IoT Studie: Internet der Dinge wächst deutlich – auch in Ihrem Unternehmen?

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Studie: Internet der Dinge wächst deutlich – auch in Ihrem Unternehmen?

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) lässt sich trotz der einhergehenden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht aufhalten. So ist die Zahl der deutschen Firmen mit erfolgreichen IoT-Projekten und schnellem Mehrwert gewachsen. Auch die Investitionen in IoT-Projekte sind in vielen Unternehmen gestiegen. Qualitätskontrolle wird zur wichtigsten Anwendung des IoT, und 86 Prozent der Unternehmen sehen den neuen 5G-Mobilfunkstandard als wichtige Technologie zur Vernetzung ihrer IoT-Szenarien. Das zeigt die IoT-Studie von COMPUTERWOCHE und CIO.

Die Zahl der Firmen, die IoT Projekte umgesetzt haben, ist gestiegen. (Quelle: IoT Studie von IDG Research Services)

Das Internet der Dinge befindet sich trotz der Corona-Krise in deutschen Unternehmen weiter auf Wachstumskurs. Die Zahl der Firmen, die IoT-Projekte umgesetzt haben, ist mit 51 Prozent im Vergleich zum letzten Jahr (49 Prozent) leicht gestiegen. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen IoT-Studie, für die CIO und COMPUTERWOCHE 441 Entscheider aus der DACH-Region zu ihren Plänen und Projekten rund um das Internet der Dinge befragten.

Wie bereits in den vergangenen Jahren gehen die großen Firmen bei den IoT-Anwendungen voran. Auch der Reifegrad bei IoT-Entwicklungen steigt mit der Größe der Unternehmen, sei es bei der Vernetzung von Produkten und Geräten, der verbesserten Instandhaltung durch vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) oder dem Entwickeln neuer Geschäftsmodelle durch digitale Services wie Product-as-a-Service oder Pay-per-Use.

Nur noch 4% der IoT Projekte bringen keinen Mehrwert. (Quelle: IoT Studie von IDG Research Services)

Gezieltere Herangehensweise als Erfolgsfaktor

Auch Kennzahlen wie die Erfolgsquote der IoT-Projekte und schneller Mehrwert zeigen eindeutig in Richtung Verbesserung. Während im vergangenen Jahr noch acht Prozent der Firmen keinen Mehrwert wie höhere Produktivität oder niedrigere Kosten feststellen konnten, sind es dieses Jahr nur noch vier Prozent. Passend dazu sind 92 Prozent der Unternehmen sehr zufrieden bis eher zufrieden mit den Ergebnissen ihrer IoT-Projekte. Sehr positiv: Auch der Mehrwert der IoT-Projekte stellte sich im Vergleich zum letzten Jahr im Schnitt schneller ein. In 13 Prozent der Fälle zeigte sich der Erfolg sofort (Vorjahr: Neun Prozent). In 24 Prozent der Firmen stellte sich der Mehrwert nach vier bis acht Wochen ein (Vorjahr: 19 Prozent).

Eine weitere gute Nachricht: Die meisten Unternehmen investieren in den nächsten Jahren wieder verstärkt in IoT-Projekte – trotz oder vielleicht sogar wegen Corona. In 57 Prozent der Firmen kommt es durch IoT-Projekte in sehr starkem Maße oder in starkem Maße zu zusätzlichen Investitionen. Der Wert liegt damit um elf Prozent über dem Vorjahresniveau. 42 Prozent der Firmen haben die Investitionen in IoT während der Corona-Pandemie verstärkt, in einem Viertel bleiben sie unverändert.

5G als Impulsgeber für das Internet der Dinge

Das IoT zeigt in Unternehmen viele Gesichter und Facetten. Zu den wichtigsten IoT-Projekten zählen Anwendungen im Bereich von Qualitätskontrolle und Logistik. Danach folgen vernetzte Produktionsanlangen und intelligente Produkte. Es zeigt sich: Das Internet der Dinge eröffnet Unternehmen vielfältige Möglichkeiten, um Abläufe und Aktivitäten zu digitalisieren.

„Die Einsatzszenarien für IoT-Anwendungen werden durch die 5G-Technologie noch vielfältiger. Egal ob Industrie, Energie, Gesundheit, Wissenschaft oder Unterhaltung: Der 5G-Technologie-Standard hat die notwendigen technischen Eigenschaften, um als wichtiger Impulsgeber für neue Innovationen über viele Branchen und Anwendungsfelder hinweg zu fungieren“,

sagt Sven Koltermann, Leiter IoT bei Telefónica Deutschland.

86% planen den Einsatz von 5G. (Quelle: IoT Studie von IDG Research Services)

Der neue Mobilfunkstandard 5G soll die notwendige Kapazität für die Übertragung von IoT-Daten in Echtzeit liefern. Daher stellt sich die Frage für Unternehmen: Planen Sie den Einsatz von 5G in IoT-Szenarien? Insgesamt 86 Prozent der Firmen beantworten die Frage mit Ja. 41 Prozent davon planen den Einsatz von 5G in IoT-Szenarien grundsätzlich, 30 Prozent stecken bereits in konkreten Überlegungen und in 16 Prozent der Firmen laufen bereits erste Feldversuche. Von 5G erhoffen sich die Unternehmen vor allem eine hohe Bandbreite für die Übertragung der IoT-Daten, eine hohe Übertragungsqualität sowie eine niedrige Latenz. Damit wird 5G in vielen Bereichen zum Hoffnungsträger und zur technischen Basis des nächsten Entwicklungsschritts für das Internet der Dinge.

Sie können die Studie hier kostenfrei herunterladen.

Telefónica IoT | Wir vernetzen das Internet der Dinge

Mit unserem IoT-Portfolio bieten wir Geschäftskunden flexible Lösungen zur Vernetzung ihrer Infrastrukturen und Digitalisierung von Geschäftsabläufen. Ein wichtiger Baustein für skalierbare Anwendungen ist dabei die Vernetzung mittels intelligenter Konnektivität. Mit der Telefónica Kite Plattform unterstützen wir Unternehmen in puncto Transparenz und Sicherheit. Sie erhalten wichtige Security-Tools und Funktionen zur transparenten Steuerung der IoT SIM-Karten sowie der Echtzeit-Verwaltung und Kontrolle der Datenübertragungen.

Wir stehen Ihnen als Partner bei der Vernetzung Ihrer IoT-Projekte zur Seite.

Integrierbarkeit als wichtiges Kriterium für skalierbare Anwendungen im Internet der Dinge

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Integrierbarkeit als wichtiges Kriterium für skalierbare Anwendungen im Internet der Dinge

Wer Anwendungen im Internet der Dinge skalieren will, benötigt leistungsstarke Infrastrukturen. Telefónica bietet mit seiner Kite Plattform das Tool, mit dem sich IoT-Konnektivität in Cloud-Infrastrukturen einfacher integrieren lässt. Im Interview erklärt Thomas Frahler, Business Lead IoT bei Microsoft Deutschland, wie sich das Internet der Dinge entwickelt, wie Unternehmen von Microsofts Cloud- und IoT-Angeboten profitieren, sich auf entsprechende Services vorbereiten und sie nutzen können.

Thomas Frahler, Business Lead IoT bei Microsoft Deutschland

Redaktion: Das Internet der Dinge entwickelt sich rasant. 5G wird ihm noch einmal einen Schub geben. Welche Rolle spielt Microsoft dabei?

Frahler: Als Technologieanbieter ist Microsoft in nahezu allen Bereichen aktiv. Wir stellen ein umfassendes Lösungsportfolio bereit, mit dem wir Unternehmen auch im Bereich Internet der Dinge und Edge-Computing unterstützen. Auf unserer Azure-Plattform können sie die unterschiedlichsten Anwendungen entwickeln und betreiben.

Redaktion: Worin liegen für Entwickler von IoT-Anwendungen bei 5G besondere Chancen oder Herausforderungen?

Frahler: Da muss man gar nicht weit in die Zukunft schauen. Schon heute umfasst das Internet der Dinge weit mehr Geräte, als es Menschen auf der Erde gibt. Auch unsere Milliarden von Smartphones sind ein Teil davon. Aber für das IoT insgesamt sagen Analysten bereits für 2025 zwischen 50 und 60 Milliarden Geräte voraus. Wearables, Fahrzeuge, aber auch Maschinen in Fabriken, Sensoren in Infrastrukturen und Logistik – der Markt ist riesig, in dem wir Einsatzszenarien für IoT-Anwendungen finden. 5G wird diese Entwicklung fördern. Die Herausforderungen werden aber sein: Wie positioniert sich ein Unternehmen in diesem Bereich? Wie kann es seine IoT-Anwendungen skalieren? Auf welche technologische Plattform setzt ein Unternehmen, mit dem es seine Anwendung auch in Zukunft weiterentwickeln kann? Hinzu kommen Überlegungen, ob Unternehmen die Plattform selbst betreiben und managen wollen oder lieber als gemanagten Service nutzen. Außerdem müssen Unternehmen noch berücksichtigen, welche und wie viele Entwickler und IoT-Experten sie haben.

Microsoft mit speziellen Azure-Services für IoT

Microsoft bietet mit seinem Azure Portfolio für alle Bereiche Lösungen. Gerade für den Anwendungsbereich IoT haben wir spezielle Azure-Services entwickelt, die es Kunden besonders leicht machen, das Internet der Dinge für sich und ihre Kunden zu nutzen. Azure IoT Central ermöglicht es beispielsweise, in nur wenigen Sekunden erste Visualisierungen zu erstellen. Man muss keinen Code schreiben und kann einfach per „Drag and Drop“ sein Dashboard individualisieren.

Redaktion: Welche IoT-Anwendungen werden von den Anwendern angefragt bei Microsoft? Und wie geht Microsoft auf die Anforderungen von Entwicklern und Anwendern im IoT ein?

Frahler: In vielen Anwendungen geht es um das Senden von Telemetriedaten – sei es für das Tracken von Logistik-Assets oder das Nachverfolgen von Fahrzeugen. Dabei werden oft auch Zustände wie die Temperatur von Waren oder der Betrieb einer Kühlung erfasst. Aus dem öffentlichen Raum werden bereits heute viele Daten aus dem Umfeld Urban Mobility gesammelt – aus der Shared-Economy wie Car Sharing, von E-Rollern und E-Scootern, von Parkstationen und dem öffentlichen Personenverkehr.

In der Industrie werden mehr und mehr sogenannte Campusnetze entstehen: Kommunikationsnetzwerke, die die klassische Unternehmens-IT und die Produktionstechnologie, kurz OT für Operating Technology, näher zusammenbringen. Das Internet der Dinge wird die Produktion in vielen Unternehmen zur Smart Factory machen.

Bei Microsoft haben wir für alle Branchen Spezialistenteams, die Sie individuell nach Anwendungsfall unterstützen können.

In Deutschland haben wir außerdem eines von weltweit vier Labs für Künstliche Intelligenz und IoT. Hier erhalten Kunden für die Entwicklung eigener Lösungen und Anwendungen kostenfreie Unterstützung von Microsoft Experten, die Software-Ingenieure und Data-Scientists sind. In dem Lab wird genauso über die Architektur der Lösung und der Daten nachgedacht wie über deren Umsetzung.

Das verstehen wir unter umfassender Unterstützung von Entwicklern und Unternehmen.

Redaktion: Das Internet der Dinge braucht Connectivity. Wie sieht es mit Integration und Administration der verschiedenen Vernetzungstechniken in der Azure-Cloud aus?

Frahler: Microsoft bietet Azure IoT Hub als zentrales Element für IoT-Anwendungen an, das eine bi-direktionale Kommunikation zur Plattform über alle gängigen Übertragungstechniken und -protokolle ermöglicht. Es wird also nicht nur von Microsoft Azure zum IoT-Gerät kommuniziert, sondern auch in die andere Richtung. Unsere Plattform ist offen für alle gängigen IoT Kommunikationsstandards, damit wir unsere Kunden optimal unterstützen können.

Informationen aus der Telefónica Kite Plattform können nahtlos in Azure IoT eingebunden werden

Redaktion: Telefónica ermöglicht über die Kite Plattform Funktionen für Administration und Analyse von Konnektivität. Per „Cloud Ready“ lassen sich Daten und Informationen auch in Microsoft Azure integrieren. Welche Rolle spielt eine solche Funktion bei der Skalierung von IoT-Anwendungen?

Frahler: Bei IoT-Anwendungen müssen Unternehmen immer auch berücksichtigen, wie sie die Konnektivität zwischen ihren Geräten und den Server-Anwendungen administrieren. Sonst besteht vielleicht die Gefahr, dass sie ihre Anwendung nicht skalieren können. Wir kooperieren mit Telefónica, damit die Informationen aus der Kite Plattform auch in Azure IoT nahtlos eingebunden werden können.

Redaktion: Wie können Unternehmen am einfachsten in die Azure-Welt einsteigen, wenn sie eine IoT-Anwendung entwickeln wollen?

Frahler: Microsoft bietet dafür viele Möglichkeiten. Gerade jetzt in der Pandemie haben wir noch einmal mehr Schulungen und Zertifikatsprüfungen auf unserem Online-Portal Microsoft Learn bereitgestellt. Dort findet man genauso Einführungskurse zu den Azure-Grundlagen wie auch Prüfungen zum Beispiel für Azure IoT Developer und oder Azure Fundamentals.

Außerdem gibt es im Internet Developer-Kanäle wie Channel 9, in denen sich Interessierte über die neuesten Entwicklungen informieren können.

Daneben führen wir auch Workshops mit Kunden durch oder veranstalten Hackathons. Und nicht zuletzt unterstützen auch unsere 30.000 Partner gern dabei, Microsoft-Technologien auch im Internet der Dinge einzusetzen.

Redaktion: Wie sieht der nächste wichtige Entwicklungsschritt für Azure IoT aus? Was ist zu erwarten?

Frahler: Wir befinden uns in einer sehr spannenden Phase. Immer mehr Geräte werden vernetzt. Wir kommen hin zu vernetzten Umgebungen und ganzen vernetzten Ökosystemen. Microsoft arbeitet intensiv daran, das Internet der Dinge zu vereinfachen, deshalb haben wir Azure IoT Central entwickelt. Denn eines ist sicher: Die wohl größte Herausforderung für Unternehmen ist der Fachkräftemangel. Vielen fehlt Know-how, doch die Komplexität vernetzter Systeme steigt. Wir wollen die Technologie vereinfachen, daran arbeiten wir und werden weitere Tools dafür veröffentlichen. Damit Unternehmen einfacher und schneller von den Möglichkeiten des Internets der Dinge profitieren können.

Intelligente Konnektivität für das Internet der Dinge

Die Integrierbarkeit in bestehende IT-Infrastruktur und Cloud-Systeme ist ein wichtiger Aspekt für skalierbare IoT-Anwendungen. Telefónica sorgt mit der Kite Plattform dafür, dass das auch in Verbindung mit Mobilfunk-Konnektivität möglich ist. Dies vereinfacht die Anbindung an IoT-Plattformen wie die von Microsoft Azure und bietet dabei die Möglichkeit, wichtige Parameter zu Konnektivität, Verbrauch und Sicherheit jedes einzelnen IoT-Geräts abzurufen. Daten können so einfacher aggregiert und zusammen mit Sensor- und Betriebsdaten analysiert werden.

Digitalisierung macht Mobilität smart und vereinfacht den Übergang zur Elektroflotte

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Digitalisierung macht Mobilität smart und vereinfacht den Übergang zur Elektroflotte

Unsere Mobilität befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Das Smartphone hat neue Wege eröffnet, Fahrgelegenheiten zu organisieren. Und die Digitalisierung und Vernetzung in der Fahrzeugtechnik ermöglicht nicht nur Effizienzsteigerungen, sondern ebnet auch den Umstieg zur Elektromobilität.

Besserung tut not. Unsere Mobilität stößt in vielen Bereichen an ihre Grenzen: An den 13 Wochenende der diesjährigen Sommerferien zählt der ADAC 58.442 Staus auf Deutschlands Autobahnen. Das waren zwar knapp drei Prozent weniger als im Vorjahr, doch dieser Rückgang geht weniger auf gesunkene Reiselust als vielmehr aus Einschränkungen aufgrund der Coronapandemie zurück. In deutschen Großstädten „ruht“ der Verkehr allzu oft, statt zu fließen. Feinstaub, Stickoxid- und Kohlendioxidemissionen belasten nicht nur die Luftqualität, sondern heizen auch dem Klima ein.

Aus vielerlei Gründen muss unsere Mobilität nachhaltiger und smarter werden. Der Schlüssel dazu ist die Digitalisierung. Nach einer aktuellen Studie des Branchenverbands Bitkom kann der Verkehr in Deutschland bis 2030 durch die Digitalisierung rund 17 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

ADAC Sommer-Staubilanz 2020, Quelle iStockphoto

Wird die Digitalisierung forciert, wären im selben Zeitraum sogar 28 Megatonnen CO2-Reduktion möglich. Bedeutender Hebel ist zum einen eine intelligente Verkehrssteuerung, bei der etwa Sensoren an der Straße oder GPS-Systeme in Autos Daten liefern, mit denen Ampeln geschaltet, Verkehrsströme umgeleitet oder öffentliche Transportmittel gestärkt werden können. Zum anderen liegen große Potenziale in einer smarten Logistik, die Leerfahrten vermeidet und Frachtrouten optimiert. Auch Sharing-Angebote können für eine effizientere und ressourcenschonendere Mobilität sorgen.

Digitalisierung läßt CO2 Ausstoß der Wrtschaft sinken, Quelle Bitkom

Mobilität digital und vernetzt

„Die Mobilität der Zukunft ist digital, vernetzt und autonom. Eine Voraussetzung dafür ist es, Verkehrsdaten wo immer möglich zu sammeln und breit verfügbar zu machen. Mobilitätsdaten sind viel zu kostbar, um sie in Silos wegzuschließen. Mit einer verantwortungsvollen Datennutzung können wir Verkehr nicht nur komfortabler und sicherer gestalten, sondern auch sehr viel umweltfreundlicher“, sagt auch Bitkom-Präsident Achim Berg.
„Digitale Technologien ermöglichen heute Mobilitätsangebote, die noch vor wenigen Jahren nicht umsetzbar gewesen wären. Das Interesse an diesen Mobilitätsdiensten ist groß, obwohl viele Menschen sie aktuell noch gar nicht nutzen können, weil sie häufig erst in Ballungszentren oder einzelnen Städten angeboten werden“, erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Bis zu 50 Prozent Verbrauch und Verschleiß gesenkt

Mobilitätsdaten intelligent zu nutzen, ist keine Zukunftsmusik. Gut aufgestellte und clever organisierte Unternehmen lernen heute bereits aus den Daten ihrer Fahrzeuge, wie sie Mobilität effizienter, umweltfreundlicher, sicherer und wirtschaftlicher organisieren können. So nutzt der Logistikdienstleister Legno-Trans die Fahrzeugdaten von rund 300 Transportern, um Fahrrouten zu optimieren und den Fahrstil der Chauffeure wirtschaftlicher und sicherer zu machen. Dafür setzt das Unternehmen auf „Smart Mobility“ von Telefónica. Dazu gehört ein Telematikstecker von Geotab, dem weltweiten Marktführer im Bereich Telematik. Das Gerät erfasst alle relevanten Daten und sendet sie über die eingebaute Global SIM Vivo-o2-Movistar von Telefónica an die Server von Geotab. Diese stellen per Web-Interface und auch per API die Daten zur Analyse und weiteren Verarbeitung bereit. „Smart Mobility von Telefónica Deutschland sorgt nicht nur dafür, dass wir unseren Fuhrpark wirtschaftlicher betreiben, sondern auch unsere Fahrer sicherer unterwegs sind und seltener in Unfälle verwickelt sind“, freut sich Angelo Mandese, Geschäftsführer der Legno-Trans GmbH. „Wir konnten durch die Einführung von Smart Mobility Verbrauch und Verschleiß unserer Fahrzeuge teilweise um 50 Prozent reduzieren.“ Ein wirtschaftlicher Erfolg, der die Kosten der Digitalisierung in kürzester Zeit einspielt.

Angelo Mandese, Geschäftsführer der Legno-Trans GmbH

Zukunftsfähige Mobilität

Das Smart Mobility-Angebot kann dabei nicht nur helfen, einen bestehenden Fuhrpark effizient zu managen. Vielmehr ermöglicht es auch, die passende zukunftsfähige Mobilitätslösung zu finden: Geotab bietet mit seiner Software EVSA (Electric Vehicle Suitability Assessment, Eignungsbewertung für Elektrofahrzeuge) ein Tool, das Flottenbetreiber dabei unterstützt, ihren Fuhrpark zu elektrifizieren: Anhand reeller, historischer Fuhrparkdaten und Fahrprofile einer Flotte zeigt das EVSA, welche aktuellen Flottenfahrzeuge durch ein auf dem Markt verfügbares E-Fahrzeug ersetzt werden können. Dabei zeigt das EVSA auch auf, wie viel CO2-Emissionen eingespart werden können und wie groß das finanzielle Einsparungspotenzial in der Gesamtkostenrechnung (Total Cost of Ownership) ist.

Die Stadt Madrid hat in einem Realitäts-Check überprüft, wie bei ihr der Umstieg auf die Elektromobilität gelingen kann: Im Rahmen eines europäischen Programms zur Förderung nachhaltiger Mobilität hat sie 19 Renault ZOE Elektrofahrzeuge eingesetzt und mit der Technik von Geotab dokumentiert und analysiert. „Die Zusammenarbeit mit Geotab hat uns erkennen lassen, dass man eine Elektroflotte nicht ohne Telematik-Technologie managen kann. Die realen Daten sind der Schlüssel, um den Zustand jedes einzelnen Fahrzeugs zu analysieren und in Bezug auf Effizienz und Nachhaltigkeit zu verbessern“, sagt Enrique García, Techniker der Abteilung für Klimawandel der Stadtverwaltung von Madrid. So trägt denn auch in Madrid die Digitalisierung dazu bei, Mobilität zukunftsfähig zu machen.

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Mehr Dynamik für die intelligenten Städte von Morgen

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Mehr Dynamik für die intelligenten Städte von Morgen

Erfolgreiche Initiativen im Smart-City-Kontext zeichnen sich nicht durch einzelne nützliche Anwendungen aus, sondern durch ihren umfassenden Ansatz für die Digitalisierung. Mobilität, Energie, Verwaltung und Gesellschaft gehören ebenso dazu wie die digitale Infrastruktur.

Anfang Oktober hat der Digitalverband Bitkom seine Studie vorgestellt, wie die Digitalisierung in deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohner voranschreitet. „Der Smart City Index zeigt, wie digital die deutschen Großstädte sind“, erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Die vielen Positionswechsel im Vergleich zum Vorjahr verdeutlichen die enorme Dynamik in der Smart-City-Landschaft.“ Hamburg hat den Titel als Spitzenreiter verteidigt. Doch obwohl sich der Gesamtsieger insgesamt verbessert hat gegenüber dem Vorjahr, ist sein Vorsprung geringer geworden. Andere Städte schließen auf. München und Köln rücken näher an den Spitzenreiter.

Fünf Themenfelder nimmt der Bitkom für seinen Smart City Index unter die Lupe: Mobilität, Gesellschaft, Verwaltung, Energie und Umwelt sowie digitale Infrastruktur. Während die digitale Infrastruktur eine wichtige Basis für die technische Entwicklung von Smart Citys ist, geht es in den anderen Bereichen um die intelligente Weiterentwicklung klassischer Aufgaben, mit denen sich Städte seit jeher beschäftigen: Damit sich Mobilität insbesondere in wachsenden Städten nicht in Richtung Stau und Stillstand entwickelt, müssen Verkehrsträger vernetzt und intelligent gesteuert werden. In einer zukunftsfähigen Stadt müssen die Bürger an der Neuentwicklung und Modernisierung ihrer Heimat beteiligt werden, was heute durch vielerlei digitale Anwendungen erleichtert werden kann. Städtische Betriebe und Verwaltung können viele ihre Dienstleistungen digital und online anbieten. Und einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft und der globalen Gemeinschaft zu leisten, müssen die Städte auch die Themen Energie und Umwelt in Einklang bringen.

Telekommunikationsunternehmen wie Telefónica mit der Marke o2 Business und Telefónica IoT bieten mit ihren Netzen eine wichtige Voraussetzung für digitale smarte Städte. Telefónica und o2 Business tragen wesentlich zur digitalen Infrastruktur bei und unterstützen Partner und Kunden bei der Realisierung ihrer Lösungen. So sorgt Telefónica beispielsweise dafür, dass die Verwaltung der führenden Smart City in Deutschland, Hamburg, für ihre Bürger gut telefonisch erreichbar bleibt: Schon bei der Ablösung von ISDN unterstützte sie mit der Marke o2 Business die Dataport, Gemeinschaftsunternehmen einiger Bundesländer für IT-Services. Mittlerweile sorgt sie für die Anbindung der Verwaltungen Hamburg und Bremen ans öffentliche Telefonfestnetz. Außerdem sorgt o2 Business dafür, dass städtische Mitarbeiter auch mobil erreichbar bleiben und per Smartphone oder Tablet unabhängig von ihrem Büroarbeitsplatz arbeiten können. Und mit seinem IoT-Angebot sorgt Telefónica zusätzlich dafür, dass Umweltsensoren vernetzt und Ladesäulen für Elektromobilität per Mobilfunk administriert und gesteuert werden können.

Dataport vertraut auf Festnetz- und Mobilfunklösungen von o2 Business.

Auf die Bereitstellung von Ladesäulen hat sich das Münchner Unternehmen eeMobility spezialisiert. Für Unternehmen übernimmt es Aufbau und Betrieb der Infrastruktur für elektrische Fahrzeuge, sowohl am Unternehmensstandort als auch zu Hause beim Dienstwagenfahrer. Dafür garantiert das Start-up seinen Kunden, 100 Prozent Grünstrom an der Leipziger Börse Strom zu kaufen und den Ladevorgang von E-Autos zu optimieren. Für die unerlässliche Steuerung der Systeme sorgt Telefónica mit seinem IoT-Portfolio, bestehend aus dem Mobilfunktarif IoT Connect mit der Global SIM Vivo o2 Movistar und der Telefónica Kite Plattform zur zentralen Steuerung und Verwaltung der IoT SIM-Karten und Konnektivität. Ein wichtiger Beitrag zur umweltfreundlicheren Mobilität auch in Städten.

eeMobility vereinfacht die elektrische Mobilität von Unternehmen und stellt dafür Ladelösungen für elektrische Dienstwagenflotten bereit.

Ein anderes Beispiel für eine vernetzte Stadtanwendung im Bereich Verkehr liefert das Unternehmen AVT Stoye. Es lässt seine Ampel per Mobilfunk mit Verkehrsrechnersystemen kommunizieren, damit diese durch intelligente Steuerung für weniger und kürzere Staus sorgen können. Mobilfunk vernetzt aber natürlich nicht nur stationäre Einrichtungen wie Ampeln für besseren Verkehrsfluss, sondern auch mobile. So nutzt beispielsweise das Unternehmen Legno-Trans die Telematik-Plattform des Weltmarktführers Geotab im Zusammenspiel mit dem Smart Mobility Leistungspaket von Telefónica. Darüber lassen sich Fuhrparks auch im kommunalen Umfeld vernetzen und intelligent managen, um so Fahrten und Einsatz der Fahrzeuge zu optimieren – ganz nach der Idee: Optimierte Fahrwege reduzieren nicht nur die Kosten für das Unternehmen, sondern entlasten auch Straßen und Umwelt.

Auf die IoT-Kompetenz von Telefónica setzt auch das Unternehmen idem telematics. Es hat eine Lösung entwickelt, mit dem nicht nur Fahrzeuge getrackt werden, sondern auch viele Fahrzeugdaten, insbesondere auch beispielsweise von Kühlanhängern oder versiegelten Containern erfasst und per Mobilfunk an die unternehmenseigenen Server übermittelt werden. So lässt sich auch die Dokumentation von Transporttemperaturen und das Öffnen von Ladeflächen realisieren. Telemetrische Anwendungen können so auf sehr spezielle Bereiche angepasst werden und zu Smart Logistics beitragen, die mehr Zuverlässigkeit und Sicherheit ermöglichen.

Nicht zuletzt ist der gesamte Energiesektor ein wichtiger Anwendungsbereich in der Smart City. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass Stromverbraucher und -produzenten durch intelligente Verbrauchszähler zum Smart Grid, also zum intelligenten Stromnetz beitragen müssen. Telefónica hat sich in den vergangenen Jahren gerade auch in diesem Bereich als kompetenter und verlässlicher Partner von Kommunen, Stadtwerken und Stromanbietern etabliert. Die Mainzer Netze setzen beim Smart-Metering insbesondere auch an abgelegenen Stellen auf Mobilfunk von Telefónica für die Anbindung an ihr Administrations- und Abrechnungssystem.

Die Mainzer Netze GmbH setzt auf Monilfunk von Telefónica.

Für smartes Wissen über die Bedingungen in Städten sorgen übrigens auch Start-ups wie foldAI. Das junge Unternehmen findet bei Wayra, dem Innovationslabor von Telefónica, hervorragende Arbeitsbedingungen findet. foldAI entwickelt Umweltsensoren, die Größen wie Temperatur, Licht und Feuchtigkeit erfassen, und per 5G vernetzt werden. Damit weist das Start-up den Weg in die Smart City der Zukunft: Sie wird noch stärker als zu vor auf Mobilfunk setzen. Dabei ist der neue Standard 5G der Schlüssel zur Zukunft: 5G ermöglicht die Vernetzung von mehr Geräten pro Funkzelle als alle anderen Standards zuvor. Mehr Sensoren und Geräte ermöglichen mehr und bessere Daten – und liefern damit die Basis für die intelligente, vernetzte Stadt. Eben eine Smart City.

Vom 27. Oktober bis 2. November findet übrigens die virtuelle Messe „Tecversum“ statt. Am 29. und 30. Oktober läuft die dazu gehörende connect conference. Telefónica beteiligt sich an dem Event unter anderem mit den Schwerpunkten 5G, IoT und Smart City.

Wayra mit offenem 5G-Test- und Vorführlabor

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Wayra mit offenem 5G-Test- und Vorführlabor

Seit Anfang dieses Jahres leitet Florian Bogenschütz Wayra Deutschland, den Accelerator von Telefónica in Deutschland. In seinem Job sieht er eine großartige Chance, Start-ups und Telefónica zusammenzubringen, damit beide voneinander profitieren können. Wie er das erreichen will, erzählt er im Interview.

Redaktion: Was macht Wayra?

Bogenschütz: Das ist eigentlich ganz einfach erklärt: Wayra ist das Innovationslabor der Telefónica. Das bedeutet, dass wir gemeinsam mit den Start-ups innovative Lösungen für den Konzern entwickeln. Ziel ist es hier Telefónica und dessen Partner als Kunden für das entsprechende Startup zu gewinnen.
Mit Wayra sind wir nah am Start-up-Markt und kommen an Cutting-Edge-Solutions, also an hochmoderne technologische Lösungen. Großen Unternehmen fällt es zum Teil schwer, Zugang dazu zu bekommen, weil ihnen Ressourcen und oftmals das spezielle Know-how fehlen.

Redaktion: Was haben Geschäftskunden von Telefónica und o2 Business davon?

Bogenschütz:
Sie profitieren von neuen Technologien und noch besseren Angeboten. Bei Wayra haben beispielsweise ein Start-up gefördert, das eine Lösung für den besseren Schutz der Vernetzung von mehrerer Unternehmensstandorten, sogenannte SD-WANs (Software Defined Wide Area Network) entwickelt hat. Telefónica bietet solche Vernetzungen an und kann mit Hilfe des Start-ups die Cybersecurity ihrer Kunden verbessern. Geschäftskunden profitieren also davon, dass Telefónica ein umfassenderes Angebotsportfolio bekommt und sie so nur einen Ansprechpartner brauchen.

Florian Bogenschütz, CEO & Geschäftsführer Wayra Germany

Viele Start-ups bei Wayra beschäftigen sich mit Künstlicher Intelligenz. So hat das junge Unternehmen Neohelden eine Lösung entwickelt, mit der in Produktion und Logistik alte System fit für 5G gemacht und per Sprachassistent gesteuert werden können. Das Start-up Dimenco bietet eine Plattform für Simulated Reality (SR), um mit realistischen 3D-Objekten nahtlos in einer virtuellen Umgebung zu interagieren – ohne zusätzliche Headsets zur Projektion der Bilder.

In den nächsten Monaten und Jahren werden wir einen wahren Innovationsschub erleben, der Abläufe und Angebote von Telefónica und anderen Unternehmen verbessert. Davon profitieren dann auch Geschäftskunden ganz unmittelbar. In diesem Zusammenhang bauen wir unser Büro aktuell zu einem 5G-Testlabor im Zentrum von München um.

Redaktion: Was kann ich mir darunter vorstellen?

Bogenschütz: Wir als Wayra bieten die Umgebung an, in der Unternehmen ihre Entwicklung im 5G-Umfeld testen und vorführen können. Hier kann man ausprobieren, wie eine Anwendung mit 5G funktioniert. Bei uns lässt sich auch simulieren, wie eine Lösung funktioniert, wenn 5G etwa durch dicke Betonmauern hindurch muss oder wenn gleichzeitig viele Millionen Geräte in einer Funkzelle auf das Mobilfunknetz zugreifen. Wir wollen 5G anfassbar und erlebbar machen.

Die Testmöglichkeiten gehen bei uns so weit, dass wir auch am Kern des 5G-Netzes Änderungen vornehmen können, um zum Beispiel auch besondere Anforderung, wie es sie etwa in einem Campusnetz geben kann, ausprobieren zu können. Das 5G-Testlabor ist also ein spannendes, praxisnahes Angebot für Geschäftskunden, die sich für 5G interessieren.

Die Wayra ist nicht nur ein kreativ Ort, sondern auch ausgestattet mit einem modernen 5G-Testlabor.

Redaktion: Worauf kommt es deiner Meinung nach in einem Innovationslabor wie Wayra an?

Bogenschütz: Mir sind zwei Aspekte sehr wichtig: Kooperationen und Transparenz. Ich glaube, dass große Unternehmen in einem wahnsinnig schnellen, kompetitiven Umfeld nicht ohne Kooperationen mithalten können. Dafür brauchen wir ein Tech-Lab, das „hyper-open“ ist für jedermann. Wir dürfen dabei nicht nur daran denken, was wir verkaufen und mit wem wir Partnerschaften eingehen. Vielmehr müssen wir auch mal probieren, wie etwas ins Telefónica-Umfeld passt. Das wird gerade auch mit 5G spannend, weil 5G als Wegbereiter für neue Geschäftsmodelle eine riesige Rolle spielt. Wir bauen mit 5G die nächste Datenautobahn. Sie zu nutzen, muss Basis aller unserer Überlegungen sein.

Redaktion: Kannst du das konkreter erklären?

Bogenschütz: Wir müssen stärker an IoT-Anwendungen heran, die auf 5G laufen. Wie können wir zukünftig Komplettlösungen bauen, die dem Kunden wirklich einen Mehrwert liefern? Das ist die Frage, die wir uns stellen müssen. Dabei dürfen wir nicht aus den Augen verlieren: Alles, was wir tun, darf nur gemacht werden, wenn es zum Ziel hat, entweder 1. Kosten zu senken oder 2. Umsatz zu erhöhen.

Das kann zum Beispiel durch das vorhin genannte Beispiel zu SD-WAN erreicht werden. Es kann aber auch ein Chatbot sein, der auf künstlicher Intelligenz basiert und an Kunden wie Tchibo weitergereicht werden kann. Oder IoT-Lösungen, wie die von dem Start-up FoldAI, die Umweltsensoren für smarte Städte oder auch Wälder entwickelt haben. Bei Wayra werden viele hochinteressante Anwendungen entwickelt, die echten Mehrwert bringen.

Bringt echten Mehrwert, das Startup FoldAI.

Redaktion: Was haben denn eigentlich Start-ups davon, wenn sie mit Telefónica zusammenarbeiten?

Bogenschütz: Auf der prozessualen Seite sind große Unternehmen wie Telefónica in der Regel sehr gut. Außerdem haben sie gelernt mit Komplexität umgehen. Start-ups können in beiden Bereichen von der Zusammenarbeit mit Telefónica profitieren. Und auch die Aussicht, Telefónica und deren Geschäftspartner als Kunden gewinnen zu können, ist natürlich ein interessanter Anreiz.

Redaktion: Profitiert Telefónica in ähnlicher Weise von Start-ups?

Bogenschütz: Ja, denn große Unternehmen müssen schneller werden, wenn sie innovativ bleiben wollen. Sie müssen sich auf die Geschwindigkeit von Start-ups einlassen, Neues auszuprobieren. Die Zusammenarbeit mit agilen Start-ups verkürzt für große Unternehmen lange Planungszeiten und erschließt tolles Experten-Know-how in unterschiedlichen Themenbereichen. Davon profitiert auch Telefónica. Und vielleicht noch etwas Finanzielles: Start-ups sind oft besser darin, ihr Geld wirklich für den Kern des Unternehmens einzusetzen und nicht in die Bürogestaltung oder Statussymbole.

Redaktion: Vielen Dank für das Gespräch, Florian. Wir sind gespannt, welche Start-ups Wayra für Telefónica noch entdecken und fördern wird.

Künstliche Intelligenz macht die City erst wirklich smart

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Künstliche Intelligenz macht die City erst wirklich smart

In den Städten konzentrieren sich Herausforderungen unserer Zeit: Viele Menschen leben auf engem Raum. Ihr Mobilitätsbedürfnis führt oft zum Stillstand durch unzählige Staus. Die Natur wird weiter zurückgedrängt. Dabei kann sie bedeutend dazu beitragen, unsere Städte lebenswert zu erhalten. foldAI, Mitglied des Telefónica Innovationslabor Wayra, will mit intelligenten, über 5G vernetzten Sensoren die Basis schaffen, per künstlicher Intelligenz Städte smart weiterzuentwickeln.

Das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky hat in einer aktuellen Befragung in Deutschland ermittelt: Mehr als die Hälfte der Menschen unter 30 Jahren versprechen sich positive Auswirkungen auf das Klima, wenn sich Städte zu Smart Citys entwickeln. Sie gehen davon aus, dass intelligente Infrastrukturen, etwa Smart-Parking-Systeme und effiziente öffentliche Nahverkehrsnetze, zu einer Verbesserung des Lebens in der Stadt beitragen können. Der Haken dabei: Zwar lassen sich die Vernetzung von Bus und Bahn mit Pkw und Lkw, die Steuerung von Verkehrsströmen und das Managen von Parkflächen heute bereits gut realisieren – doch Aussagen über das Klima in der Stadt werden dadurch nicht möglich. Vielmehr müssen eine ganze Menge Modellrechnungen bemüht werden, um Auswirkungen von verkehrslenkenden Maßnahmen mit einer gewissen Zuverlässigkeit ermitteln zu können.

Grafik aus Kaspersky-Report-Serie über die Generation KI Teil 2

Reale Messpunkte, die das Klima von Städten erfassen, sind in Deutschland nur spärlich gesät. So betreibt Berlin als größte Stadt gerade einmal 17 Stationen, an denen die Luftgüte gemessen wird. München kommt bei seinem Messnetz in Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst immerhin auf 43 Standorte. Bei einer Fläche von 310,71 Quadratkilometer kann man damit auch nicht von einer engmaschigen Erfassung des Stadtklimas sprechen.

Preiswerte, energiesparsame Sensoren

„Bislang fehlen uns in vielen Städten wirklich aussagekräftige Daten über das Mikroklima“, sagt denn auch Dr. Friedrich Förstner, Data-Scientist und einer der Gründer des Unternehmens foldAI. Er arbeitet mit seinem Team daran, Umweltsensoren klein, energieeffizient und preiswert zu machen. Diese Sensoren könnten dann in großer Zahl installiert werden und unzählige Daten an vielen Standorten erfassen. Sie würden die Grundlage für Big-Data-Analytics und künstliche Intelligenz liefern, die zuverlässigere Aussagen über das Mikroklima und dessen Entwicklung am Sensor ermöglichen.

Von dieser Idee leitet sich übrigens auch der Name des Unternehmens ab: foldAI will künstliche Intelligenz (im Englischen Artificial Intelligence, AI) so klein und kompakt machen, also im übertragenen Sinne so klein falten (im Englischen fold), dass sie zur Umwelt- und Klimaanalyse mit winziger Technik auskommt.

Das Ziel: Ökosystem Wald besser kennenlernen

Erfassen will das Team von foldAI mit seinen Sensoren so unterschiedliche Größen wie Feuchtigkeit, Lärm, Temperatur, Lichtspektrum, Druck und Gase. Mit seiner Technik will das junge Unternehmen insbesondere Wälder in den Blick nehmen. Die von der Technik begeisterten Mitarbeiter verbindet untereinander nämlich auch die Liebe zum Wald. „Ich war als Kind bei den Pfadfindern. Das hat mir immer sehr viel Spaß gemacht und dabei konnte ich eine enge Verbindung zu Natur und Wäldern aufbauen“, erzählt Förstner und ergänzt: „Auch wenn der Wald in Deutschland schon seit Jahrhunderten wirtschaftlich genutzt wird und er heute in seiner Bedeutung für unser Weltklima als besonders wichtig erachtet wird, wissen wir doch recht wenig über dieses Ökosystem. Das wollen wir ändern.“

Know-how für Smart Citys und Industrie 4.0

Dass die Technik von foldAI vielfältig – eben auch in Smart Citys – eingesetzt werden kann, ist für das junge Unternehmen von finanzieller Bedeutung: Die Elektrotechniker, Informatiker, Big-Data- und KI-Experten können so ihr Know-how auch in Bereichen einbringen, die besser finanziert sind als Umwelt- und Klimaprojekte. Nicht nur in Städten, sondern auch in der Industrie. Denn auch in Produktionshallen können die Sensoren von foldAI helfen, die Produktionsumgebung präzise zu erfassen. „Wir haben beispielsweise in einem Briefverteilzentrum, in dem Postsendungen in pneumatischen Systemen sortiert werden, Störungen durch Luftzug ermitteln können“, erzählt Förstner. „Bei anderen Aufträgen bringen wir unser Know-how in künstlicher Intelligenz ein und helfen Unternehmen so, besser zu arbeiten.“

Friedrich Förstner und Giovanni Carmantini (Quelle: foldAI)

Vorteil 5G: energieeffizient und massentauglich

Für die Vernetzung seiner Sensoren setzt foldAI auf den neuen Mobilfunkstandard 5G. „5G bringt uns ganz entscheidende Vorteile“, sagt Jungunternehmer Förstner. „Der neue Standard ermöglicht Niedrigenergietechniken für die Datenübertragung. Für unsere Idee, Umweltdaten an vielen Bäumen im Wald, also fern vom Stromnetz, zu erfassen, kommt es ganz wesentlich darauf an, möglichst wenig Strom zu verbrauchen. Außerdem erlaubt 5G so viele vernetzte Geräte pro Fläche wie kein anderer Mobilfunkstandard. Damit können wir unser Messnetz sehr engmaschig aufbauen. Und nicht zuletzt lässt 5G auch jenseits der öffentlichen Netze sogenannte Campusnetze zu, über die wir im Zweifelsfall auch selbst für die Vernetzung sorgen könnten.“

Die besonderen Eigenschaften und Fähigkeiten von 5G haben foldAI schließlich auch zu Wayra, dem Innovationslabor von Telefónica, gebracht: Hier entsteht am Standort im Münchner Zentrum zurzeit ein 5G-Testlabor, in dem Unternehmen die Neuheiten ausprobieren können, die 5G mit sich bringt. Im Rahmen des Wayra Activation Programms hat FoldAI unter anderem Zugriff auf Netztechnologien und IoT-Experten wie Andreas Stauber aus dem B2B-Bereich, der die Unternehmen als Mentor bei der Umsetzung Ihrer innovativen Geschäftsideen unterstützt. Start-Ups erhalten so Zugriff auf Expertenwissen und wertvollen Erfahrungen aus bereits realisierten Großprojekten zur Entwicklung ihrer IoT-Anwendung. „Wayra bietet uns hervorragende Arbeitsmöglichkeiten: Hier können wir nicht nur 5G ganz praktisch testen und unsere Anwendungen optimieren. Wir können uns auch mit anderen Start-ups vernetzen, die hier arbeiten“, freut sich Förstner
Für die eigene Arbeit bringt das auch einen wichtigen psychologischen Effekt: „Der Austausch mit anderen jungen Unternehmen, die neue technologischen Lösungen und disruptive Geschäftsmodelle entwickeln, macht es wesentlich leichter, über so manche Frustration hinwegzukommen“, sag der Datenwissenschaftler. Angetreten ist das Team von foldAI, einen Beitrag zu leisten, das Klima zu retten.

Auch wenn bereits einige Unternehmen wie Telefónica daran arbeiten, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern und auf grünen Strom setzen, ist der Weg noch weit. Doch das junge Unternehmen geht seinen Weg motiviert voran.

5G – das Rückgrat für die Digitalisierung?

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5G – das Rückgrat für die Digitalisierung?

Jede bisherige Generation der Mobilfunk-Technologien hat neuartige Anwendungen ermöglicht, die unser Leben bereichert und verändert haben. Die neue Mobilfunkgeneration 5G kann zum Impulsgeber der Digitalisierung werden. Dank der vielfältigen und flexiblen technischen Fähigkeiten gibt es zahlreiche Anwendungsfelder, die von der 5G-Technologie profitieren können.

Technische Anforderungen verschiedener Anwendungsfälle (Quelle: Telefónica Deutschland, eigene Darstellung)

Die Verfügbarkeit von 5G-Netzen wird der Digitalisierung und dem Internet der Dinge (IoT) den entscheidenden Schub verleihen. Warum die Erwartungen an die fünfte Mobilfunkgeneration so groß sind, zeigt ein Blick auf die möglichen Anwendungsfelder. Egal ob Industrie, Energie, Gesundheit, Wissenschaft oder Unterhaltung: Der 5G-Technologie-Standard hat die notwendigen technischen Eigenschaften, um als wichtiger Impulsgeber für neue Innovationen über viele Branchen und Anwendungsfelder hinweg zu fungieren.

Autonomes Fahren und vernetzte Fahrzeuge

Intelligente und autonome Mobilitätsangebote, Verkehrsinformationen in Echtzeit sowie Multimediasysteme im Fahrzeug – die künftigen Anwendungen werden gigantische Datenströme verursachen, die zuverlässig und schnell transportiert werden müssen. Ohne die Bandbreite von 5G-Konnektivität, die selbst bei hohen Geschwindigkeiten noch zur Verfügung steht, ist die Zukunft des vernetzten Fahrzeuges kaum denkbar. Für Echtzeitdaten über die Verkehrslage, die Autos mit einer übergeordneten Infrastruktur wie einer Verkehrsleittechnik austauschen, braucht es überdies sehr kurze Latenzzeiten sowie die Fähigkeit, Daten direkt zwischen den Fahrzeugen, ohne den Umweg über eine Funkbasisstation zu übermitteln. Weil 5G all diese Anforderungen erfüllen kann, gilt die neue Mobilfunkgeneration als Türöffner und wichtiger Bestandteil zukünftiger Mobilität.

Industrie 4.0: Vernetzte Produktion und fahrerlose Transportsysteme

Die Interaktion zwischen Mensch und Maschine, Zustandsüberwachung (Condition Monitoring) mittels intelligenter Sensoren für eine vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) und Vernetzung von Produktion und Logistik sind Themen der vierten industriellen Revolution. Anwendungen in der Industrie stellen sehr hohe Anforderungen und schreien förmlich nach 5G als Basistechnologie. Die Mobilfunktechnologie der fünften Generation erfüllt die Anforderungen hinsichtlich Zuverlässigkeit und überträgt die gewonnen Informationen mit sehr geringer zeitlicher Verzögerung, um so unmittelbar auf entsprechende Störungen reagieren zu können. Vor allem bei der Zusammenarbeit zwischen Roboter und Mensch kommt es darauf an, dass die Maschine in Sekundenbruchteilen auf ihr menschliches Gegenüber reagiert, um niemanden zu gefährden.

Private 5G-Netze in der Fabrik und industrielle Kommunikation

Als 2019 die Frequenzen für 5G versteigert wurden, kam nicht das gesamte Spektrum in die öffentliche Auktion. Ein Teil wurde für industrielle Nutzer und Anwendungen reserviert. Unternehmen können damit lokale Frequenzen für den Aufbau firmeneigener 5G-Netze, sogenannte Campusnetze, installieren. Diese geschlossenen, privaten Netzwerke sorgen für eine verbesserte Netzsicherheit und -verfügbarkeit auf dem Werksgelände und ermöglichen volle Kontrolle und Flexibilität hinsichtlich des Einsatzes und der Zuordnung des verfügbaren Netzspektrums für unterschiedliche Unternehmensanwendungen (Stichwort Network Slicing). Beispielhaft kann ein Netz mit 5G auf einem Firmengelände aus zwei Teilen, einer Kombination aus privatem und öffentlichem Netz, bestehen. Ein Teil des Funknetzes ist reserviert für unternehmenskritische Anwendungen in der Fertigung und Produktion. Der andere Teil ist für die Nutzung durch Mitarbeiter oder Lieferanten freigegeben und verbessert die Datensicherheit im Unternehmen.

Intelligente Städte und digitalisierte Mobilität

Smart City definiert innovative Lösungsansätze und die Nutzung digitaler Technologien im kommunalen Umfeld. Städte und Kommunen stehen nicht zuletzt durch erhöhte Verkehrsaufkommen und der einhergehenden Luftverschmutzung vor einer Handlungsnotwendigkeit hinsichtlich der Digitalisierung und Vernetzung der städtischen Infrastrukturen. Intelligente stromsparende Sensor-Netzwerke, die sich nahtlos in bestehende Ökosysteme integrieren, können dabei helfen, die Luftqualität im urbanen Raum zu verbessern. Dank der technischen Eigenschaften von 5G wird es möglich, eine höhere Anzahl an Endgeräten und Sensoren pro Funkzelle zu unterstützen und die gewonnenen Daten effizient zu übertragen. Dies ermöglicht eine Vielzahl an neuen Anwendungen im urbanen Umfeld, die mit der heutigen Mobilfunktechnik oftmals nicht umsetzbar sind und sich wie folgt eingruppieren lassen:

Anwendungsgruppen für 5G und Beispiele für Smart-City-Anwendungen (Quelle: Capgemini, 5G als Treiber: Der Weg zur zukunftsfähigen „Smart City“ beginnt jetzt)

5G für sichere Energienetze und intelligente Gebäudetechnik

Entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Energie- und Versorgungsbereich gibt es zahlreiche Szenarien für die intelligente 5G-Vernetzung. Einige Anwendungen wie Smart Metering sind zwar bereits heute mit verfügbaren Netztechnologien im Bereich der Gebäudetechnik im Einsatz. Speziell die Energiewende kann jedoch durch 5G eine zusätzliche Dynamik entfalten. Die Frage ist, welche 5G-Technik und auch Frequenz hier zum Einsatz kommt, um eine entsprechende Gebäudedurchdringung hin zu Hausanschlussräumen zu gewährleisten.
Intelligente Stromnetze (Smart Grids) werden eine zentrale Rolle bei der Energiewende spielen. Das Versorgungsnetz wird bestimmt durch die Vernetzung von tausenden dezentralen Stromerzeugungs- und Speicheranlagen, sogenannten virtuellen Kraftwerken. Dies stellt hohe Anforderungen hinsichtlich Echtzeitübermittlung von Daten zur Einspeiseüberwachung und Verbesserung der Erzeugungsprognose. Der 5G-Standard kann dabei die Zuverlässigkeit in der Kommunikation deutlich erhöhen und den zentralen Betrieb zur Überwachung der Anlagen verbessern. Insgesamt gilt 5G als wichtiger Motor für die Umsetzung von neuen Geschäftsmodellen in der Energiewirtschaft.

Fazit

Die bestehenden Netztechnologien ermöglichen heute bereits verschiedenste Ansätze im Kontext der Digitalisierung. Für viele Anwendungsfälle reichen aktuelle Bandbreiten und Latenzen mit 4G noch aus. Konnektivität und damit auch der 5G-Standard werden künftig in der Gesamtheit das tragende Element sein und der Digitalisierung als Stütze dienen.

5G – der Mobilfunk-Überflieger

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5G – der Mobilfunk-Überflieger

5G gilt als die vielleicht wichtigste Technologie, die das Internet der Dinge, neudeutsch Internet of Things (IoT), antreiben soll. Aber warum ist das eigentlich so? Was kann 5G, was andere Technologien nicht können?

Die hohen Erwartungen an 5G rühren aus dessen technischen Fähigkeiten, die denen der vierten Mobilfunkgeneration (4G) mit LTE und LTE-Advanced und denen der dritten (3G) mit HSPA+, HSPA und UMTS in allen Belangen überlegen sind. Dabei geht es aus guten Gründen um Eigenschaften:

Datenrate: Hohe Datenraten spielen beispielsweise bei multimedialen Unterhaltungsanwendungen oder bei Virtual- und Augmented-Reality eine wichtige Rolle. Die 5G-Technologie kann bis zu 20 Gbit/s übertragen und ist damit fast 90 Mal schneller als LTE der vierten Generation und fast 500 Mal schneller als die dritte Mobilfunkgeneration mit HSPA+.

Das Netz der Zukunft – Anwendungsgebiete von 5G

Latenzzeit: Die Latenzzeit gibt an, wie lange es von der Eingabe eines Befehls bis zur eigentlichen Aktion dauert. In 5G-Netzen ist die Latenzzeit etwa 10 Mal kleiner als in 4G-Netzen und mindestens 50 Mal kürzer als in 3G-Netzen. Die sehr geringen Latenzzeiten, die in 5G-Netzen auf kurzen Übertragungsstrecken möglich sein werden, sind wichtig für Echtzeitanwendungen. Sie sind vor allem im industriellen Bereich angesiedelt, beispielsweise bei der Kommunikation zwischen Robotern und Menschen, aber auch zwischen Produktionsmaschinen (Machine-to-Machine-Kommunikation, M2M). Kooperative Verkehrssicherheits-Anwendungen beim autonomen Fahren sind ebenfalls in extremem Maß von einer verzögerungsfreien Übertragung von Informationen abhängig. Ein Beispiel für Letzteres ist der automatische Austausch von Informationen über den Straßenzustand oder den Verkehrsfluss zwischen Fahrzeugen in der nahen Umgebung.

Frequenzen: Von den genutzten Frequenzbändern hängt unter anderem die Reichweite der Signale ab. In einfachen Worten: Je niedriger die Frequenz, desto größer ist die Reichweite eines Funksystems. Für die Inhouse-Übertragung ist also ein Frequenzband im 3,6-GHz-Bereich gut geeignet, wohingegen bei der Freiluftkommunikation ein 800-MHz-Signal seine Reichweitenvorteile ausspielt. Weil das zur Verfügung stehende Frequenzspektrum für 5G-Netze viel größer ist als das für 4G und 3G, kann die neue Mobilfunktechnologie besser auf die jeweilige Anforderung der Anwendung abgestimmt werden.

Netzwerk-Slicing: Wenn wir schon über Flexibilität sprechen, dann sollten wir ein Auge auf das Netzwerk-Slicing werfen. Es erlaubt in 5G-Netzen den Betrieb verschiedener virtueller Netze mit unterschiedlichen Eigenschaften auf einer gemeinsamen physischen Infrastruktur. Jede Anwendung erhält, je nach Anforderung, eine eigene Ebene im Netzwerk. So kann man einer Anwendung eine hohe Bandbreite zuweisen, einer anderen hingegen eine geringe Latenzzeit mit hoher Zuverlässigkeit der Übertragung.

5G im Vergleich zu 4G (Quelle: Fraunhofer-Institut)

Device-to-Device-Kommunikation: Die 5G-Technologie sieht erstmals eine Device-to-Device-Kommunikation vor – sie ist weder in 4G- noch in 3G-Netzen möglich. D2D ermöglicht den schnellen, direkten Datenaustausch zwischen Geräten und Sensoren ohne den Umweg über eine Basisstation. Das entlastet einerseits die Basisstationen in 5G-Netzen und verkürzt andererseits die Laufzeit der Signale zwischen Sendern und Empfängern. Wichtig ist dies zum Beispiel bei sicherheitskritischen Anwendungen in autonom oder teilautonom fahrenden Autos und Lkw auf öffentlichen Straßen, aber auch für selbstfahrende Fahrzeuge in der Logistik.

Energieffizienz: Die Energieeffizienz beschreibt, wieviel Informationsbits pro Energieeinheit übertragen werden können. Sie soll bei 5G 100 Mal besser sein als bei 4G. Damit können 5G-Geräte Daten mit weitaus geringerem Stromverbrauch senden oder empfangen.

Versorgungsdichte: Die Versorgungsdichte gibt an, wie viele Geräte auf einer bestimmten Fläche versorgt werden können. Auch bei dieser Kenngröße ist 5G den bisherigen Mobilfunktechnologien deutlich überlegen. Damit dürften Versorgungsengpässe bei Großveranstaltungen der Vergangenheit angehören und Anwendungen mit einer hohen Sensorendichte die Tür geöffnet werden.

Bereits Mitte letzten Jahres errichtete Mercedes-Benz Cars, zusammen mit dem Telekommunikationsunternehmen Telefónica Deutschland und dem Netzwerkausrüster Ericsson in der „Factory 56“ in Sindelfingen, das weltweit erste 5G-Mobilfunknetz für die Automobilproduktion. Der Zukunftsstandard 5G wird somit für den Industriestandort Deutschland Realität.

„Wir läuten das 5G-Zeitalter für den Industriestandort Deutschland ein und bauen das modernste Mobilfunknetz für eine der modernsten Automobilfabriken der Welt“, sagt Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland.

Weitere Informationen
Telefónica Deutschland baut 5G-Kernnetz mit Ericsson-Technologie
„Neue Netze?“ – In Kürze auf den Punkt gebracht – die neuen IoT Maschinennetze
Mobilfunkstandards: Basis für den digitalen Alltag

Smart City – Lösungen für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung

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Smart City – Lösungen für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung

Die Digitalisierung hilft Städten, Energie zu sparen, Warenströme zu optimieren oder Verkehrsmittel besser zu vernetzen. Mobilfunk – insbesondere der neue Standard 5G – das Internet der Dinge (IoT), Künstliche Intelligenz (KI) und Big Data spielen hier eine Schlüsselrolle.

In den Metropolen wird es eng. Laut den Vereinten Nationen lebt schon heute mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Ballungszentren. In Europa liegt der Anteil sogar bei 74 Prozent. Der Trend zur Urbanisierung lässt auch deutsche Großstädte immer weiter wachsen: Berlin wird in zehn Jahren mehr als 3,925 Millionen Einwohner (2018: 3,748 Mio.) haben. Und München könnte dann eine Einwohnerzahl von 1,724 Millionen (2018: 1,571 Mio.) erreichen.

Der enorme Bevölkerungszuwachs stellt vor allem die 81 deutschen Großstädte (mit mehr als 100.000 Einwohner) vor ernst zu nehmende Probleme: Erhöhter Energiebedarf, Mangel an bezahlbarem Wohnraum, zunehmende Luft- und Umweltverschmutzung und Überlastung der Verkehrsinfrastruktur drohen die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger massiv zu beeinträchtigen. Große Hoffnungen setzen viele Stadtväter daher auf die digitale Transformation, die im kommunalen Bereich unter dem Label „Smart City“ zusammengefasst wird.

Smart Citys also „intelligente Städte“, zeichnen laut Professor Chirine Etezadzadeh , Leiterin des SmartCity.institute, folgende Aspekte aus:

  • Smart Citys sind konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet
  • Smart Citys haushalten effizient mit ihren Ressourcen
  • Smart Citys sind insgesamt vernetzter und kooperative
  • Smart Citys bedienen sich dafür der Digitalisierung und der modernen Technik, ohne dass diese das Leben und die menschliche Urteilskraft dominieren oder unbeherrschbar werden
  • Smart Citys bieten eine Vielzahl von Potenzialen, um das Leben von Bürgerinnen und Bürgern nachhaltig zu verbessern und einfacher zu machen

Die Idee der Smart City zielt auf die technologische Weiterentwicklung von Städten und Gemeinden ab. Das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) stellt dazu fest, dass „die Entwicklung und die Nutzung digitaler Technologien in fast allen Bereichen auf kommunaler Ebene“ stattfindet. Betroffen sind die Verkehrssteuerung, die Energieversorgung, das Gesundheitssystem, die öffentliche Verwaltung, Polizei und Rettungskräfte, das Bildungswesen und viele andere Bereiche.

Digitalisierung der Städte und Gemeinden

Wie das schon heute konkret aussehen kann, zeigen viele Modellprojekte in ganz Deutschland: Hamburg, das im aktuellen Smart-City-Index des Branchenverbands Bitkom unter den 81 deutschen Großstädten Platz eins einnimmt, hat schon vor Jahren Projekte wie den Smart Port, die „E-Culture-Agenda“ und die „Digitale Verwaltung“ gestartet. Mittlerweile setzt die Hansestadt im Bereich Mobilität rund 60 Projekte um, die den städtischen Verkehr sicherer, effizienter und umweltfreundlicher machen. Und über die Datenplattform Urban Data Hub will Hamburg städtische Daten aus Bereichen wie Verkehr, Umwelt, Soziales und Wirtschaft verknüpfen und Auswertungen in Echtzeit ermöglichen.

Andere Städte treten mit innovativen Smart-City-Lösungen wie die emissionsfreie Paketzustellung im Pilotprojekt „logSPAZE“ für die Stuttgarter Innenstadt hervor. Oder mit der Entwicklung der Multifunktions-App „digital@KA“, die für die Bürger alle für relevanten Informationen rund um das städtische Leben bündelt. Diese reichen vom Apotheken- und Tankstellenfinder über Echtzeitinformationen zur Verkehrslage und Parkplatzmöglichkeiten bis hin zu Kultur- und Freizeittipps.

Interdisziplinär und vernetzt

Schaltzentrale am Flughafen München (Foto: Flughafen München GmbH)

Funktionieren können Smart Citys nur, wenn alle Bereiche miteinander vernetzt werden. Nur so lassen sich Abhängigkeit wie Energieverbrauch, E-Mobilität, Bus und Bahn, Warenströme, aber auch städtische Dienstleistungen nutzen, um die Wirtschafts- und Lebensbedingungen in Städten auf einen neuen Level zu bringen. Der Mobilfunk spielt dabei eine zentrale Rolle. Das stellt gerade auch das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky in einem spannenden Artikel heraus: 5G und IoT: Chance und Herausforderung für die Smart City. 5G ermöglicht eine massive Ausweitung des Internets der Dinge, durch das gerade auch Städte smart werden können. Dafür benötigen sie einen kompetenten Vernetzungspartner wie Telefónica Deutschland.

Das Telekommunikationsunternehmen zeigt in Kooperation mit dem Flughafen München bereits heute, wie eine Smart City aussehen kann. Der Airport kann durchaus als Modell einer smarten Stadt gelten – mit Individual- und öffentlichem Verkehr, mit Geschäften und viele ansässigen Unternehmen, (in Nicht-Corona-Zeiten) mit vielen Zehntausend Menschen, Geschäften und Restaurants sowie dem gesamten Service rund ums Fliegen.

Telefónica und wayra machen Start-ups das Skalieren ihrer Lösung einfach

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Telefónica und wayra machen Start-ups das Skalieren ihrer Lösung einfach

Mit dem Telefónica Activation Programme können junge, kreative, Technologie-orientierte Unternehmen Zugriff auf skalierbare Systeme bekommen und so ihr Geschäftsmodell gut auf seine Skalierbarkeit testen – oder gleich als Leistung für eines der größten Telekommunikationsunternehmen anbieten. Betreut und begleitet werden die Start-ups von wayra, dem Innovation-Hub von Telefónica.

Zum besonderen Reiz von Start-ups gehört in der Regel die Chance, das Geschäftsmodell gut skalieren zu können – oft mit riesigem Wachstumspotenzial. Doch mit den typischerweise begrenzten Möglichkeiten junger Unternehmen lässt sich das oft nicht richtig testen. Das ändert das Telefónica Activation Programme.

Start-ups können sich bis zum 22. Juni 2020 über die Webseite bewerben. Unter Telefónica Activation Programme, erhalten sie Unterstützung für ihr Geschäftsvorhaben.

Das bietet das Telefónica Activation Programme

  • Exklusiver und freier Zugang zu Plattformen für IoT, Blockchain und künstliche Intelligenz von Telefónica
  • Schulung auf den Plattformen
  • Nutzung der Plattformen über API-Schnittstellen
  • Sechs Monate Unterstützung und Betreuung durch wayra
  • Zugang zu den Innovationslaboren von Telefónica in Madrid und Barcelona
  • Prüfung auf Investitionsmöglichkeiten

„Mit dem Programm erlangen Gründerinnen und Gründer Zugriff auf das umfangreiche Technologie-Portfolio der Telefónica“, so Florian Bogenschütz, CEO von wayra Deutschland. „Für Start-ups ergibt sich dadurch die einzigartige Möglichkeit, ihre Lösungen belastbar in einer globalen Infrastruktur zu testen. Zudem bekommen sie die Chance, Telefónica als Kunden zu gewinnen und die eigene Lösung dadurch langfristig am Markt zu etablieren.“

Start-ups aus dem Bereich Internet der Dinge bekommen Zugriff auf die Telefónica Kite Plattform, um die Konnektivität ihrer Lösung integriert managen und analysieren zu können. Wenn sie sich mit Niedrigenergie-Konnektivitätslösungen wie Narrow Band IoT und LTE-M beschäftigen, bekommen sie Zugang zu „The Thinx“ Laboren von Telefónica in Madrid und Barcelona.

Blockchain-Start-ups können die TrustOS Plattform nutzen. Damit erhalten sie die Möglichkeit, ihre Lösung an öffentliche und private Netzwerke für Blockchain-Anwendungen anzubinden und zu testen.

Und junge Unternehmen, die sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigen, können mit der LUCA Plattform arbeiten. Damit lassen sich Datenanalysen automatisieren und Fähigkeiten wie Machine Learning leicht in eigene Anwendungen integrieren.

Am besten gleich bewerben.