5G – der Mobilfunk-Überflieger

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

5G – der Mobilfunk-Überflieger

5G gilt als die vielleicht wichtigste Technologie, die das Internet der Dinge, neudeutsch Internet of Things (IoT), antreiben soll. Aber warum ist das eigentlich so? Was kann 5G, was andere Technologien nicht können?

Die hohen Erwartungen an 5G rühren aus dessen technischen Fähigkeiten, die denen der vierten Mobilfunkgeneration (4G) mit LTE und LTE-Advanced und denen der dritten (3G) mit HSPA+, HSPA und UMTS in allen Belangen überlegen sind. Dabei geht es aus guten Gründen um Eigenschaften:

Datenrate: Hohe Datenraten spielen beispielsweise bei multimedialen Unterhaltungsanwendungen oder bei Virtual- und Augmented-Reality eine wichtige Rolle. Die 5G-Technologie kann bis zu 20 Gbit/s übertragen und ist damit fast 90 Mal schneller als LTE der vierten Generation und fast 500 Mal schneller als die dritte Mobilfunkgeneration mit HSPA+.

Das Netz der Zukunft – Anwendungsgebiete von 5G

Latenzzeit: Die Latenzzeit gibt an, wie lange es von der Eingabe eines Befehls bis zur eigentlichen Aktion dauert. In 5G-Netzen ist die Latenzzeit etwa 10 Mal kleiner als in 4G-Netzen und mindestens 50 Mal kürzer als in 3G-Netzen. Die sehr geringen Latenzzeiten, die in 5G-Netzen auf kurzen Übertragungsstrecken möglich sein werden, sind wichtig für Echtzeitanwendungen. Sie sind vor allem im industriellen Bereich angesiedelt, beispielsweise bei der Kommunikation zwischen Robotern und Menschen, aber auch zwischen Produktionsmaschinen (Machine-to-Machine-Kommunikation, M2M). Kooperative Verkehrssicherheits-Anwendungen beim autonomen Fahren sind ebenfalls in extremem Maß von einer verzögerungsfreien Übertragung von Informationen abhängig. Ein Beispiel für Letzteres ist der automatische Austausch von Informationen über den Straßenzustand oder den Verkehrsfluss zwischen Fahrzeugen in der nahen Umgebung.

Frequenzen: Von den genutzten Frequenzbändern hängt unter anderem die Reichweite der Signale ab. In einfachen Worten: Je niedriger die Frequenz, desto größer ist die Reichweite eines Funksystems. Für die Inhouse-Übertragung ist also ein Frequenzband im 3,6-GHz-Bereich gut geeignet, wohingegen bei der Freiluftkommunikation ein 800-MHz-Signal seine Reichweitenvorteile ausspielt. Weil das zur Verfügung stehende Frequenzspektrum für 5G-Netze viel größer ist als das für 4G und 3G, kann die neue Mobilfunktechnologie besser auf die jeweilige Anforderung der Anwendung abgestimmt werden.

Netzwerk-Slicing: Wenn wir schon über Flexibilität sprechen, dann sollten wir ein Auge auf das Netzwerk-Slicing werfen. Es erlaubt in 5G-Netzen den Betrieb verschiedener virtueller Netze mit unterschiedlichen Eigenschaften auf einer gemeinsamen physischen Infrastruktur. Jede Anwendung erhält, je nach Anforderung, eine eigene Ebene im Netzwerk. So kann man einer Anwendung eine hohe Bandbreite zuweisen, einer anderen hingegen eine geringe Latenzzeit mit hoher Zuverlässigkeit der Übertragung.

5G im Vergleich zu 4G (Quelle: Fraunhofer-Institut)

Device-to-Device-Kommunikation: Die 5G-Technologie sieht erstmals eine Device-to-Device-Kommunikation vor – sie ist weder in 4G- noch in 3G-Netzen möglich. D2D ermöglicht den schnellen, direkten Datenaustausch zwischen Geräten und Sensoren ohne den Umweg über eine Basisstation. Das entlastet einerseits die Basisstationen in 5G-Netzen und verkürzt andererseits die Laufzeit der Signale zwischen Sendern und Empfängern. Wichtig ist dies zum Beispiel bei sicherheitskritischen Anwendungen in autonom oder teilautonom fahrenden Autos und Lkw auf öffentlichen Straßen, aber auch für selbstfahrende Fahrzeuge in der Logistik.

Energieffizienz: Die Energieeffizienz beschreibt, wieviel Informationsbits pro Energieeinheit übertragen werden können. Sie soll bei 5G 100 Mal besser sein als bei 4G. Damit können 5G-Geräte Daten mit weitaus geringerem Stromverbrauch senden oder empfangen.

Versorgungsdichte: Die Versorgungsdichte gibt an, wie viele Geräte auf einer bestimmten Fläche versorgt werden können. Auch bei dieser Kenngröße ist 5G den bisherigen Mobilfunktechnologien deutlich überlegen. Damit dürften Versorgungsengpässe bei Großveranstaltungen der Vergangenheit angehören und Anwendungen mit einer hohen Sensorendichte die Tür geöffnet werden.

Bereits Mitte letzten Jahres errichtete Mercedes-Benz Cars, zusammen mit dem Telekommunikationsunternehmen Telefónica Deutschland und dem Netzwerkausrüster Ericsson in der „Factory 56“ in Sindelfingen, das weltweit erste 5G-Mobilfunknetz für die Automobilproduktion. Der Zukunftsstandard 5G wird somit für den Industriestandort Deutschland Realität.

„Wir läuten das 5G-Zeitalter für den Industriestandort Deutschland ein und bauen das modernste Mobilfunknetz für eine der modernsten Automobilfabriken der Welt“, sagt Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland.

Smart City – Lösungen für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

Smart City – Lösungen für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung

Die Digitalisierung hilft Städten, Energie zu sparen, Warenströme zu optimieren oder Verkehrsmittel besser zu vernetzen. Mobilfunk – insbesondere der neue Standard 5G – das Internet der Dinge (IoT), Künstliche Intelligenz (KI) und Big Data spielen hier eine Schlüsselrolle.

In den Metropolen wird es eng. Laut den Vereinten Nationen lebt schon heute mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Ballungszentren. In Europa liegt der Anteil sogar bei 74 Prozent. Der Trend zur Urbanisierung lässt auch deutsche Großstädte immer weiter wachsen: Berlin wird in zehn Jahren mehr als 3,925 Millionen Einwohner (2018: 3,748 Mio.) haben. Und München könnte dann eine Einwohnerzahl von 1,724 Millionen (2018: 1,571 Mio.) erreichen.

Der enorme Bevölkerungszuwachs stellt vor allem die 81 deutschen Großstädte (mit mehr als 100.000 Einwohner) vor ernst zu nehmende Probleme: Erhöhter Energiebedarf, Mangel an bezahlbarem Wohnraum, zunehmende Luft- und Umweltverschmutzung und Überlastung der Verkehrsinfrastruktur drohen die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger massiv zu beeinträchtigen. Große Hoffnungen setzen viele Stadtväter daher auf die digitale Transformation, die im kommunalen Bereich unter dem Label „Smart City“ zusammengefasst wird.

Smart Citys also „intelligente Städte“, zeichnen laut Professor Chirine Etezadzadeh , Leiterin des SmartCity.institute, folgende Aspekte aus:

  • Smart Citys sind konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet
  • Smart Citys haushalten effizient mit ihren Ressourcen
  • Smart Citys sind insgesamt vernetzter und kooperative
  • Smart Citys bedienen sich dafür der Digitalisierung und der modernen Technik, ohne dass diese das Leben und die menschliche Urteilskraft dominieren oder unbeherrschbar werden
  • Smart Citys bieten eine Vielzahl von Potenzialen, um das Leben von Bürgerinnen und Bürgern nachhaltig zu verbessern und einfacher zu machen

Die Idee der Smart City zielt auf die technologische Weiterentwicklung von Städten und Gemeinden ab. Das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) stellt dazu fest, dass „die Entwicklung und die Nutzung digitaler Technologien in fast allen Bereichen auf kommunaler Ebene“ stattfindet. Betroffen sind die Verkehrssteuerung, die Energieversorgung, das Gesundheitssystem, die öffentliche Verwaltung, Polizei und Rettungskräfte, das Bildungswesen und viele andere Bereiche.

Digitalisierung der Städte und Gemeinden

Wie das schon heute konkret aussehen kann, zeigen viele Modellprojekte in ganz Deutschland: Hamburg, das im aktuellen Smart-City-Index des Branchenverbands Bitkom unter den 81 deutschen Großstädten Platz eins einnimmt, hat schon vor Jahren Projekte wie den Smart Port, die „E-Culture-Agenda“ und die „Digitale Verwaltung“ gestartet. Mittlerweile setzt die Hansestadt im Bereich Mobilität rund 60 Projekte um, die den städtischen Verkehr sicherer, effizienter und umweltfreundlicher machen. Und über die Datenplattform Urban Data Hub will Hamburg städtische Daten aus Bereichen wie Verkehr, Umwelt, Soziales und Wirtschaft verknüpfen und Auswertungen in Echtzeit ermöglichen.

Andere Städte treten mit innovativen Smart-City-Lösungen wie die emissionsfreie Paketzustellung im Pilotprojekt „logSPAZE“ für die Stuttgarter Innenstadt hervor. Oder mit der Entwicklung der Multifunktions-App „digital@KA“, die für die Bürger alle für relevanten Informationen rund um das städtische Leben bündelt. Diese reichen vom Apotheken- und Tankstellenfinder über Echtzeitinformationen zur Verkehrslage und Parkplatzmöglichkeiten bis hin zu Kultur- und Freizeittipps.

Interdisziplinär und vernetzt

Schaltzentrale am Flughafen München (Foto: Flughafen München GmbH)

Funktionieren können Smart Citys nur, wenn alle Bereiche miteinander vernetzt werden. Nur so lassen sich Abhängigkeit wie Energieverbrauch, E-Mobilität, Bus und Bahn, Warenströme, aber auch städtische Dienstleistungen nutzen, um die Wirtschafts- und Lebensbedingungen in Städten auf einen neuen Level zu bringen. Der Mobilfunk spielt dabei eine zentrale Rolle. Das stellt gerade auch das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky in einem spannenden Artikel heraus: 5G und IoT: Chance und Herausforderung für die Smart City. 5G ermöglicht eine massive Ausweitung des Internets der Dinge, durch das gerade auch Städte smart werden können. Dafür benötigen sie einen kompetenten Vernetzungspartner wie Telefónica Deutschland.

Das Telekommunikationsunternehmen zeigt in Kooperation mit dem Flughafen München bereits heute, wie eine Smart City aussehen kann. Der Airport kann durchaus als Modell einer smarten Stadt gelten – mit Individual- und öffentlichem Verkehr, mit Geschäften und viele ansässigen Unternehmen, (in Nicht-Corona-Zeiten) mit vielen Zehntausend Menschen, Geschäften und Restaurants sowie dem gesamten Service rund ums Fliegen.

Telefónica und wayra machen Start-ups das Skalieren ihrer Lösung einfach

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

Telefónica und wayra machen Start-ups das Skalieren ihrer Lösung einfach

Mit dem Telefónica Activation Programme können junge, kreative, Technologie-orientierte Unternehmen Zugriff auf skalierbare Systeme bekommen und so ihr Geschäftsmodell gut auf seine Skalierbarkeit testen – oder gleich als Leistung für eines der größten Telekommunikationsunternehmen anbieten. Betreut und begleitet werden die Start-ups von wayra, dem Innovation-Hub von Telefónica.

Zum besonderen Reiz von Start-ups gehört in der Regel die Chance, das Geschäftsmodell gut skalieren zu können – oft mit riesigem Wachstumspotenzial. Doch mit den typischerweise begrenzten Möglichkeiten junger Unternehmen lässt sich das oft nicht richtig testen. Das ändert das Telefónica Activation Programme.

Start-ups können sich bis zum 22. Juni 2020 über die Webseite bewerben. Unter Telefónica Activation Programme, erhalten sie Unterstützung für ihr Geschäftsvorhaben.

Das bietet das Telefónica Activation Programme

  • Exklusiver und freier Zugang zu Plattformen für IoT, Blockchain und künstliche Intelligenz von Telefónica
  • Schulung auf den Plattformen
  • Nutzung der Plattformen über API-Schnittstellen
  • Sechs Monate Unterstützung und Betreuung durch wayra
  • Zugang zu den Innovationslaboren von Telefónica in Madrid und Barcelona
  • Prüfung auf Investitionsmöglichkeiten

„Mit dem Programm erlangen Gründerinnen und Gründer Zugriff auf das umfangreiche Technologie-Portfolio der Telefónica“, so Florian Bogenschütz, CEO von wayra Deutschland. „Für Start-ups ergibt sich dadurch die einzigartige Möglichkeit, ihre Lösungen belastbar in einer globalen Infrastruktur zu testen. Zudem bekommen sie die Chance, Telefónica als Kunden zu gewinnen und die eigene Lösung dadurch langfristig am Markt zu etablieren.“

Start-ups aus dem Bereich Internet der Dinge bekommen Zugriff auf die Telefónica Kite Plattform, um die Konnektivität ihrer Lösung integriert managen und analysieren zu können. Wenn sie sich mit Niedrigenergie-Konnektivitätslösungen wie Narrow Band IoT und LTE-M beschäftigen, bekommen sie Zugang zu „The Thinx“ Laboren von Telefónica in Madrid und Barcelona.

Blockchain-Start-ups können die TrustOS Plattform nutzen. Damit erhalten sie die Möglichkeit, ihre Lösung an öffentliche und private Netzwerke für Blockchain-Anwendungen anzubinden und zu testen.

Und junge Unternehmen, die sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigen, können mit der LUCA Plattform arbeiten. Damit lassen sich Datenanalysen automatisieren und Fähigkeiten wie Machine Learning leicht in eigene Anwendungen integrieren.

Am besten gleich bewerben.

Campusnetze – individuelle 5G-Lösung für Unternehmen

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

Campusnetze – individuelle 5G-Lösung für Unternehmen

Moderne Mobilfunkstandards ermöglichen lokal begrenzte Funknetze, in denen für den Anwender ganz spezifisch die perfekt passenden Leistungsmerkmale festgelegt werden können. Diese „Campusnetze“ bieten hohe Sicherheit sowie definierte Bandbreite und Latenz – damit die gewünschte Anwendung genauso funktioniert, wie der Nutzer sie braucht.

Der neue Mobilfunkstandard 5G vernetzt nicht nur national und international Menschen, Maschinen und Services, sondern auch lokal. 5G – mit Einschränkung auch schon 4G – ermöglicht sogenannte Campusnetze: lokal begrenzte Mobilfunknetzwerke, die beispielsweise auf einem Werksgelände Netzwerkservices bereitstellen, die genau den Anforderungen des Nutzers entsprechen. Damit eigenen sie sich besonders auch für industrielle Anwendungen, bei denen es auf hohe Zuverlässigkeit und produktionstechnische Anforderungen wie festgelegte Service-Levels wie Bandbreite und Latenz ankommt.

Einzigartige Vorteile

Campusnetze können in dreifacher Hinsicht punkten:

  • Sicherheit: Ein Campusnetz ist von außen nicht zugänglich, alle Daten werden auf dem Campus verarbeitet und gespeichert.
  • Geschwindigkeit: Mit Datenraten von bis zu 10 GBit/s und einer extrem kurzen Latenzzeit (bis hinunter unter 1 Millisekunde) ermöglichen 5G-Campusnetze Echtzeitanwendungen wie fahrerlose Transportsysteme (FTS).
  • Verfügbarkeit: Da der Anwender sein Campusnetz exklusiv nutzt, stehen ihm die volle Bandbreite und die erreichbare Datenrate durchgehend zur Verfügung.

Telefónica stellt derartige 5G-Campusnetze auch bereit. Zum Beispiel auf einem der modernsten Testzentren für vernetztes und autonomes Fahren im spanischen Málaga. Auf dem 50.000 Quadratmeter großen Gelände können Automobilunternehmen, -zulieferer und Start-ups ihre 5G-Lösungen und Kommunikationsanwendungen „Vehicle to Everything“ (V2X, Fahrzeug zu anderen Objekten) unter realistischen Bedingungen erproben. Für die wirklichkeitsnahen Tests steht eine vielfältige Verkehrsinfrastruktur aus Straßen, Kreuzungen, Kreisverkehren, Tunnel und unbefestigten Flächen zur Verfügung. Die Kommunikations- und Informationstechnik besteht aus zwei 5G-Antennen, leistungsstarken Servern, einer Vielzahl über das Gelände verteilten Sensoren sowie einem aufwändigen Kamerasystem.

Damit stellen Telefónica und DEKRA alles bereit, was Forschungs- und Entwicklungsteams brauchen, um die Konnektivität von Bord- und Geo-Ortungsdiensten zu testen, große Datenmengen zu verarbeiten sowie Software- und Fahrzeugüberwachungsdienste zu optimieren. Projektpartner können die Kompatibilität ihrer Komponenten und Mobilfunkgeräte sogar in unterschiedlichen Frequenzbändern testen und herausfinden, ob ihre Mobilitätslösungen mit den unterschiedlichen 5G-Frequenzen zurechtkommen – realitätsnäher kann ein Roamingtest auf Basis von Länderszenarien derzeit kaum sein.

Mercedes-Benz Cars errichtet das Campusnetz „Factory 56“ in Zusammenarbeit mit Telefónica Deutschland und Ericsson. (Bild: https://www.daimler.com)

Campusnetz für die smarte Automobilproduktion

Für Mercedes-Benz Cars hat Telefónica in Kooperation mit dem Netzwerkausrüster Ericsson in der „Factory 56“ ein 5G-Campusnetz installiert, das bereits die Testphase hinter sich gelassen hat. Auf dem über 20.000 Quadratmeter großen Areal sollen Pkw der Ober- und Luxusklasse mit Verbrennungsmotor, Hybridantrieb oder rein batterieelektrischem Antrieb sowie selbstfahrende Autos produziert werden. Diese Vielfalt erfordert effiziente Montageprozesse für die Großserienfertigung und zugleich höchste Flexibilität. Die erreicht der Automobilhersteller in „TecLines“ genannten Fertigungsbereichen, in denen das klassische Fließband durch Fahrerlose Transportsysteme (FTS) abgelöst wird.

Dabei sind Maschinen und Anlagen miteinander vernetzt. Ausgewählte Montageanlagen und die Fördertechnik werden zum Bestandteil des „Internet of Things“. Dabei muss der Datenaustausch zwischen den Komponenten und Mitarbeitern fehlerfrei und zuverlässig funktionieren – und dazu noch in Echtzeit – damit keine Fehlproduktionen oder Unfälle passieren. Dafür braucht es ein drahtloses Netzwerk mit durchgängiger Verfügbarkeit, hohen Datenraten und geringen Latenzen – Voraussetzungen, die die 5G-Technologie ideal erfüllt.

In diesem ersten 5G-Campusnetz für die Automobilproduktion gewährleisten mehrere 5G-Small-Cell-Indoor-Antennen sowie ein zentraler 5G-Hub optimale Abdeckung und kurze Übertragungswege. Das lokale Netzwerk für die 5G-Nutzung in einem eigenen Frequenzbereich ist für Datenanwendungen wie die Maschinenvernetzung konzipiert. Neben hoher Verfügbarkeit und Kapazität bietet es auch größtmögliche Sicherheit, denn bei der exklusiven Nutzung der lokalen 5G-Versorgung behält Mercedes-Benz die volle Hoheit über alle Daten.

Für die Umsetzung des innovativen Projekts hat Mercedes-Benz Cars in Telefónica einen erfahrenen Partner gefunden: „Wir läuten das 5G-Zeitalter für den Industriestandort Deutschland ein und bauen das modernste Mobilfunknetz für eine der modernsten Automobilfabriken der Welt“, sagt Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland.

So gewinnt die intelligente Produktion, in der quasi alles mit allem vernetzt ist, an Bedeutung. 5G gilt deshalb als eine Enabler-Technologie für die Smart-Factory der Industrie 4.0.

Wer bereits erleben will, welche Vorteile 5G bringt, kann dies im Basecamp in Berlin selbst ausprobieren. Hier hat Telefónica Deutschland ein 5G-Campusnetz installiert.

Weitere Informationen:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Leitfaden 5G-Campusnetze – Orientierungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen.

5G ermöglicht Drohnen-Quiddich dank geringer Latenz

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

5G ermöglicht Drohnen-Quiddich dank geringer Latenz

BraveYourself ist eine junge Agentur, die virtuelle Welten schafft. Ende 2017 gegründet, hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, Spaß an neuen Techniken in die Business-Welt zu bringen. Dafür setzt BraveYourself auf Virtual Reality (VR): Digitale Umgebungen können so erlebbar werden – in der Planungsphase von Bauvorhaben, zur Messevorbereitung oder für Schulungszwecke. Das Start-up arbeitet bei Wayra, dem Open-Innovation-Hub von Telefónica Deutschland, in dem zurzeit auch ein 5G-Testlabor entsteht, und entwickelt das Mini-Multiplayer-Spiel „Game of Drones“.

Im Gespräch: Johannes Wolko, Executive Head (links i. B.), und Max Aigner (rechts i. B.), Tech Lead von BraveYourself

Redaktion: Was macht BraveYourself – könnt ihr ein paar Beispiele nennen?

Max Aigner: Wir schaffen virtuelle Welten, in die man richtig eintauchen kann. So haben wir zum Beispiel für die Firma Reprofil eine wunderschöne Messevisualisierung geschaffen, die auf PC, Tablet und Smartphone funktioniert. Mit 360-Grad-Technik kann man sich am Messestand umsehen und verschiedene Lichtsimulationen ausprobieren. Und für Elements Fitnessstudio haben wir eine VR-Anwendung entwickelt, mit der man virtuell „zu Fuß“ durch ein Studio gehen kann.

Redaktion: Wie seid ihr dazu gekommen, virtuelle Welten als euer Tätigkeitsfeld zu wählen?

Max Aigner: Wir haben mal eine App entwickelt, mit der man das Sprechen vor großem Publikum trainieren kann. Sie funktioniert sehr einfach. Man braucht nur eine VR-Halterung für sein Smartphone und unsere App „BraveYourself VR“. Die App stellt den Nutzer auf eine Bühne vor einer großen Zahl an Zuhörern. In diesem Setting kann man dann an seiner Bühnen-Performance sehr effektiv arbeiten. Das Know-how, das wir damit gesammelt, haben wir weiterentwickelt und nutzen es heute für unsere VR-Projekte.
Redaktion: VR ist keine brandneue Technik mehr. Viele Anbieter beschäftigen sich damit. Was macht BraveYourself besser als andere?
Johannes Wolko: Wir sind kleiner und flexibler. Großen Agenturen fällt es oft schwer, neue Technologien zu adaptieren. Sie hängen an ihren bestehenden Technologien fest. Diesen Ballast gibt es bei uns nicht.

Redaktion: Wenn der Begriff Virtual Reality fällt, wird oft auch von Augmented Reality und Mixed Reality gesprochen. Kannst du die Unterschiede ganz einfach erklären?

Max Aigner: Mit Virtual Reality, VR, schafft man eine eigene, vollkommen digitale Welt, die nicht in unmittelbaren Zusammenhang mit deiner Umgebung steht. Bei Augmented Reality, AR, werden in dein Sichtfeld auf die unmittelbare Umgebung Zusatzinformationen eingeblendet. Das kennen viele vielleicht schon vom Heads-up-Display im Auto, bei dem etwa Geschwindigkeit und Navi-Anweisungen in die Windschutzscheibe projiziert werden. Mixed Reality, MR, blendet Zusatzelemente perspektivisch richtig in das Sichtfeld ein, zum Beispiel Möbel in ein leeres Büro oder Montage- und Reparaturinformationen für Servicetechniker. Dafür muss die Technik die physische Welt richtig erkennen.
Ich halte diese Unterscheidung übrigens nur für eine temporäre Erscheinung. Bei allen drei Begriffen geht es um denselben technischen Hintergrund: digitale Inhalte werden auf ein tragbares Display, auf eine Brille übertragen.

Redaktion: Warum haben sich diese Techniken noch nicht weiter verbreitet?

Max Aigner: Bisher sind die Anzeigetechniken noch ziemlich klobig und unkomfortabel zu tragen. Aber es gibt bereits spannende Ankündigungen von kleineren, leichteren und komfortableren Techniken. Nicht nur zur Anzeige, sondern auch zur Steuerung. Die funktioniert in Zukunft ohne Zusatzgeräte.

Fußball und Drohnen stoßen in dem minimalistischen Mini-Mehrspieler-Game „Game of Drones“ aufeinander.

Redaktion: Ihr habt euch zum Ziel gesetzt, Spaß in die Business-Welt zu bringen. Wie stellt ihr euch das vor?

Johannes Wolko: Die Welten, die wir schaffen, sollen nicht nur neugierig machen, sondern auch Spaß. Ganz einfach. Wir haben zum Beispiel mit „Game of Drones“ ein Mini-Multiplayer-Game entwickelt, das dem Ballspiel Quiddich aus Harry Potter ähnelt. Allerdings wird das bei uns nicht auf Besenstielen gespielt, sondern mit Drohnen: Zwei Teams aus bis zu zwei Spielern steuern virtuell Drohnen, mit denen sie im dreidimensionalen Raum mit einem Ball Punkte erspielen wollen. Das macht sehr viel Spaß – und man erlernt spielerisch das Steuern von Drohnen.

Redaktion: Für euer Spiel setzt ihr auf 5G-Technik. Wofür braucht ihr den neuesten Mobilfunkstandard?

Max Aigner: Für eine realistische Drohnensteuerung muss das ganze System sehr schnell reagieren. Die Vernetzung der bis zu vier Spieler darf so gut wie keine Verzögerung verursachen, sonst können die dahinter liegenden Physikmodelle nicht funktionieren. Das eigentliche Spiel läuft über unsere Server. Eine Standardvernetzung reicht da kaum, weil die Verzögerungen von vielleicht so 40 Millisekunden mit sich bringt. Bei 5G geht die Latenz bis hinunter zu 1 Millisekunde. Damit bekommen die Mitspieler die Bilder des Spiels schnell genug auf ihre VR-Brille und können ohne Verzögerung reagieren.

Redaktion: Warum seid ihr mit BraveYourself bei Wayra eingezogen?

Johannes Wolko: Bei Wayra haben wir ein großartiges Arbeitsumfeld mit anderen Start-ups. Der Austausch macht sehr viel Spaß. Es ist sehr schade, dass wir wegen der Corona-Pandemie zurzeit nicht in den Büros von Wayra arbeiten können.
Uns interessiert auch das 5G-Testlabor, das Wayra aufbaut. Dort können wir selbst ausprobieren, wie wir am besten mit der Vernetzung mittels 5G arbeiten können.

Max Aigner: Ich möchte noch etwas zur Corona-Pandemie ergänzen: Sie gibt der Digitalisierung in vielen Bereichen einen richtigen Boost. Das gilt ganz sicher auch für virtuelle Welten, denn sie ermöglichen selbst bei Kontaktverboten und Reisebeschränkungen spannendes Erleben, das Spaß macht – ob auf virtuellen Messen mit entsprechenden Darstellungen oder Präsentationen, bei denen man in neue Räume eintauchen kann. Unternehmen, die dafür Unterstützung benötigen, sind bei uns an der richtigen Adresse.

Redaktion: Was sind eure nächsten Schritte?

Max Aigner: Wir erstellen weiterhin VR-Welten im Kundenauftrag, um die Arbeit an unserem Drohnenspiel zu finanzieren. Und für das Spiel selbst trainieren wir zurzeit die KI, die Künstliche Intelligenz. So treiben wir die Qualität des Spieleerlebnisses voran, um dann in die Vermarktung zu gehen.

Redaktion: Viel Erfolg dafür!

5G ermöglicht neue Anwendungen

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

5G ermöglicht neue Anwendungen

Der Mobilfunkstandard 5G ermöglicht ganz neue Anwendungen. Hohe Bandbreite, geringe Zeitverzögerung und massenhafte Vernetzung bei niedrigem Energieverbrauch eröffnen dem Mobilfunk neue Anwendungsgebiete.

Auf die Anwendung kommt es an. So denken die allermeisten Nutzer moderner Technologien. Welche Technik den einen oder anderen Nutzen bringt, ist oft kompliziert zu vermitteln. Da sind es mal plakative, mal aber auch sehr produktive Beispiele, die das einfacher machen. Das ist beim neuen Mobilfunkstandard 5G nicht sehr viel anders.

Ein schönes Beispiel, was die geringe Latenz, also die geringe Verzögerung bei der Übertragung der Daten im 5G-Netz bringt, hat Telefónica bereits 2018 auf dem Mobile World Congress in Barcelona gezeigt: Standbesucher konnten eine Virtual-Reality-Brille aufsetzen, auf die im 4G- oder im 5G-Standard die Live-Bilder von einem Ball übertragen wurden, der auf sie zugeworfen wurde. Bei 5G kam es nur auf das spielerische Geschick des Fängers an; bei 4G hatten die Besucher keine Chance den Ball zu fangen, weil die Daten mit zu großer Verzögerung angezeigt wurden.

Auf schnelle Datenübertragung kommt es auch in sehr sensiblen Anwendungsbereichen an, zum Beispiel in der Medizin. Hier ermöglicht der neue Mobilfunkstandard in Verbindung mit hoher Bandbreite, Videobilder quasi in Echtzeit zu übertragen. Dass mit 5G dabei keine falschen Kompromisse gemacht werden müssen, zeigt Telefónica mit dem Quirónsalud Málaga Hospital: Dort hat ein Arzt, assistiert von einem Kollegen in Japan, eine Operation erfolgreich durchgeführt.

Einen weiteren Fortschritt ermöglicht 5G durch die direkte Vernetzung von Komponenten direkt miteinander, sodass der Datenaustausch nicht erst über die zentrale Netzinfrastruktur laufen muss. Im Straßenverkehr kann das ein großes Plus an Sicherheit bringen: Wenn Verkehrsteilnehmer miteinander kommunizieren, können leicht Warnungen vor Risikosituationen angezeigt oder Gefahren gleich automatisch abgewendet werden. Im vergangenen Jahr hat Telefónica auf dem Mobile World Congress gezeigt, wie Autos untereinander oder mit Radfahrern und Fußgängern Informationen austauschen und so für mehr Sicherheit sorgen können.

Mit all ihren Vorteilen ermöglicht 5G auch sogenannte Campusnetze, also Mobilfunknetze, die in einem vorgegebenen Bereich ganz gezielt Services in definierter Qualität bereitstehen – etwa mit garantierter Latenz oder Bandbreite. Bei Mercedes Benz in Stuttgart übernimmt ein solches Netz in der Factory 56 die Vernetzung. So kann eine digitalisierte Produktion von allen 5G-Vorteilen profitieren. Die Vernetzung von Anlagen, Maschinen und anderen Gegenständen sowie die Verknüpfung von Daten schaffen die Voraussetzung für intelligente Datenanalysen, sodass in Verbindung mit 5G präzise Ortungsservices möglich werden und Produktionsprozesse optimiert werden können.

Telefónicas Podcast zu 5G: „M5G – Mein 5G“

Weitere Informationen und spannende Diskussionen, gibt es auch in unserem Podcast zu 5G. Mit Gesprächspartnern aus den unterschiedlichsten Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft, werden die neuen Möglichkeiten von 5G eingehend beleuchtet.

Folge 2
Ob Smart Device, Smart Home oder Connected Cars – der Mobilfunkstandard 5G ist ein intelligenter Vernetzer. Marc-Oliver Bender, Chefredakteur der Fachzeitschrift connect, und Markus von Böhlen, Director Trading, Devices & Digital Life bei Telefónica Deutschland sprechen über zahlreiche Anwendungsbeispiele.

Gerüstet auch für schwere Zeiten –
Arbeiten im Homeoffice

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

Gerüstet auch für schwere Zeiten – Arbeiten im Homeoffice

Was für viele noch vor kurzem als schöne Idee galt, erweist sich heute als Rettungsweg, Unternehmen am Laufen zu halten: die Arbeit im Homeoffice. Moderne IT- und Telekommunikationslösungen bringen auch in Zeiten von Corona und Kontaktverboten die Arbeit ins sichere Zuhause.

Am 27. Januar bestätigte ein Automobilzulieferer aus dem Landkreis Starnberg, dass es bei ihm den ersten Corona-infizierten Mitarbeiter gab. Zwei Tage später schloss das Unternehmen sein Verwaltungs- und Entwicklungszentrum für zwei Wochen. Mehr als 1000 Mitarbeiter wurde nach Hause geschickt, um die räumliche Nähe zu vielen Kollegen zu verhindern. Diese Ausnahmesituation hatte man wahrscheinlich nicht eingeplant, als man die technischen und organisatorischen Voraussetzungen fürs Arbeiten im Homeoffice geschaffen hatte. In der Krise erwiesen sich diese Möglichkeiten als Rettung für den Geschäftsbetrieb. So hat es sich wohl schnell bezahlt gemacht, moderne IT- und Telekommunikationlösungen einzusetzen.

Das Homeoffice etabliert sich in dieser Zeit als tragbare Alternative zum Büro im Unternehmen. Viele Technologien dafür sind längst etabliert und bei den meisten Unternehmen im Einsatz. Am offensichtlichsten ist das beim Mobiltelefon der Fall. Es gehört längst zum Alltag und macht jeden überall, natürlich auch im Büro und zu Hause erreichbar. Noch einfacher wird es mit der telefonischen Erreichbarkeit auch im Homeoffice, wenn im Unternehmen eine virtuelle Telefonanlage wie Digital Phone von o2 zum Einsatz kommt: Damit kann per App auf dem Smartphone oder auf dem Computer überall telefoniert werden wie im Unternehmen, und zwar unter derselben Telefonnummer.

Knackpunkt IT-Sicherheit

E-Mails lassen sich ebenso einfach auf Notebook, Tablet und Smartphone zu Hause empfangen. Aber Vorsicht – hier wird’s zweifellos komplizierter. Weniger wegen der Technik, als vielmehr wegen rechtlicher Bestimmungen – denn die müssen beim Arbeiten im Unternehmen wie im Büro zu Hause gleichermaßen eingehalten werden. Dazu zählen beispielsweise die Regelungen der Datenschutzgrundverordnung und des Arbeitsrechts.

Übrigens: Wenn das Homeoffice nicht als regulärer Arbeitsplatz vom Arbeitgeber vorgegeben wird, gilt das Arbeiten dort wie mobiles Arbeiten auf Reisen, in einem Café oder bei einem Kundeneinsatz. Dann müssen nicht dieselben Richtlinien beispielsweise für die ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes eingehalten werden – auch wenn natürlich Arbeitsergonomie grundsätzlich sinnvoll ist.

Natürlich darf durchs Arbeiten zu Hause die IT-Sicherheit des Unternehmens nicht gefährdet werden. IT-Sicherheitsservices wie o2 Protect sorgen schon einmal für den grundlegenden Schutz von Computer, Tablet und Smartphone.

Zur technischen Grundausstattung des Homeoffice gehören heute

  • ein Computer mit
  • Internetzugang und
  • ein Smartphone

Der Internetanschluss braucht dabei nicht einmal ein besonders schneller zu sein. Ein typischer DSL-Anschluss, wie er in Deutschland üblich ist, reicht in den meisten Fällen. Je nach Mobilfunkvertrag und inkludiertem Datenvolumen kann der Internetzugang übers Smartphone reichen. Nur wer viel mit großen Dateien und Datenmengen wie beim Videostreaming arbeitet, sollte für ausreichend Bandbreite mit einem Anschluss für mindestens 50 Mbit pro Sekunde und unbegrenztem Datenvolumen sorgen.

Sinnvolle Ergänzungen kann

  • ein Headset

sein. Das macht nicht nur das Telefonieren per Smartphone entspannter. Oft lässt sich das Zubehör, das vielen Smartphones schon beim Kauf beiliegt, auch am Computer nutzen. Das ist meistens der Fall, wenn es den typischen Klinkenanschluss hat. Es lohnt auf jeden Fall zu prüfen, ob Headset und Computer zusammenpassen. Dann lassen sich Telefonate oder Besprechungen über den PC besser verständlich führen – für den Headset-Nutzer und auch für sein Gegenüber, weil hier Mikrofon und Ohrhörer genau für diesen Anwendungsfall entwickelt sind. Als Alternative bieten sich Headset mit USB-Stecker oder Bluetooth an, weil sie sich leicht an viele IT-Geräte anschließen lassen.

Office- und Messenger-Anwendungen

Die Software fürs Arbeiten im Homeoffice unterscheidet sich nicht von der im Unternehmen. Sinnvoll können aber hier insbesondere Funktionen für die Zusammenarbeit werden: Marktführer Microsoft bietet mit Office 365 sein bekanntes Programmpaket mit Onlinefunktionen an, die das gleichzeitige Bearbeiten von Dokumenten erlauben. Ähnliche Funktionen ermöglicht das Angebot von Google Docs.
Große Bedeutung kommt beim verteilten Arbeiten Messenger-Software zu, über die meist nicht nur Textnachrichten verschickt, sondern auch Gespräche und ganze Konferenzen mit Bildschirmpräsentationen geführt werden können. Beispiele hierfür sind Skype von Microsoft, das allmählich von Microsoft Teams abgelöst wird, und Hangouts von Google, aber auch Webex von Cisco und Zoom vom Anbieter gleichen Namens sind hilfreiche Werkzeuge für die Zusammenarbeit.

Wer auch von Zuhause auf Software und Dokumente im Büro zugreifen will, sollte seine Datenverbindung ins Unternehmen als Virtual Private Network (VPN) schützen. Dabei wird per Internet eine verschlüsselte Verbindung aufgebaut und der Computer zu Hause kann Unternehmensressourcen nutzen, als käme er im Unternehmen zum Einsatz. o2 Business bietet mit o2 VPN Connect eine passende Lösung.

Noch eine Ergänzung zum Thema Sicherheit

Gerade wenn ganze Abteilungen, Niederlassungen oder Unternehmenszentralen geschlossen werden, weil alle im Homeoffice arbeiten und kaum mehr jemand im Büro der Firma anwesend ist, sollte das Thema Sicherheit auch dort vor Ort nicht vernachlässigt werden. Moderne Telekommunikation kann hier zuverlässig unterstützen: Sie sorgt dafür, dass Alarm- und Wachanlagen automatisch melden können, wenn sich im eigentlich leeren Büro Unerwartetes ereignet. Unternehmen wie Stadtritter und Bosch Sicherheitssysteme nutzen die IoT-Kompetenz von Telefónica und sichern die Kommunikation von Sicherheitsanlagen per Mobilfunk über die Global SIM Vivo o2 Movistar. Sie sorgt für Konnektivität am Einsatzort über jedes vorhandene Mobilfunknetz – damit Gebäude auch geschützt sind, wenn niemand dort ist.

Digitalisierung leistet entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

Digitalisierung leistet entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit

Natürlich verbrauchen Computer, Smartphones und Internet Strom. Aber sie helfen auch, unseren Ressourcenverbrauch an anderer Stelle entscheidend zu senken. Richtig gemacht, trägt die Digitalisierung entscheidend zum nachhaltigen Leben und Wirtschaften bei.

Prof. Tilman Santarius, Pauline Brünger, Rainer Kohns, Markus Haas, Rita Schwarzelühr-Sutter, Ali Aslan

Die Laufzeit von Smartphones führt uns wie kein anderes Thema klar vor Augen, was moderne Kommunikation und IT brauchen: Strom. Längst hat jeder seine eigene Strategie entwickelt, über den Tag zu kommen, ohne dass der Bildschirm mangels Energie schwarz bleibt. Doch was für jede Verbraucherin und jeden Verbrauchern zur täglichen Herausforderung gehört, ist auf die gesamte Informationstechnik bezogen zu einer gewaltigen Aufgabe geworden: Die meisten Informationen und Services auf dem Smartphone werden nur möglich, weil sie per Mobilfunk und Internet auf Server rund um den Globus zugreifen können. Allein die mehr als 50.000 Rechenzentren in Deutschland verbrauchten 2018 14 Milliarden Kilowattstunden Strom – 2,7 Prozent des gesamten Strombedarfs hierzulande. Das haben Wissenschaftler im Projekt TEMPRO (Total Energy Management for Professional Data Centers) errechnet. Sie gehen davon aus, das bis 2030 der Strom- und Ressourcenbedarf von Rechenzentren um mehr als 50 Prozent steigt – trotz aller Effizienzgewinne neuer Technologien.

Doch dem scheinbar unstillbaren Hunger nach Energie stehen auch nachhaltige Nutzen gegenüber. So sagte Margrethe Verstager, Vizepräsidentin der EU-Kommission, zur Vorstellung des Programms zur klimaneutralen EU, dass der Kampf gegen den Klimawandel wohl nur mit der Digitalisierung zu gewinnen sei. Big Data und künstliche Intelligenz liefern vielfach erst die Entscheidungsgrundlage, wie Klima und Umwelt nachhaltig geschützt werden können. Und Telefonate, Chats, Videokonferenzen und Datenaustausch ersetzen viele Reisen und Transporte – und die physische Fortbewegung erfordert immer mehr Energie als der elektronische Transport von Bits und Bytes.

Effizienzmaschine ersten Ranges

Das unterstreicht auch der Nachhaltigkeitsforscher Tilman Santarius. Auf einer Diskussionsveranstaltung im Basecamp von Telefónica Deutschland in Berlin bezeichnete er die Digitalisierung als „Effizienzmaschine ersten Ranges“. Optimierte Logistik, konstante Verkehrsflüsse und Smart Home-Lösungen würden helfen, Energie zu sparen. Mehr Effizienz dürfe jedoch nicht zu einer höheren Nachfrage nach Energie oder bestimmten Gütern führen, mahnte Santarius. Dieser „Rebound Effekt“ müsse verhindert werden.
Deshalb tragen Anbieter und Anwender der Informations- und Telekommunikationstechnologien Verantwortung dafür, ihre Nachhaltigkeit zu verbessern. Das fordert auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die dafür rund 70 Maßnahmen in einer „umweltpolitischen Digitalagenda“ zusammengestellt hat.

Tilman Santarius, Professor für Sozial-Ökonomische Transformation an der TU Berlin

Telefónica nimmt auf vielen Ebene seine Verantwortung dafür wahr, die Digitalisierung nachhaltig zu machen. So sagte der Chef von Telefónica Deutschland, Markus Haas auf der Digitalkonferenz DLD Anfang des Jahres, dass sein Unternehmen bereits seit 2016 nur Grünstrom nutze. Und er unterstrich, dass neue Technologien es künftig möglich machen würden, den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich zu reduzieren. Dazu gehöre auch der neue Mobilfunkstandard 5G.

Niedrigenergietechniken für das IoT

Im Internet der Dinge gibt es auch bereits aus Anwendersicht einen wichtigen Antrieb, den Stromhunger zu senken: Viele Sensoren können nicht direkt mit dem Stromnetz verbunden werden. Sie sind auf Batterien, Akkus oder andere begrenzte Energiequellen angewiesen. Damit sie möglichst lange ohne manuellen Eingriff arbeiten können, brauchen sie Kommunikationstechnologien, die mit wenig Strom auskommen. Dafür hat Telefónica in seinem Mobilfunknetz die beiden Niedrigenergietechniken (LPWAN, Low Power Wide Area Network) Narrowband-IoT und LTE-M gestartet. Sie ermöglichen den Batteriebetrieb von IoT-Geräten von mehreren Jahren.

Telefónicas Podcast zu 5G: „M5G – Mein 5G“

Weitere Informationen und spannende Diskussionen, gibt es auch in unserem Podcast zu 5G. Mit Gesprächspartnern aus den unterschiedlichsten Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft, werden die neuen Möglichkeiten von 5G eingehend beleuchtet.

Folge 1
Ist 5G der Wegbereiter für eine „grüne“ Digitalisierung? Oder resultieren aus der Technologie neue Herausforderungen? Dazu spricht Joachim Sandt, Umweltbeauftragter bei Telefónica Deutschland, mit Pauline Brünger von Fridays for Future und dem Klimaexperten Prof. Dr. Tilman Santarius.

So sehen die Vorteile von 5G aus

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

So sehen die Vorteile von 5G aus

Der neueste Mobilfunkstandard 5G ist in aller Munde. Große Hoffnung werden auf die Technik gesetzt. Sie soll nicht nur etwa den Download von Videos beschleunigen, sondern gilt auch als Grundlage für autonomes Fahren und die massive Verbreitung des Internets der Dinge. Aber wie kommt es zu den besonderen Vorteilen, die 5G bringt? Unsere Infografik erklärt’s.

Wichtige Größen für Mobilfunkanwendungen sind Bandbreite und Latenz. Die Bandbreite zeigt an, wie viele Daten innerhalb einer Zeiteinheit übertragen können. Diese Größe kennen Sie von Ihrem DSL- oder Mobilfunkvertrag – 25 oder 50 Megabit pro Sekunde sind im DSL-Bereich nicht unüblich, im Mobilfunk werden derzeit auch schon bis zu 225 Megabit pro Sekunde im 4G-Netz (LTE) erreicht. Die Latenz benennt die Verzögerung, die durch die eigentliche Datenübertragung entsteht. Sie ist also eher eine Größe für die Geschwindigkeit, mit der einzelne Bits und Bytes transportiert werden. Die Latenz im 4G-Netz liegt typischerweise zwischen 35 und 50 Millisekunden. Es vergeht also knapp eine zwanzigstel Sekunde, bis man eine Reaktion auf eine Eingabe am Smartphone zurückerhält.

Bei beiden Größen ermöglicht der neue Mobilfunkstandard 5G Verbesserungen. In einem Feldtest hat Telefónica mit Projektpartner Spitzendatenraten von 16 Gigabit pro Sekunde erreicht. Und die Latenzzeit kann 5G bis auf eine tausendstel Sekunde drücken.

Die wenigsten Anwendungen benötigen nicht wirklich diese Spitzenwerte. Um das 5G-Netz optimal nutzen zu können, lassen sich durch „Network-Slicing“ eine Vielzahl von Netzebenen separieren, in denen unterschiedliche Anwendungen laufen. So können die Anforderungen an die Datenübertragung an die Nutzung angepasst werden.

Dritte wichtige Größe im Mobilfunk ist die Frequenz. Sie entscheidet über mögliche Bandbreite und Reichweite: Hohe Frequenzen können viele Daten gleichzeitig übertragen, sie reichen jedoch nicht soweit, niedrige Frequenz hingegen ermöglichen eine große Reichweite.

Telefónica hat mit dem Aufbau seines 5G-Netze begonnen. Bis Ende 2021 sollen große Teile von Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt mit 5G von Telefónica versorgt sein, bis Ende 2022 sollen 30 Großstädte mit insgesamt 16 Millionen Einwohnern erreicht werden.

Welche Elektroautos passen zu meiner Firma?

IOT & M2M

BLOG

Entdecken Sie die neusten Trends und Wissenswertes über das Internet der Dinge und die digitale Transformation.

Welche Elektroautos passen zu meiner Firma?

Die Umstellung eines Firmenfuhrparks auf Elektromobilität erfordert gute Planung, damit Ladeinfrastruktur, Reichweite und Kosten passen. Telefónica-Partner Geotab, weltweiter Marktführer im Bereich Telematik, hat ein Tool entwickelt, das die Nutzung eines bestehenden Fuhrparks analysiert und passende Vorschläge für den Umstieg auf die Mobilität der Zukunft macht.

Wird über Elektromobilität diskutiert, geht es schnell vor allem um die Reichweite aktueller Fahrzeugmodelle. Dabei ist das Thema eigentlich etwas überbewertet: Einer aktuellen repräsentativen Befragung zufolge, die der Energieversorger E.on bei Statista in Auftrag gegeben hat, fahren mehr als 70 Prozent der Autofahrer maximal 50 Kilometer am Tag. Weitere 17 Prozent kommen auf eine tägliche Fahrleistung von 50 bis 100 Kilometern. Das ist weit weniger als die typische Reichweite vieler E-Autos. Die liegt so etwa bei 150 bis 300 Kilometer, einige Modelle knacken sogar die 500-Kilometer-Marke.

Doch alle Spekulationen über die benötigte Reichweite eines neuen Batterie-Autos helfen nicht, wenn man dann doch einmal wegen zu geringer Ladekapazität liegen bleibt oder mehr Zeit fürs Nachladen einplanen muss. Was im Privatleben vielleicht noch akzeptabel sein kann, ist für die meisten Unternehmen wohl inakzeptabel: Wer unterwegs zu Kunden ist, will die sensible Beziehung nicht gefährden, sondern zuverlässig und pünktlich ankommen.

Trotzdem wollen viele Unternehmen in die neue Art der Mobilität einsteigen. Ihr Ziel: den Kohlendioxidaustausch durch ihre Geschäftstätigkeit senken und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. „Die Umstellung einer Flotte auf Elektromobilität ist jedoch keine leichte Aufgabe. In einem wachsenden Markt für Elektrofahrzeuge müssen Flottenmanager herausfinden, welche Modelle am besten zu ihren Anforderungen passen. Dabei geht es sowohl um die Reichweite, um lokale Wetter- und Straßenverhältnisse, Änderungen im Fahrverhalten als auch um Budgetfragen“, sagt Klaus Boeckers, Director Central & Eastern Europe bei Geotab, weltweiter Marktführer im Bereich Telematik.

Geotab hat deshalb EVSA (Electric Vehicle Suitability Assessment, Eignungsbewertung für Elektrofahrzeuge) entwickelt. Das Tool setzt auf die Telematikplattform von Geotab auf, für die Telefónica sein Mobilfunknetz bereitstellt und als Smart Mobility vertreibt: EVSA analysiert Fahrzeug- und Nutzungsdaten, die über den Geotab-Dongle an der OBD2-Schnittstelle des Fahrzeugs erfasst und per Mobilfunk an die Geotab-Software fürs Flottenmanagement weitergegeben werden. Damit kombiniert werden externe Daten von Fahrzeugmodellen mit Elektroantrieb. EVSA schlägt dann geeignete E-Autos vor, berechnet das Einsparpotenzial und bewertet die mögliche Reduktion des CO2-Ausstoßes. Das Tool empfiehlt ausschließlich Elektrofahrzeuge, die alle Anforderungen eines Unternehmens erfüllen und finanziell tragfähig sind – so erhalten Unternehmen eine solide Entscheidungsgrundlage für die Elektrifizierung ihrer Fahrzeugflotten.

Eine weitere Herausforderung bei der Elektrifizierung von Unternehmensfuhrparks adressiert das Münchner Unternehmen eeMobility: Es übernimmt für Unternehmenskunden Installation, Stromversorgung und Betrieb von Ladesäulen, sowohl am Unternehmensstandort als auch bei Mitarbeitern mit Dienstwagen an deren Zuhause. Um Ladevorgang und günstige Grünstrompreise an der Leipziger Strombörse zu synchronisieren, steuert eeMobility seine Anlagen über das Mobilfunkangebot von Telefónica. So wird E-Mobilität grün und wirtschaftlich.

Erfahren Sie mehr zur Smart Mobility Komplettlösung von Telefónica.