smart

In den Städten konzentrieren sich Herausforderungen unserer Zeit: Viele Menschen leben auf engem Raum. Ihr Mobilitätsbedürfnis führt oft zum Stillstand durch unzählige Staus. Die Natur wird weiter zurückgedrängt. Dabei kann sie bedeutend dazu beitragen, unsere Städte lebenswert zu erhalten. foldAI, Mitglied des Telefónica Innovationslabor Wayra, will mit intelligenten, über 5G vernetzten Sensoren die Basis schaffen, per künstlicher Intelligenz Städte smart weiterzuentwickeln.

Das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky hat in einer aktuellen Befragung in Deutschland ermittelt: Mehr als die Hälfte der Menschen unter 30 Jahren versprechen sich positive Auswirkungen auf das Klima, wenn sich Städte zu Smart Citys entwickeln. Sie gehen davon aus, dass intelligente Infrastrukturen, etwa Smart-Parking-Systeme und effiziente öffentliche Nahverkehrsnetze, zu einer Verbesserung des Lebens in der Stadt beitragen können. Der Haken dabei: Zwar lassen sich die Vernetzung von Bus und Bahn mit Pkw und Lkw, die Steuerung von Verkehrsströmen und das Managen von Parkflächen heute bereits gut realisieren – doch Aussagen über das Klima in der Stadt werden dadurch nicht möglich. Vielmehr müssen eine ganze Menge Modellrechnungen bemüht werden, um Auswirkungen von verkehrslenkenden Maßnahmen mit einer gewissen Zuverlässigkeit ermitteln zu können.

Grafik aus Kaspersky-Report-Serie über die Generation KI Teil 2

Reale Messpunkte, die das Klima von Städten erfassen, sind in Deutschland nur spärlich gesät. So betreibt Berlin als größte Stadt gerade einmal 17 Stationen, an denen die Luftgüte gemessen wird. München kommt bei seinem Messnetz in Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst immerhin auf 43 Standorte. Bei einer Fläche von 310,71 Quadratkilometer kann man damit auch nicht von einer engmaschigen Erfassung des Stadtklimas sprechen.

Preiswerte, energiesparsame Sensoren

„Bislang fehlen uns in vielen Städten wirklich aussagekräftige Daten über das Mikroklima“, sagt denn auch Dr. Friedrich Förstner, Data-Scientist und einer der Gründer des Unternehmens foldAI. Er arbeitet mit seinem Team daran, Umweltsensoren klein, energieeffizient und preiswert zu machen. Diese Sensoren könnten dann in großer Zahl installiert werden und unzählige Daten an vielen Standorten erfassen. Sie würden die Grundlage für Big-Data-Analytics und künstliche Intelligenz liefern, die zuverlässigere Aussagen über das Mikroklima und dessen Entwicklung am Sensor ermöglichen.

Von dieser Idee leitet sich übrigens auch der Name des Unternehmens ab: foldAI will künstliche Intelligenz (im Englischen Artificial Intelligence, AI) so klein und kompakt machen, also im übertragenen Sinne so klein falten (im Englischen fold), dass sie zur Umwelt- und Klimaanalyse mit winziger Technik auskommt.

Das Ziel: Ökosystem Wald besser kennenlernen

Erfassen will das Team von foldAI mit seinen Sensoren so unterschiedliche Größen wie Feuchtigkeit, Lärm, Temperatur, Lichtspektrum, Druck und Gase. Mit seiner Technik will das junge Unternehmen insbesondere Wälder in den Blick nehmen. Die von der Technik begeisterten Mitarbeiter verbindet untereinander nämlich auch die Liebe zum Wald. „Ich war als Kind bei den Pfadfindern. Das hat mir immer sehr viel Spaß gemacht und dabei konnte ich eine enge Verbindung zu Natur und Wäldern aufbauen“, erzählt Förstner und ergänzt: „Auch wenn der Wald in Deutschland schon seit Jahrhunderten wirtschaftlich genutzt wird und er heute in seiner Bedeutung für unser Weltklima als besonders wichtig erachtet wird, wissen wir doch recht wenig über dieses Ökosystem. Das wollen wir ändern.“

Know-how für Smart Citys und Industrie 4.0

Dass die Technik von foldAI vielfältig – eben auch in Smart Citys – eingesetzt werden kann, ist für das junge Unternehmen von finanzieller Bedeutung: Die Elektrotechniker, Informatiker, Big-Data- und KI-Experten können so ihr Know-how auch in Bereichen einbringen, die besser finanziert sind als Umwelt- und Klimaprojekte. Nicht nur in Städten, sondern auch in der Industrie. Denn auch in Produktionshallen können die Sensoren von foldAI helfen, die Produktionsumgebung präzise zu erfassen. „Wir haben beispielsweise in einem Briefverteilzentrum, in dem Postsendungen in pneumatischen Systemen sortiert werden, Störungen durch Luftzug ermitteln können“, erzählt Förstner. „Bei anderen Aufträgen bringen wir unser Know-how in künstlicher Intelligenz ein und helfen Unternehmen so, besser zu arbeiten.“

Friedrich Förstner und Giovanni Carmantini (Quelle: foldAI)

Vorteil 5G: energieeffizient und massentauglich

Für die Vernetzung seiner Sensoren setzt foldAI auf den neuen Mobilfunkstandard 5G. „5G bringt uns ganz entscheidende Vorteile“, sagt Jungunternehmer Förstner. „Der neue Standard ermöglicht Niedrigenergietechniken für die Datenübertragung. Für unsere Idee, Umweltdaten an vielen Bäumen im Wald, also fern vom Stromnetz, zu erfassen, kommt es ganz wesentlich darauf an, möglichst wenig Strom zu verbrauchen. Außerdem erlaubt 5G so viele vernetzte Geräte pro Fläche wie kein anderer Mobilfunkstandard. Damit können wir unser Messnetz sehr engmaschig aufbauen. Und nicht zuletzt lässt 5G auch jenseits der öffentlichen Netze sogenannte Campusnetze zu, über die wir im Zweifelsfall auch selbst für die Vernetzung sorgen könnten.“

Die besonderen Eigenschaften und Fähigkeiten von 5G haben foldAI schließlich auch zu Wayra, dem Innovationslabor von Telefónica, gebracht: Hier entsteht am Standort im Münchner Zentrum zurzeit ein 5G-Testlabor, in dem Unternehmen die Neuheiten ausprobieren können, die 5G mit sich bringt. Im Rahmen des Wayra Activation Programms hat FoldAI unter anderem Zugriff auf Netztechnologien und IoT-Experten wie Andreas Stauber aus dem B2B-Bereich, der die Unternehmen als Mentor bei der Umsetzung Ihrer innovativen Geschäftsideen unterstützt. Start-Ups erhalten so Zugriff auf Expertenwissen und wertvollen Erfahrungen aus bereits realisierten Großprojekten zur Entwicklung ihrer IoT-Anwendung. „Wayra bietet uns hervorragende Arbeitsmöglichkeiten: Hier können wir nicht nur 5G ganz praktisch testen und unsere Anwendungen optimieren. Wir können uns auch mit anderen Start-ups vernetzen, die hier arbeiten“, freut sich Förstner
Für die eigene Arbeit bringt das auch einen wichtigen psychologischen Effekt: „Der Austausch mit anderen jungen Unternehmen, die neue technologischen Lösungen und disruptive Geschäftsmodelle entwickeln, macht es wesentlich leichter, über so manche Frustration hinwegzukommen“, sag der Datenwissenschaftler. Angetreten ist das Team von foldAI, einen Beitrag zu leisten, das Klima zu retten.

Auch wenn bereits einige Unternehmen wie Telefónica daran arbeiten, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern und auf grünen Strom setzen, ist der Weg noch weit. Doch das junge Unternehmen geht seinen Weg motiviert voran.

5G – das Rückgrat für die Digitalisierung?

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

5G – das Rückgrat für die Digitalisierung?

Jede bisherige Generation der Mobilfunk-Technologien hat neuartige Anwendungen ermöglicht, die unser Leben bereichert und verändert haben. Die neue Mobilfunkgeneration 5G kann zum Impulsgeber der Digitalisierung werden. Dank der vielfältigen und flexiblen technischen Fähigkeiten gibt es zahlreiche Anwendungsfelder, die von der 5G-Technologie profitieren können.

Technische Anforderungen verschiedener Anwendungsfälle (Quelle: Telefónica Deutschland, eigene Darstellung)

Die Verfügbarkeit von 5G-Netzen wird der Digitalisierung und dem Internet der Dinge (IoT) den entscheidenden Schub verleihen. Warum die Erwartungen an die fünfte Mobilfunkgeneration so groß sind, zeigt ein Blick auf die möglichen Anwendungsfelder. Egal ob Industrie, Energie, Gesundheit, Wissenschaft oder Unterhaltung: Der 5G-Technologie-Standard hat die notwendigen technischen Eigenschaften, um als wichtiger Impulsgeber für neue Innovationen über viele Branchen und Anwendungsfelder hinweg zu fungieren.

Autonomes Fahren und vernetzte Fahrzeuge

Intelligente und autonome Mobilitätsangebote, Verkehrsinformationen in Echtzeit sowie Multimediasysteme im Fahrzeug – die künftigen Anwendungen werden gigantische Datenströme verursachen, die zuverlässig und schnell transportiert werden müssen. Ohne die Bandbreite von 5G-Konnektivität, die selbst bei hohen Geschwindigkeiten noch zur Verfügung steht, ist die Zukunft des vernetzten Fahrzeuges kaum denkbar. Für Echtzeitdaten über die Verkehrslage, die Autos mit einer übergeordneten Infrastruktur wie einer Verkehrsleittechnik austauschen, braucht es überdies sehr kurze Latenzzeiten sowie die Fähigkeit, Daten direkt zwischen den Fahrzeugen, ohne den Umweg über eine Funkbasisstation zu übermitteln. Weil 5G all diese Anforderungen erfüllen kann, gilt die neue Mobilfunkgeneration als Türöffner und wichtiger Bestandteil zukünftiger Mobilität.

Industrie 4.0: Vernetzte Produktion und fahrerlose Transportsysteme

Die Interaktion zwischen Mensch und Maschine, Zustandsüberwachung (Condition Monitoring) mittels intelligenter Sensoren für eine vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) und Vernetzung von Produktion und Logistik sind Themen der vierten industriellen Revolution. Anwendungen in der Industrie stellen sehr hohe Anforderungen und schreien förmlich nach 5G als Basistechnologie. Die Mobilfunktechnologie der fünften Generation erfüllt die Anforderungen hinsichtlich Zuverlässigkeit und überträgt die gewonnen Informationen mit sehr geringer zeitlicher Verzögerung, um so unmittelbar auf entsprechende Störungen reagieren zu können. Vor allem bei der Zusammenarbeit zwischen Roboter und Mensch kommt es darauf an, dass die Maschine in Sekundenbruchteilen auf ihr menschliches Gegenüber reagiert, um niemanden zu gefährden.

Private 5G-Netze in der Fabrik und industrielle Kommunikation

Als 2019 die Frequenzen für 5G versteigert wurden, kam nicht das gesamte Spektrum in die öffentliche Auktion. Ein Teil wurde für industrielle Nutzer und Anwendungen reserviert. Unternehmen können damit lokale Frequenzen für den Aufbau firmeneigener 5G-Netze, sogenannte Campusnetze, installieren. Diese geschlossenen, privaten Netzwerke sorgen für eine verbesserte Netzsicherheit und -verfügbarkeit auf dem Werksgelände und ermöglichen volle Kontrolle und Flexibilität hinsichtlich des Einsatzes und der Zuordnung des verfügbaren Netzspektrums für unterschiedliche Unternehmensanwendungen (Stichwort Network Slicing). Beispielhaft kann ein Netz mit 5G auf einem Firmengelände aus zwei Teilen, einer Kombination aus privatem und öffentlichem Netz, bestehen. Ein Teil des Funknetzes ist reserviert für unternehmenskritische Anwendungen in der Fertigung und Produktion. Der andere Teil ist für die Nutzung durch Mitarbeiter oder Lieferanten freigegeben und verbessert die Datensicherheit im Unternehmen.

Intelligente Städte und digitalisierte Mobilität

Smart City definiert innovative Lösungsansätze und die Nutzung digitaler Technologien im kommunalen Umfeld. Städte und Kommunen stehen nicht zuletzt durch erhöhte Verkehrsaufkommen und der einhergehenden Luftverschmutzung vor einer Handlungsnotwendigkeit hinsichtlich der Digitalisierung und Vernetzung der städtischen Infrastrukturen. Intelligente stromsparende Sensor-Netzwerke, die sich nahtlos in bestehende Ökosysteme integrieren, können dabei helfen, die Luftqualität im urbanen Raum zu verbessern. Dank der technischen Eigenschaften von 5G wird es möglich, eine höhere Anzahl an Endgeräten und Sensoren pro Funkzelle zu unterstützen und die gewonnenen Daten effizient zu übertragen. Dies ermöglicht eine Vielzahl an neuen Anwendungen im urbanen Umfeld, die mit der heutigen Mobilfunktechnik oftmals nicht umsetzbar sind und sich wie folgt eingruppieren lassen:

Anwendungsgruppen für 5G und Beispiele für Smart-City-Anwendungen (Quelle: Capgemini, 5G als Treiber: Der Weg zur zukunftsfähigen „Smart City“ beginnt jetzt)

5G für sichere Energienetze und intelligente Gebäudetechnik

Entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Energie- und Versorgungsbereich gibt es zahlreiche Szenarien für die intelligente 5G-Vernetzung. Einige Anwendungen wie Smart Metering sind zwar bereits heute mit verfügbaren Netztechnologien im Bereich der Gebäudetechnik im Einsatz. Speziell die Energiewende kann jedoch durch 5G eine zusätzliche Dynamik entfalten. Die Frage ist, welche 5G-Technik und auch Frequenz hier zum Einsatz kommt, um eine entsprechende Gebäudedurchdringung hin zu Hausanschlussräumen zu gewährleisten.
Intelligente Stromnetze (Smart Grids) werden eine zentrale Rolle bei der Energiewende spielen. Das Versorgungsnetz wird bestimmt durch die Vernetzung von tausenden dezentralen Stromerzeugungs- und Speicheranlagen, sogenannten virtuellen Kraftwerken. Dies stellt hohe Anforderungen hinsichtlich Echtzeitübermittlung von Daten zur Einspeiseüberwachung und Verbesserung der Erzeugungsprognose. Der 5G-Standard kann dabei die Zuverlässigkeit in der Kommunikation deutlich erhöhen und den zentralen Betrieb zur Überwachung der Anlagen verbessern. Insgesamt gilt 5G als wichtiger Motor für die Umsetzung von neuen Geschäftsmodellen in der Energiewirtschaft.

Fazit

Die bestehenden Netztechnologien ermöglichen heute bereits verschiedenste Ansätze im Kontext der Digitalisierung. Für viele Anwendungsfälle reichen aktuelle Bandbreiten und Latenzen mit 4G noch aus. Konnektivität und damit auch der 5G-Standard werden künftig in der Gesamtheit das tragende Element sein und der Digitalisierung als Stütze dienen.

5G – der Mobilfunk-Überflieger

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

5G – der Mobilfunk-Überflieger

5G gilt als die vielleicht wichtigste Technologie, die das Internet der Dinge, neudeutsch Internet of Things (IoT), antreiben soll. Aber warum ist das eigentlich so? Was kann 5G, was andere Technologien nicht können?

Die hohen Erwartungen an 5G rühren aus dessen technischen Fähigkeiten, die denen der vierten Mobilfunkgeneration (4G) mit LTE und LTE-Advanced und denen der dritten (3G) mit HSPA+, HSPA und UMTS in allen Belangen überlegen sind. Dabei geht es aus guten Gründen um Eigenschaften:

Datenrate: Hohe Datenraten spielen beispielsweise bei multimedialen Unterhaltungsanwendungen oder bei Virtual- und Augmented-Reality eine wichtige Rolle. Die 5G-Technologie kann bis zu 20 Gbit/s übertragen und ist damit fast 90 Mal schneller als LTE der vierten Generation und fast 500 Mal schneller als die dritte Mobilfunkgeneration mit HSPA+.

Das Netz der Zukunft – Anwendungsgebiete von 5G

Latenzzeit: Die Latenzzeit gibt an, wie lange es von der Eingabe eines Befehls bis zur eigentlichen Aktion dauert. In 5G-Netzen ist die Latenzzeit etwa 10 Mal kleiner als in 4G-Netzen und mindestens 50 Mal kürzer als in 3G-Netzen. Die sehr geringen Latenzzeiten, die in 5G-Netzen auf kurzen Übertragungsstrecken möglich sein werden, sind wichtig für Echtzeitanwendungen. Sie sind vor allem im industriellen Bereich angesiedelt, beispielsweise bei der Kommunikation zwischen Robotern und Menschen, aber auch zwischen Produktionsmaschinen (Machine-to-Machine-Kommunikation, M2M). Kooperative Verkehrssicherheits-Anwendungen beim autonomen Fahren sind ebenfalls in extremem Maß von einer verzögerungsfreien Übertragung von Informationen abhängig. Ein Beispiel für Letzteres ist der automatische Austausch von Informationen über den Straßenzustand oder den Verkehrsfluss zwischen Fahrzeugen in der nahen Umgebung.

Frequenzen: Von den genutzten Frequenzbändern hängt unter anderem die Reichweite der Signale ab. In einfachen Worten: Je niedriger die Frequenz, desto größer ist die Reichweite eines Funksystems. Für die Inhouse-Übertragung ist also ein Frequenzband im 3,6-GHz-Bereich gut geeignet, wohingegen bei der Freiluftkommunikation ein 800-MHz-Signal seine Reichweitenvorteile ausspielt. Weil das zur Verfügung stehende Frequenzspektrum für 5G-Netze viel größer ist als das für 4G und 3G, kann die neue Mobilfunktechnologie besser auf die jeweilige Anforderung der Anwendung abgestimmt werden.

Netzwerk-Slicing: Wenn wir schon über Flexibilität sprechen, dann sollten wir ein Auge auf das Netzwerk-Slicing werfen. Es erlaubt in 5G-Netzen den Betrieb verschiedener virtueller Netze mit unterschiedlichen Eigenschaften auf einer gemeinsamen physischen Infrastruktur. Jede Anwendung erhält, je nach Anforderung, eine eigene Ebene im Netzwerk. So kann man einer Anwendung eine hohe Bandbreite zuweisen, einer anderen hingegen eine geringe Latenzzeit mit hoher Zuverlässigkeit der Übertragung.

5G im Vergleich zu 4G (Quelle: Fraunhofer-Institut)

Device-to-Device-Kommunikation: Die 5G-Technologie sieht erstmals eine Device-to-Device-Kommunikation vor – sie ist weder in 4G- noch in 3G-Netzen möglich. D2D ermöglicht den schnellen, direkten Datenaustausch zwischen Geräten und Sensoren ohne den Umweg über eine Basisstation. Das entlastet einerseits die Basisstationen in 5G-Netzen und verkürzt andererseits die Laufzeit der Signale zwischen Sendern und Empfängern. Wichtig ist dies zum Beispiel bei sicherheitskritischen Anwendungen in autonom oder teilautonom fahrenden Autos und Lkw auf öffentlichen Straßen, aber auch für selbstfahrende Fahrzeuge in der Logistik.

Energieffizienz: Die Energieeffizienz beschreibt, wieviel Informationsbits pro Energieeinheit übertragen werden können. Sie soll bei 5G 100 Mal besser sein als bei 4G. Damit können 5G-Geräte Daten mit weitaus geringerem Stromverbrauch senden oder empfangen.

Versorgungsdichte: Die Versorgungsdichte gibt an, wie viele Geräte auf einer bestimmten Fläche versorgt werden können. Auch bei dieser Kenngröße ist 5G den bisherigen Mobilfunktechnologien deutlich überlegen. Damit dürften Versorgungsengpässe bei Großveranstaltungen der Vergangenheit angehören und Anwendungen mit einer hohen Sensorendichte die Tür geöffnet werden.

Bereits Mitte letzten Jahres errichtete Mercedes-Benz Cars, zusammen mit dem Telekommunikationsunternehmen Telefónica Deutschland und dem Netzwerkausrüster Ericsson in der „Factory 56“ in Sindelfingen, das weltweit erste 5G-Mobilfunknetz für die Automobilproduktion. Der Zukunftsstandard 5G wird somit für den Industriestandort Deutschland Realität.

„Wir läuten das 5G-Zeitalter für den Industriestandort Deutschland ein und bauen das modernste Mobilfunknetz für eine der modernsten Automobilfabriken der Welt“, sagt Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland.

Smart City – Lösungen für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

Smart City – Lösungen für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung

Die Digitalisierung hilft Städten, Energie zu sparen, Warenströme zu optimieren oder Verkehrsmittel besser zu vernetzen. Mobilfunk – insbesondere der neue Standard 5G – das Internet der Dinge (IoT), Künstliche Intelligenz (KI) und Big Data spielen hier eine Schlüsselrolle.

In den Metropolen wird es eng. Laut den Vereinten Nationen lebt schon heute mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Ballungszentren. In Europa liegt der Anteil sogar bei 74 Prozent. Der Trend zur Urbanisierung lässt auch deutsche Großstädte immer weiter wachsen: Berlin wird in zehn Jahren mehr als 3,925 Millionen Einwohner (2018: 3,748 Mio.) haben. Und München könnte dann eine Einwohnerzahl von 1,724 Millionen (2018: 1,571 Mio.) erreichen.

Der enorme Bevölkerungszuwachs stellt vor allem die 81 deutschen Großstädte (mit mehr als 100.000 Einwohner) vor ernst zu nehmende Probleme: Erhöhter Energiebedarf, Mangel an bezahlbarem Wohnraum, zunehmende Luft- und Umweltverschmutzung und Überlastung der Verkehrsinfrastruktur drohen die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger massiv zu beeinträchtigen. Große Hoffnungen setzen viele Stadtväter daher auf die digitale Transformation, die im kommunalen Bereich unter dem Label „Smart City“ zusammengefasst wird.

Smart Citys also „intelligente Städte“, zeichnen laut Professor Chirine Etezadzadeh , Leiterin des SmartCity.institute, folgende Aspekte aus:

  • Smart Citys sind konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet
  • Smart Citys haushalten effizient mit ihren Ressourcen
  • Smart Citys sind insgesamt vernetzter und kooperative
  • Smart Citys bedienen sich dafür der Digitalisierung und der modernen Technik, ohne dass diese das Leben und die menschliche Urteilskraft dominieren oder unbeherrschbar werden
  • Smart Citys bieten eine Vielzahl von Potenzialen, um das Leben von Bürgerinnen und Bürgern nachhaltig zu verbessern und einfacher zu machen

Die Idee der Smart City zielt auf die technologische Weiterentwicklung von Städten und Gemeinden ab. Das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) stellt dazu fest, dass „die Entwicklung und die Nutzung digitaler Technologien in fast allen Bereichen auf kommunaler Ebene“ stattfindet. Betroffen sind die Verkehrssteuerung, die Energieversorgung, das Gesundheitssystem, die öffentliche Verwaltung, Polizei und Rettungskräfte, das Bildungswesen und viele andere Bereiche.

Digitalisierung der Städte und Gemeinden

Wie das schon heute konkret aussehen kann, zeigen viele Modellprojekte in ganz Deutschland: Hamburg, das im aktuellen Smart-City-Index des Branchenverbands Bitkom unter den 81 deutschen Großstädten Platz eins einnimmt, hat schon vor Jahren Projekte wie den Smart Port, die „E-Culture-Agenda“ und die „Digitale Verwaltung“ gestartet. Mittlerweile setzt die Hansestadt im Bereich Mobilität rund 60 Projekte um, die den städtischen Verkehr sicherer, effizienter und umweltfreundlicher machen. Und über die Datenplattform Urban Data Hub will Hamburg städtische Daten aus Bereichen wie Verkehr, Umwelt, Soziales und Wirtschaft verknüpfen und Auswertungen in Echtzeit ermöglichen.

Andere Städte treten mit innovativen Smart-City-Lösungen wie die emissionsfreie Paketzustellung im Pilotprojekt „logSPAZE“ für die Stuttgarter Innenstadt hervor. Oder mit der Entwicklung der Multifunktions-App „digital@KA“, die für die Bürger alle für relevanten Informationen rund um das städtische Leben bündelt. Diese reichen vom Apotheken- und Tankstellenfinder über Echtzeitinformationen zur Verkehrslage und Parkplatzmöglichkeiten bis hin zu Kultur- und Freizeittipps.

Interdisziplinär und vernetzt

Schaltzentrale am Flughafen München (Foto: Flughafen München GmbH)

Funktionieren können Smart Citys nur, wenn alle Bereiche miteinander vernetzt werden. Nur so lassen sich Abhängigkeit wie Energieverbrauch, E-Mobilität, Bus und Bahn, Warenströme, aber auch städtische Dienstleistungen nutzen, um die Wirtschafts- und Lebensbedingungen in Städten auf einen neuen Level zu bringen. Der Mobilfunk spielt dabei eine zentrale Rolle. Das stellt gerade auch das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky in einem spannenden Artikel heraus: 5G und IoT: Chance und Herausforderung für die Smart City. 5G ermöglicht eine massive Ausweitung des Internets der Dinge, durch das gerade auch Städte smart werden können. Dafür benötigen sie einen kompetenten Vernetzungspartner wie Telefónica Deutschland.

Das Telekommunikationsunternehmen zeigt in Kooperation mit dem Flughafen München bereits heute, wie eine Smart City aussehen kann. Der Airport kann durchaus als Modell einer smarten Stadt gelten – mit Individual- und öffentlichem Verkehr, mit Geschäften und viele ansässigen Unternehmen, (in Nicht-Corona-Zeiten) mit vielen Zehntausend Menschen, Geschäften und Restaurants sowie dem gesamten Service rund ums Fliegen.

Telefónica und wayra machen Start-ups das Skalieren ihrer Lösung einfach

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

Telefónica und wayra machen Start-ups das Skalieren ihrer Lösung einfach

Mit dem Telefónica Activation Programme können junge, kreative, Technologie-orientierte Unternehmen Zugriff auf skalierbare Systeme bekommen und so ihr Geschäftsmodell gut auf seine Skalierbarkeit testen – oder gleich als Leistung für eines der größten Telekommunikationsunternehmen anbieten. Betreut und begleitet werden die Start-ups von wayra, dem Innovation-Hub von Telefónica.

Zum besonderen Reiz von Start-ups gehört in der Regel die Chance, das Geschäftsmodell gut skalieren zu können – oft mit riesigem Wachstumspotenzial. Doch mit den typischerweise begrenzten Möglichkeiten junger Unternehmen lässt sich das oft nicht richtig testen. Das ändert das Telefónica Activation Programme.

Start-ups können sich bis zum 22. Juni 2020 über die Webseite bewerben. Unter Telefónica Activation Programme, erhalten sie Unterstützung für ihr Geschäftsvorhaben.

Das bietet das Telefónica Activation Programme

  • Exklusiver und freier Zugang zu Plattformen für IoT, Blockchain und künstliche Intelligenz von Telefónica
  • Schulung auf den Plattformen
  • Nutzung der Plattformen über API-Schnittstellen
  • Sechs Monate Unterstützung und Betreuung durch wayra
  • Zugang zu den Innovationslaboren von Telefónica in Madrid und Barcelona
  • Prüfung auf Investitionsmöglichkeiten

„Mit dem Programm erlangen Gründerinnen und Gründer Zugriff auf das umfangreiche Technologie-Portfolio der Telefónica“, so Florian Bogenschütz, CEO von wayra Deutschland. „Für Start-ups ergibt sich dadurch die einzigartige Möglichkeit, ihre Lösungen belastbar in einer globalen Infrastruktur zu testen. Zudem bekommen sie die Chance, Telefónica als Kunden zu gewinnen und die eigene Lösung dadurch langfristig am Markt zu etablieren.“

Start-ups aus dem Bereich Internet der Dinge bekommen Zugriff auf die Telefónica Kite Plattform, um die Konnektivität ihrer Lösung integriert managen und analysieren zu können. Wenn sie sich mit Niedrigenergie-Konnektivitätslösungen wie Narrow Band IoT und LTE-M beschäftigen, bekommen sie Zugang zu „The Thinx“ Laboren von Telefónica in Madrid und Barcelona.

Blockchain-Start-ups können die TrustOS Plattform nutzen. Damit erhalten sie die Möglichkeit, ihre Lösung an öffentliche und private Netzwerke für Blockchain-Anwendungen anzubinden und zu testen.

Und junge Unternehmen, die sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigen, können mit der LUCA Plattform arbeiten. Damit lassen sich Datenanalysen automatisieren und Fähigkeiten wie Machine Learning leicht in eigene Anwendungen integrieren.

Am besten gleich bewerben.

Gerüstet auch für schwere Zeiten –
Arbeiten im Homeoffice

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

Gerüstet auch für schwere Zeiten – Arbeiten im Homeoffice

Was für viele noch vor kurzem als schöne Idee galt, erweist sich heute als Rettungsweg, Unternehmen am Laufen zu halten: die Arbeit im Homeoffice. Moderne IT- und Telekommunikationslösungen bringen auch in Zeiten von Corona und Kontaktverboten die Arbeit ins sichere Zuhause.

Am 27. Januar bestätigte ein Automobilzulieferer aus dem Landkreis Starnberg, dass es bei ihm den ersten Corona-infizierten Mitarbeiter gab. Zwei Tage später schloss das Unternehmen sein Verwaltungs- und Entwicklungszentrum für zwei Wochen. Mehr als 1000 Mitarbeiter wurde nach Hause geschickt, um die räumliche Nähe zu vielen Kollegen zu verhindern. Diese Ausnahmesituation hatte man wahrscheinlich nicht eingeplant, als man die technischen und organisatorischen Voraussetzungen fürs Arbeiten im Homeoffice geschaffen hatte. In der Krise erwiesen sich diese Möglichkeiten als Rettung für den Geschäftsbetrieb. So hat es sich wohl schnell bezahlt gemacht, moderne IT- und Telekommunikationlösungen einzusetzen.

Das Homeoffice etabliert sich in dieser Zeit als tragbare Alternative zum Büro im Unternehmen. Viele Technologien dafür sind längst etabliert und bei den meisten Unternehmen im Einsatz. Am offensichtlichsten ist das beim Mobiltelefon der Fall. Es gehört längst zum Alltag und macht jeden überall, natürlich auch im Büro und zu Hause erreichbar. Noch einfacher wird es mit der telefonischen Erreichbarkeit auch im Homeoffice, wenn im Unternehmen eine virtuelle Telefonanlage wie Digital Phone von o2 zum Einsatz kommt: Damit kann per App auf dem Smartphone oder auf dem Computer überall telefoniert werden wie im Unternehmen, und zwar unter derselben Telefonnummer.

Knackpunkt IT-Sicherheit

E-Mails lassen sich ebenso einfach auf Notebook, Tablet und Smartphone zu Hause empfangen. Aber Vorsicht – hier wird’s zweifellos komplizierter. Weniger wegen der Technik, als vielmehr wegen rechtlicher Bestimmungen – denn die müssen beim Arbeiten im Unternehmen wie im Büro zu Hause gleichermaßen eingehalten werden. Dazu zählen beispielsweise die Regelungen der Datenschutzgrundverordnung und des Arbeitsrechts.

Übrigens: Wenn das Homeoffice nicht als regulärer Arbeitsplatz vom Arbeitgeber vorgegeben wird, gilt das Arbeiten dort wie mobiles Arbeiten auf Reisen, in einem Café oder bei einem Kundeneinsatz. Dann müssen nicht dieselben Richtlinien beispielsweise für die ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes eingehalten werden – auch wenn natürlich Arbeitsergonomie grundsätzlich sinnvoll ist.

Natürlich darf durchs Arbeiten zu Hause die IT-Sicherheit des Unternehmens nicht gefährdet werden. IT-Sicherheitsservices wie o2 Protect sorgen schon einmal für den grundlegenden Schutz von Computer, Tablet und Smartphone.

Zur technischen Grundausstattung des Homeoffice gehören heute

  • ein Computer mit
  • Internetzugang und
  • ein Smartphone

Der Internetanschluss braucht dabei nicht einmal ein besonders schneller zu sein. Ein typischer DSL-Anschluss, wie er in Deutschland üblich ist, reicht in den meisten Fällen. Je nach Mobilfunkvertrag und inkludiertem Datenvolumen kann der Internetzugang übers Smartphone reichen. Nur wer viel mit großen Dateien und Datenmengen wie beim Videostreaming arbeitet, sollte für ausreichend Bandbreite mit einem Anschluss für mindestens 50 Mbit pro Sekunde und unbegrenztem Datenvolumen sorgen.

Sinnvolle Ergänzungen kann

  • ein Headset

sein. Das macht nicht nur das Telefonieren per Smartphone entspannter. Oft lässt sich das Zubehör, das vielen Smartphones schon beim Kauf beiliegt, auch am Computer nutzen. Das ist meistens der Fall, wenn es den typischen Klinkenanschluss hat. Es lohnt auf jeden Fall zu prüfen, ob Headset und Computer zusammenpassen. Dann lassen sich Telefonate oder Besprechungen über den PC besser verständlich führen – für den Headset-Nutzer und auch für sein Gegenüber, weil hier Mikrofon und Ohrhörer genau für diesen Anwendungsfall entwickelt sind. Als Alternative bieten sich Headset mit USB-Stecker oder Bluetooth an, weil sie sich leicht an viele IT-Geräte anschließen lassen.

Office- und Messenger-Anwendungen

Die Software fürs Arbeiten im Homeoffice unterscheidet sich nicht von der im Unternehmen. Sinnvoll können aber hier insbesondere Funktionen für die Zusammenarbeit werden: Marktführer Microsoft bietet mit Office 365 sein bekanntes Programmpaket mit Onlinefunktionen an, die das gleichzeitige Bearbeiten von Dokumenten erlauben. Ähnliche Funktionen ermöglicht das Angebot von Google Docs.
Große Bedeutung kommt beim verteilten Arbeiten Messenger-Software zu, über die meist nicht nur Textnachrichten verschickt, sondern auch Gespräche und ganze Konferenzen mit Bildschirmpräsentationen geführt werden können. Beispiele hierfür sind Skype von Microsoft, das allmählich von Microsoft Teams abgelöst wird, und Hangouts von Google, aber auch Webex von Cisco und Zoom vom Anbieter gleichen Namens sind hilfreiche Werkzeuge für die Zusammenarbeit.

Wer auch von Zuhause auf Software und Dokumente im Büro zugreifen will, sollte seine Datenverbindung ins Unternehmen als Virtual Private Network (VPN) schützen. Dabei wird per Internet eine verschlüsselte Verbindung aufgebaut und der Computer zu Hause kann Unternehmensressourcen nutzen, als käme er im Unternehmen zum Einsatz. o2 Business bietet mit o2 VPN Connect eine passende Lösung.

Noch eine Ergänzung zum Thema Sicherheit

Gerade wenn ganze Abteilungen, Niederlassungen oder Unternehmenszentralen geschlossen werden, weil alle im Homeoffice arbeiten und kaum mehr jemand im Büro der Firma anwesend ist, sollte das Thema Sicherheit auch dort vor Ort nicht vernachlässigt werden. Moderne Telekommunikation kann hier zuverlässig unterstützen: Sie sorgt dafür, dass Alarm- und Wachanlagen automatisch melden können, wenn sich im eigentlich leeren Büro Unerwartetes ereignet. Unternehmen wie Stadtritter und Bosch Sicherheitssysteme nutzen die IoT-Kompetenz von Telefónica und sichern die Kommunikation von Sicherheitsanlagen per Mobilfunk über die Global SIM Vivo o2 Movistar. Sie sorgt für Konnektivität am Einsatzort über jedes vorhandene Mobilfunknetz – damit Gebäude auch geschützt sind, wenn niemand dort ist.

Digitalisierung leistet entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

Digitalisierung leistet entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit

Natürlich verbrauchen Computer, Smartphones und Internet Strom. Aber sie helfen auch, unseren Ressourcenverbrauch an anderer Stelle entscheidend zu senken. Richtig gemacht, trägt die Digitalisierung entscheidend zum nachhaltigen Leben und Wirtschaften bei.

Prof. Tilman Santarius, Pauline Brünger, Rainer Kohns, Markus Haas, Rita Schwarzelühr-Sutter, Ali Aslan

Die Laufzeit von Smartphones führt uns wie kein anderes Thema klar vor Augen, was moderne Kommunikation und IT brauchen: Strom. Längst hat jeder seine eigene Strategie entwickelt, über den Tag zu kommen, ohne dass der Bildschirm mangels Energie schwarz bleibt. Doch was für jede Verbraucherin und jeden Verbrauchern zur täglichen Herausforderung gehört, ist auf die gesamte Informationstechnik bezogen zu einer gewaltigen Aufgabe geworden: Die meisten Informationen und Services auf dem Smartphone werden nur möglich, weil sie per Mobilfunk und Internet auf Server rund um den Globus zugreifen können. Allein die mehr als 50.000 Rechenzentren in Deutschland verbrauchten 2018 14 Milliarden Kilowattstunden Strom – 2,7 Prozent des gesamten Strombedarfs hierzulande. Das haben Wissenschaftler im Projekt TEMPRO (Total Energy Management for Professional Data Centers) errechnet. Sie gehen davon aus, das bis 2030 der Strom- und Ressourcenbedarf von Rechenzentren um mehr als 50 Prozent steigt – trotz aller Effizienzgewinne neuer Technologien.

Doch dem scheinbar unstillbaren Hunger nach Energie stehen auch nachhaltige Nutzen gegenüber. So sagte Margrethe Verstager, Vizepräsidentin der EU-Kommission, zur Vorstellung des Programms zur klimaneutralen EU, dass der Kampf gegen den Klimawandel wohl nur mit der Digitalisierung zu gewinnen sei. Big Data und künstliche Intelligenz liefern vielfach erst die Entscheidungsgrundlage, wie Klima und Umwelt nachhaltig geschützt werden können. Und Telefonate, Chats, Videokonferenzen und Datenaustausch ersetzen viele Reisen und Transporte – und die physische Fortbewegung erfordert immer mehr Energie als der elektronische Transport von Bits und Bytes.

Effizienzmaschine ersten Ranges

Das unterstreicht auch der Nachhaltigkeitsforscher Tilman Santarius. Auf einer Diskussionsveranstaltung im Basecamp von Telefónica Deutschland in Berlin bezeichnete er die Digitalisierung als „Effizienzmaschine ersten Ranges“. Optimierte Logistik, konstante Verkehrsflüsse und Smart Home-Lösungen würden helfen, Energie zu sparen. Mehr Effizienz dürfe jedoch nicht zu einer höheren Nachfrage nach Energie oder bestimmten Gütern führen, mahnte Santarius. Dieser „Rebound Effekt“ müsse verhindert werden.
Deshalb tragen Anbieter und Anwender der Informations- und Telekommunikationstechnologien Verantwortung dafür, ihre Nachhaltigkeit zu verbessern. Das fordert auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die dafür rund 70 Maßnahmen in einer „umweltpolitischen Digitalagenda“ zusammengestellt hat.

Tilman Santarius, Professor für Sozial-Ökonomische Transformation an der TU Berlin

Telefónica nimmt auf vielen Ebene seine Verantwortung dafür wahr, die Digitalisierung nachhaltig zu machen. So sagte der Chef von Telefónica Deutschland, Markus Haas auf der Digitalkonferenz DLD Anfang des Jahres, dass sein Unternehmen bereits seit 2016 nur Grünstrom nutze. Und er unterstrich, dass neue Technologien es künftig möglich machen würden, den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich zu reduzieren. Dazu gehöre auch der neue Mobilfunkstandard 5G.

Niedrigenergietechniken für das IoT

Im Internet der Dinge gibt es auch bereits aus Anwendersicht einen wichtigen Antrieb, den Stromhunger zu senken: Viele Sensoren können nicht direkt mit dem Stromnetz verbunden werden. Sie sind auf Batterien, Akkus oder andere begrenzte Energiequellen angewiesen. Damit sie möglichst lange ohne manuellen Eingriff arbeiten können, brauchen sie Kommunikationstechnologien, die mit wenig Strom auskommen. Dafür hat Telefónica in seinem Mobilfunknetz die beiden Niedrigenergietechniken (LPWAN, Low Power Wide Area Network) Narrowband-IoT und LTE-M gestartet. Sie ermöglichen den Batteriebetrieb von IoT-Geräten von mehreren Jahren.

Telefónicas Podcast zu 5G: „M5G – Mein 5G“

Weitere Informationen und spannende Diskussionen, gibt es auch in unserem Podcast zu 5G. Mit Gesprächspartnern aus den unterschiedlichsten Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft, werden die neuen Möglichkeiten von 5G eingehend beleuchtet.

Folge 1
Ist 5G der Wegbereiter für eine „grüne“ Digitalisierung? Oder resultieren aus der Technologie neue Herausforderungen? Dazu spricht Joachim Sandt, Umweltbeauftragter bei Telefónica Deutschland, mit Pauline Brünger von Fridays for Future und dem Klimaexperten Prof. Dr. Tilman Santarius.

Cloud Ready verbindet IoT-Plattform mit der öffentlichen Cloud

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

Cloud Ready verbindet IoT-Plattform mit der öffentlichen Cloud
Einfache Integrier- und Skalierbarkeit

Skalierbarkeit ist ein ganz wesentlicher Aspekt von Anwendungen für das Internet der Dinge (IoT, Internet of Things). Telefónica sorgt mit seiner IoT-Plattform Kite dafür, dass dies auch in Verbindung mit Mobilfunkkonnektivität möglich ist: „Cloud Ready“ sorgt für den nahtlosen Übergang zu Cloud-Diensten der wichtigsten Anbieter. Auf der embedded world (25. bis 27. Februar 2020, Messe Nürnberg) können Sie sich ansehen, wie das genau funktioniert.

Telefónica Deutschland erstmalig auf der embedded world in Nürnberg.

Die Prognosen für das Wachstum des Internet of Things mussten und müssen immer wieder nach oben korrigiert werden. Vor fünf Jahre meinten die Marktforscher von Gartner noch, bis zum Jahr 2020 gebe es rund 20 Milliarden vernetzte Geräte. 2019 wurden aber fast schon 27 Milliarden erreicht. In den nächsten Jahren ist mit einem rasanten Wachstum zu rechnen. So halten die Experten von Juniper bis 2022 fast eine Verdopplung auf 50 Milliarden für möglich.

Beflügelt wird das Wachstum vom Ausbau der Telekommunikationsnetze und den Effizienzsteigerungen, die vernetzte, smarte Geräte ermöglichen. Den Netzausbau treibt Telefónica selbst voran. So will das Unternehmen auch in diesem Jahr wieder Antennen an 10.000 LTE-Standorten aus- und aufbauen. Hinzu kommt der Aufbau des 5G-Netze. Und für die Effizienzsteigerungen sorgen die Entwickler- und Anwenderunternehmen, die auf das Internet der Dinge setzen, wie die große IoT-Studie der Computerwoche zeigt.

Für Anwenderunternehmen kommt es dabei darauf an, dass die gesamte Infrastruktur mit diesem Wachstum mithalten kann. Deshalb liegen Anwendungen, die Daten von vernetzten Geräten sammeln, analysieren und verknüpfen, um so zu geschäftsrelevanten Informationen zu kommen, meistens in der Cloud. Insbesondere die erforderlichen Ressourcen bei den großen Cloud-Service-Providern lassen sich leicht skalieren. Sie bieten die Flexibilität, auch bei schnell steigender Nachfrage an Rechenleistung und Speicherplatz die nötigen Kapazitäten zur Verfügung zu stellen.

Telefónica berücksichtigt diese Bedeutung von Cloud-Anbietern wie Amazon, Google und Microsoft, indem der Telekommunikationsanbieter seine IoT-Plattform Kite hin zu den großen Dreien öffnet und „Cloud Ready“ macht. Unter diesem Stichwort ermöglicht Kite die automatische und sicheren Weitergabe von Daten rund um die Konnektivität: Die Verbindungen von Kite zu Cloud-Services von Amazon, Google und Microsoft wird durch eine direkte Kopplung mit den Rechenzentren erreicht, für einen privaten APN (Access Point Point, Zugangpunkt) ist also keine weitere Sicherungsmaßnahme IP-SEC oder MPLS mehr nötig. Konnektoren ermöglichen die aktive Weitergabe von Daten an Cloud-Dienste. Damit können die Informationen von Managed Connectivity in Echtzeit an Software übergeben werden, die bei den Providern in der Cloud läuft.

Den „Cloud Ready“-Ansatz von Telefónica unterstützen bereits viele Hersteller, unter anderem Huawei, Gemalto und Sierra Wireless. Sie bieten Hardware wie Router, Tracker und Spezialanwendungen an, die sich nahtlos in das IoT-Ökosystem aus Endgerät, gemanagter Konnektivität und Public Cloud integrieren lassen.

So erleichtern es Telefónica und Partner, skalierbare IoT-Anwendungen zu entwickeln und zu nutzen. Besuchen Sie die embedded world in Nürnberg und informieren Sie sich am Stand von Telefónica Deutschland (Halle 3 / 3-334) konkret, wie Ihr Unternehmen von gemanagter Konnektivität aus Global Sim Vivo-o2-Movistar für eine Mobilfunkverbindung auch per Roaming und der Telefónica Kite Plattform sowie der „Cloud Ready“-Funktionalität profitieren kann.

Das IoT braucht neue Partnerschaften Fokusthema auf der embedded world

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

Das IoT braucht neue Partnerschaften Fokusthema auf der embedded world

Auf der embedded world (25. bis 27. Februar 2020, Messe Nürnberg) dreht sich vieles um Partnerschaften – denn die Einbindung und Integration unterschiedlicher Technologien, von Hardware, Software und Konnektivität zu smarten Lösungen erfordert die Zusammenarbeit von Technologie- und Geschäftspartner. Telefónica Deutschland freut sich auf Ihren Besuch und stellt Ihnen das weltweite IoT Partner Programm vor.

Das Internet der Dinge verändert nicht nur viele technische Geräte und Anwendungen, sondern auch die Zusammenarbeit von Anbietern ganz unterschiedlicher Kompetenzen. Klassische Kunden-Lieferanten-Beziehungen werden neu definiert. Für smarte Lösungen müssen Unternehmen mit anderen partnerschaftlich zusammenarbeiten. Deshalb sind gerade Messen wie die embedded world so wichtig. Hier kommen die Spezialisten zusammen, die unterschiedliche Technologien zu Lösungen integrieren.

Telefónica Deutschland präsentiert sich hier nicht nur als digitales Telekommunikationsunternehmen und erste Wahl für die Vernetzung der Dinge im IoT, sondern auch als Partner für den Aufbau von smarten Anwendungen und neuen Geschäftsmodellen. So informiert Telefónica Deutschland umfassend über sein IoT Partner Programm. Jedes interessierte Unternehmen kann sich hierfür registrieren, ganz konkret profitieren und sein Geschäftsmodell erweitern. Zum Beispiel durch die Möglichkeit, zum Reseller von Konnektivität zu werden. So können Unternehmen, deren IoT-Anwendungen per Mobilfunk vernetzt werden, ihren Kunden Hard- und Software-Lösung als Komplettsystem inklusive Konnektivität aus einer Hand anbieten und damit einen neuen Geschäftszweig etablieren.

Unternehmen, die beim IoT Partner Programm von Telefónica mitmachen, profitieren darüber hinaus von der Vernetzungskompetenz und der guten Sichtbarkeit und Bekanntheit der Marke Telefónica. Je nach Engagement für das Partnerprogramm erhalten Unternehmen auch zusätzlichen technischen Support, Zugriff auf Planungs- und Management-Tools bis hin zu Rabatten und individuell zugeschnittene Tarife.

Selbstverständlich gehören zum IoT Partner Programm von Telefónica Deutschland auch so wichtige Bausteine für eine zuverlässige und smarte IoT-Konnektivität wie die Global Sim Vivo-o2-Movistar für eine Mobilfunkverbindung auch per Roaming und die Kite Plattform, über die Unternehmen IoT-Verbindungen managen und analysieren können und die ihre IoT-Konnektivität Cloud-fähig, Cloud Ready machen.
Besuchen Sie die embedded world in Nürnberg und informieren Sie sich am Stand von Telefónica Deutschland (Halle 3 / 3-334) konkret, wie Ihr Unternehmen von der IoT-Kompetenz und dem IoT Partner Programm profitieren kann.

CES 2020: Fast alles vernetzt

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

CES 2020: Fast alles vernetzt

Die CES 2020 hat es gleich zu Anfang des Jahres gezeigt: Vielfach macht erst Vernetzung beispielsweise per 5G möglich, was neue Elektronikgeräte auszeichnet. Sie verbindet die Geräte im Internet of Things, damit sie intelligent, unterhaltsam und einfach zu bedienen werden.

Die geplante Toyota-Stadt soll sich über 70 Hektar erstrecken. Bild: Toyota

Toyota stellte auf der Messe in Las Vegas den umfassendsten Entwurf für die Anwendung vernetzter Innovationen vor: die „Woven City“. Auf einem 175 Hektar großen Gelände will der japanische Autobauer eine Stadt der Zukunft bauen, in der Forscher und Bewohner Technologien wie autonomes Fahren, nachhaltiges Bauen, erneuerbare Energien, Robotik, persönliche Mobilität, Smart Home und Künstliche Intelligenz testen und entwickeln können. Doch bislang liegen für dieses lebendige Labor nur die Pläne vor. Klar ist aber jetzt schon: Ohne Vernetzung wird hier kaum etwas funktionieren.

Und Mobilfunk nach dem neuen Standard 5G kann hier besondere Vorteile bringen – nicht nur wegen Geschwindigkeit und Bandbreite der Verbindungen, sondern auch wegen der Möglichkeit, Campusnetze aufzubauen. Passend dazu hat der Netzwerkspezialist Netgear mit dem Router Nighthawk M5 einen mobilen Hotspot vorgestellt, der bereits mit dem Mobilfunkstandard 5G arbeitet und WLAN per Wifi 6 bereitstellt.

Sony stellt mit dem Vision-S eine fahrbereite Elektroauto-Studie vor. Bild: Sony

Konkreter und zum Anfassen waren viele andere Innovationen, die Unternehmen aus aller Welt präsentierten. Mittlerweile ziehen insbesondere Automobilhersteller die Aufmerksamkeit auf ihre Studien von Fahrzeugen für die Zukunft. In den vergangenen Jahren stand häufig der elektrische Antrieb und autonomes Fahren im Vordergrund. In diesem Jahr ging es zu einem guten Teil darum, was zukünftige Passagiere während der Fahrt machen. Unter diesem Aspekt wundert es weniger, dass ein Nicht-Autobauer den vielleicht größten Rummel erzeugte: Der japanische Unterhaltungselektronikkonzern Sony zeigte mit dem Vision-S, wie sich Mobilität entwickelt, nämlich als Zeit für Entertainment. Bereits heute läuft das meist über vernetzte Geräte, sei es beim Streaming von Videos oder beim Gaming. Bei Daimler gehen die Überlegungen so weit, dass man dort sogar eine Kooperation mit Starregisseur James Cameron (Avatar) eingegangen ist.

Hyundai Motor präsentiert seine Smart Mobility Lösung UAM. Bild: Hyundai Motor

Der Autobauer Hyunday Motor geht mit seinen Plänen zur Mobilität der Zukunft in die Luft – per Urban Air Mobility (UAM), wie die Koreaner ihr Flugtaxi nennen. Selbst der Chiphersteller Qualcomm, der vor allem bekannt ist für seine Smartphone-Prozessoren und Mobilfunkmodem, stellte seine Plattform für den Weg zur autonomen Mobilität vor, Qualcomm Snapdragon Ride.

Doch natürlich drehte sich nicht alles auf der CES 2020 um Autos. Vor allem zeigte die Messe, dass es kaum mehr Lebensbereiche gibt, in die die Vernetzung von Geräten nicht reicht. So zeigte etwa Moen, Marktführer für Mischbatterien auf dem nordamerikanischen Markt, dass auch Wasserhähne smart werden können: U by Moen Smart Faucet lässt sich beispielsweise via Amazon Alexa und Google Assistant per Sprache steuern.

Auch unsere Kollegen von o2 in Großbritannien haben sich die CES 2020 angeschaut und spannende Neuheiten gefunden. Sich einzulesen lohnt.